Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Donnerstag, 7. April 2011

Mindestens seit dem Mittelalter verbindet der Feldweg zwischen Artern und Voigtstedt beide Ortschaften und tangierte bis ins späte Mittelalter auch die heutige Wüstung Kerstendorf (Kiefernwäldchen). Erst im Zuge des Baues der Umgehungsstraße L 1172 östlich des Weinberges wurde dieser seit dem Mittelalter wichtige Verkehrsweg zwischen beiden Orten unschön zerschnitten und eine Brücke über die neue Ortsumfahrung errichtet. Uralte knorrige Kirschbäume säumen Weg – seit nunmehr 156 Jahren, vielleicht aber auch schon viel eher. Die neuzeitliche Pflanzung von Kirschbäumen an diesem Weg fällt lt. Chronist Otto Wagner in das Frühjahr 1855 „und zwar zwischen den Domänengrundstücken seitens der Domäne und von da an seitens der Stadt. (Obgleich die Domäne ca. 25 Jahre lang den Nutzen aus ihrer Anpflanzung gezogen hatte, wurde dieses Recht, weil die Bäume auf städtischem Grund und Boden stehen, Anfang der achtziger Jahre vom Senator Apotheker Hartleb bestritten und von diesem – auf eigene Gefahr hin – die übrigen Ratsmitglieder hatten seinem Verlangen widersprochen – einen Prozeß angestrengt, welcher zugunsten der Stadt entschieden wurde. Seither steht der Stadt die Kirschennutzung an diesem Wege bis zum Gerichtsrain allein zu.)“


Zeitschrift des Harzvereins

Dienstag, 5. April 2011

Einer der ältesten überregionalen Geschichtsvereine, der Harzverein für Geschichte und Altertumskunde, lädt am Samstag 16. April 2011 zur Jahreshauptversammlung nach Sangerhausen ein. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus der Rosenstadt, dem Verein für Geschichte von Sangerhausen und Umgebung, findet diese wichtige und interessante Veranstaltung ab 10.00 Uhr in der Gaststätte „Zum Herrenkrug“ Riestedter Straße 37, Sangerhausen, statt. Am Vormittag werden drei ortsgeschichtliche Vorträge gehalten: Sangerhausen im Wandel der Zeit – Stadtgrundrissentwicklung (Helmut Loth); Neue archäologische Erkenntnisse zum Alten Schloss in Sangerhausen (Dr. Matthias Soop) und zur Geschichte des Rosariums (Thomas Havel). Nach dem Mittag tagt die Jahreshauptversammlung des Harzvereins (Gäste sind willkommen), anschließend wird eine Stadtführung angeboten. Der Heimatverein ARATORA nimmt zumindest die Teilnahme an den historischen Referaten am Vormittag wahr und bietet Mitgliedern und Interessierten Mitfahrtgelegenheit an. - Der Harzverein für Geschichte und Altertumskunde wurde 1868 in Wernigerode gegründet und arbeitet länderübergreifend zur Geschichte, Natur und Volkskunde des Harzes und seiner Vorlande. Die umfangreichen Veröffentlichungen stellen eine unerschöpfliche Daten- und Wissensquelle über den Harz dar (unser Bild).


Heimat Thüringen

Sonntag, 3. April 2011

Der Heimatbund Thüringen e.V. wurde 1993 als Landesverband für Natur- und Umweltschutz, Regionalgeschichtsforschung, Denkmalschutz und Kulturpflege am 6. November 1993 auf Schloss Elgersburg im Ilmkreis gegründet. Anliegen des Vereins ist es, die Kulturlandschaften Thüringens zu erhalten und zukunftsfähig zu gestalten. Dazu stehen Vorstand, Geschäftsstelle und Mitglied mit zahlreichen Instituionen und Vereinen, u. a. dem Heimatverein ARATORA, mit Ortschronisten, Naturfreunden, Denkmalschützern usw. in Kontakt. Näheres erfahren hierzu Sie auf der Homepage http://www.heimatbund-thueringen.de/. Neben zahlreichen Projekten, Seminaren, Tagungen und Netzwerken richtet sich der Heimatbund mit auch seiner periodischen Schrift „Heimat Thüringen“ an eine interessierte Leserschaft (unser Bild: Ausgabe 4/2004). Die noch lieferbaren, sehr lesenswerten und dabei äußerst preiswerten Ausgaben bereits erschienener Drucke sind ebenfalls auf der Internetpräsentation abrufbar. Für dieses Jahr hat der Heimatbund Thüringen folgenden Themen für seine Quartalsschrift ins Auge gefasst: Heft 1: Die Zukunft der Erinnerung, Heft 2: Kulturerbe Sprache in Thüringen - Dialektforschung und Mundartpflege, Heft 3: Tag des offenen Denkmals 2011 (Thema: "Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert") und Heft 4: Kulturprojekte im ländlichen Raum. Bereits diese Vorankündigung lässt, wie in der Vergangenheit auch, auf eine bunte Themenpalette aus Vergangenheit und Gegenwart unseres Landes hoffen. Sicherlich wird auch in diesem Jahr wieder zur aktiven Mitarbeit der Leser, d. h. zum Beisteuern von Artikeln für die Periodika „Heimat Thüringen“, aufgerufen, sodass auch künftig die regionale Vielfalt garantiert ist.


Freitag, 1. April 2011

Wie bereits kürzlich erwähnt, wurde das Bilderarchiv des Heimatvereins ARATORA im Laufe des vergangen Monats um wichtige historische Abbildungen bereichert, die in digitaler Form bzw. als fotographische Kopie vorliegen. Diese Darstellungen beziehen sich auf Personen des 18. bis 20. Jahrhunderts , die direkt oder indirekt mit den Rittergütern in der Arterner Altstadt zu tun hatten, diese also innehatten, Pächter waren oder anderwärtig damit in Zusammenhang standen (Familien Lüttich, Schall, Weidlich u. a.). Als Ergänzung zu diesen interessanten Darstellungen (Gemälde und Fotos) aus ihrer Sammlung sandte uns jetzt Familienforscherin Gabriele Breuckmann aus Düsseldorf weitere Bilder, diesmal aus einem Fotoalbum um 1920 mit Abbildungen u .a. aus Artern. Folgende schöne heimische Motive liegen nunmehr vor: Blick in die Ritterstraße auf den Unterhof, Innenhofbereich und Gutshaus des Unterhofes (unser Bild), Fachwerkgiebel des Unteren Hofes, Südseite der Veitskirche sowie Blick auf die Veitskirche vom Oberen Hof aus. Zu gegebener Zeit werden einige dieser noch nie veröffentlichen Abbildungen auch Eingang in die Schriften des Arterner Heimatvereins ARATORA finden, vermutlich bereits schon in die noch ausstehenden Jahreschrift 21 für 2011 und in das noch in Arbeit befindliche Buch „Die Unstrut - Ein Fluss und seine Geschichte(n)“, das im Jahr 2012 erscheinen soll.


Mittelfeld

Mittwoch, 30. März 2011

Im Nachgang unseres außerordentlich gut besuchten Vortrages zu jüngsten archäologischen Grabungen entlang der A 71 am 24. März und zeitgleich mit der Auslage des Bebauungsplanes Nr. 16 „Industriegroßfläche Artern Unstrut“ im Rathaus (noch bis 13. Mai 2011, siehe Amtsblatt vom 26. März 2011, Seite 5) wurden seitens des Heimatvereins ARATORA Daten über ur- und frühgeschichtliche Altfunde auf dem Areal des „Großen Feldes“ und des „Mittelfeldes“ nordwestlich von Schönfeld zusammengestellt. Diese beiden Flurstücke bilden das hauptsächliche Areal des künftigen Industriegebietes. Sehr hilfreich bei der Zusammenstellung dieser vorgeschichtlichen, leider längst verschollenen Funde war u. a. die „Schönfelder Chronik oder Beschreibung dieses Ortes durch den Einwohner und Oekonom Gottfried Schäffer sen. im Jahre 1842“. Besonders könnten bei Grabungen auf dem künftigen Gewerbegelände Reste der mittelalterlichen Landwehr sowie eines zugehörenden Wachturmes zutage kommen, dessen Steine zum Bau der heutigen Schönfelder Kirche genutzt worden sind. Weiterhin sind dort „sehr viele alte Heidnische Urnen oder Totentöpfe aufgefunten“ worden, weiterhin im Mittelfeld „allerwärts viele Heidnische Urnen oder Totendöpfe … in den Jahren 1777 bis 1800“. Zum Tag der Heimatgeschichte im Kyffhäuserkreis am 7. Mai 2011 in Jechaburg wird die Zusammenstellung an die dort referierenden Thüringer Archäologen überreicht; sie gibt den Forschern hoffentlich Hinweise über Fundstellen, die aufgrund ihrer lange zurückliegenden Entdeckung im örtlichen Fundregister nicht erfasst sind. – Unser Bild zeigt einen historischen Kartenausschnitt um Schönfeld. Die künftige Industriefläche befindet sich im linken oberen Quadranten.


Montag, 28. März 2011

Zur Jahreshauptversammlung lädt der Vorstand des Heimatvereins ARATORA herzlich ein und bittet die Mitglieder am Donnerstag, 14. April 2011 um 19.00 Uhr in den Ratskeller Artern. Persönliche Einladungen ergehen gesondert und fristgemäß. Um zahlreiches Erscheinen wird herzlich gebeten! Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

TOP 1 - Begrüßung und Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung
TOP 2 - Abstimmung über die Tagesordnung
TOP 2 - Bericht der Vorstandes für das abgelaufene Vereinsjahr 2010
TOP 3 - Bericht des Schatzmeisters für 2010
TOP 4 - Bericht der Kassenprüfung für 2010
TOP 5 - Diskussion und Anfragen
TOP 6 - Entlastung des Vorstandes
TOP 7 - Jahresplanung 2011 (Tätigkeits- und Finanzplan)
TOP 7 - Vorbereitungen zu anstehender Satzungsänderung
TOP 8 - Vorbereitungen zur anstehenden Vorstandswahl
TOP 9 - Schlusswort


Samstag, 26. März 2011

Dass gerade Archäologie nach wie vor die Menschen fasziniert, stellte unser Vortrag zu Ausgrabungen entlang der Autobahn A 71 zwischen Voigtstedt und Heldrungen, gehalten am vergangenen Donnerstag von Dr. Klaus-Peter Welcher (unser Bild) vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLAD) in Weimar, eindrucksvoll unter Beweis. Fast 80 Besucher sorgten für einen beinahe vollbesetzten Rathaussitzungssaal; sie kamen u. a. aus Artern, Wiehe, Donndorf, Bottendorf, Heldrungen, Gorsleben, Voigtstedt, Sangerhausen, Schönfeld und Reinsdorf. In den letzten Jahren war Dr. Wechler als Grabungsleiter nahe Voigtstedt, Artern, Bretleben und Heldrungen tätig und brachte mit seinem Grabungsteam sowie ehrenamtlichen Helfern hochinteressierte Funde nach Jahrtausenden ans Tageslicht: Hausgrundrisse aus der Bandkeramik, Befestigungsanlagen, neolithische Gräber, Waffen und Schmuck aus Stein und Metall, ganze Schmelzöfen und sogar römische Handelsware. Neben aktuellen Grabungsbefunden aus den Fluren genannter vier Ortschaften stellt unser Referent zudem etliche Altfunde aus Artern vor, von denen viele, z. B. 1794 in der Saline entdeckte Grablegungen, leider oftmals heute verschollen sind. Eine kleinere Grabung im Stadtgebiet Artern steht indes demnächst noch an; der Heimatverein ARATORA wird darüber berichten. Für voraussichtlich 2013 kündigte Dr. Klaus-Peter Wechler eine wissenschaftliche Publikation an, die die ur- und frühgeschichtlichen Funde im Vorfeld des Autobahnbaues der A 71 im Kyffhäuserkreis vorstellen und dokumentieren wird. Wenn unser Vortrag nur ein Vorgeschmack war, dann wird das erwartete Buch das „Hauptgericht“ sein, auf das sich alle Geschichtsinteressierten sehr freuen dürfen. - Noch mehr über archäologische Forschungen in unserer Heimat (z. B. aktuelle Grabungsergebnisse auf dem Frauenberg bei Sondershausen) gibt es zum nächsten Tag der Heimatgeschichte im Kyffhäuserkreis, der am Samstag, 7. Mai 2011 in Jechaburg stattfindet, wo sich Heimatvereine, Ortschronisten, Bodendenkmalpfleger und Geschichtsfreunde u. a. mit Mitarbeitern des TLAD bzw. des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens in Weimar treffen. Demnächst wird auch eine Broschüre über die Grabungen (Frühmittelalter) auf dem Frauenberg erscheinen.


AiD

Donnerstag, 24. März 2011

Geradezu passend zum heutigen Vortrag des Heimatvereins ARATORA mit PD Dr. Klaus-Peter Wechler über Grabungen entlang der Autobahn A 71 erschien soeben im Heft 2 (März/April 2011) der Zeitschrift „Archäologie in Deutschland“ in deren Rubrik „Forschung“ der Artikel „6000 Jahre Siedlungsplatz. Ein Tell in Mitteldeutschland?“, wobei unter einem Tell ein prähistorischer Siedlungshügel zu verstehen ist. Das Interessante an dem Aufsatz ist natürlich der Hügel als solcher aber auch dessen Fundort in der östlichen Goldenen Aue - nur zehn Fahrminuten von Artern entfernt und gleichfalls im Zuge der Errichtung der A 71 entdeckt und ausgegraben. Dazu meldet die Homepage www.aid-magazin.de des seit 1984 im Konrad-Theiß-Verlag Stuttgart erscheinenden populärwissenschaftlichen Fachmagazins: „Im Laufe von fast 6 Jahrtausenden entstand bei Niederröblingen ein ungewöhnlich geformter Siedlungshügel. Mit 2,5 m Höhe, einem Volumen von ca. 34 000 t und einer Fläche von etwa 4,75 ha erreichte der Hügel seine maximale Ausdehnung. Älteste Besiedlungsspuren datieren in die Linienbandkeramik um 5300 v.Chr. Bis in die Römische Kaiserzeit um 400 n.Chr. setzte sich die Siedlungstätigkeit hier mit Unterbrechungen fort. Während dieser Zeitspanne wurde unbrauchbar gewordenes Baumaterial immer wieder an Ort und Stelle einplaniert, sodass sich der Hügel nach und nach vor allem aus »Bauschutt« aufgeschichtet hat (...).“ Archäologie-Interessierten sei das aktuelle Heft (unser Bild), wie die zweimonatlich erscheinende Zeitschrift als solche nebst ihren Sonderausgaben, sehr empfohlen.


Dienstag, 22. März 2011

Entlang der künftigen Trasse der Autobahn A 71 retten und bergen Archäologen seit Beginn der Bauarbeiten für diesen wichtigen Verkehrsweg durch Thüringen ur- und frühgeschichtliche Spuren. Dabei kamen wichtige Funde und Befunde aus der Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit bis zum Mittelalter ans Tageslicht: Siedlungen, Gräber, Waffen, Schmuck und Alltagsgegenstände. Einen Einblick in die Arbeit der Grabungsteams des Thüringischen Landesamtes für Archäologische Denkmalpflege wird Grabungsleiter PD Dr. Klaus-Peter Wechler mit einem reichhaltigen Bildervortrag vermitteln, der am Donnerstag, 24. März 2011 um 19.00 Uhr im Sitzungssaal des Arterner Rathauses stattfindet und über archäologische Funde der vergangenen Jahre entlang der A 71 im Kyffhäuserkreis (Voigtstedt, Artern, Reinsdorf, Heldrungen) informiert. Zudem wird Dr. Wechler archäologische Altfunde aus dem Stadtgebiet und der Flur Artern vorstellen. Der Arterner Heimatverein ARATORA lädt zu diesem interessanten Vortrag sehr herzlich ein. Eintrittsgeld wird natürlich nicht erhoben!


Wanderführer von vor 150 Jahren

Sonntag, 20. März 2011

Quasi als Geschenk zu seinem 160. Geburtstag veröffentlichte der Verlag Harald Rockstuhl in Bad Langensalza kürzlich ein Buchquartett über historische Flusswanderungen an Mosel, Werra, Saale und Unstrut aus der Feder von August Trinius (1851-1919), Wanderschriftsteller und „Erfinder“ des Slogans von Thüringen als dem grünen Herzen Deutschlands. Die Sachsenburgen, der Glockenturm des gleichnamigen Dorfes und die imposante Zwölfbogenbrücke grüßen als Umschlagbild des Bandes „Durch‘s Unstruttal - Ein Wanderbuch 1892. Von Naumburg a.d.S. bis zum Kyffhäuser“. Der Verfasser, eigentlich Carl Freiherr von Küster, nimmt den Leser darin mit auf eine poetisch-romantische Reise entlang unseres Heimatflusses, wobei besonders für uns seine Notizen des dritten bis fünften Wandertages interessant sind. Diese behandeln folgende Wanderroute: Wendelstein - Roßleben - Wiehe - Hechendorf - Donndorf - Nausitz - Gehofen - Kalbsrieth - Heygendorf - Mönchspfiffel - Allstedt - Der Hagen - Artern - Reinsdorf - Heldrungen Sachsenburgen - Oldisleben - Seehausen - Frankenhausen - Barbarossa-Höhle - Die Falkenburg - Rathsfeld - Kyffhäuser - Die Numburg - Die Rothenburg - Tilleda - Der Kyffhäuser. - Erhältlich ist dieser attraktive und fast 400 Seiten umfassende Band sowie weitere Bücher beim Thüringer Heimatliteraturversand unter www.literaturversand.de.


Mühlgraben Artern

Freitag, 18. März 2011

Das Angebot von Büchern und Broschüren mit heimatkundlichem Inhalt wird in absehbarer Zeit um etliche neue und interessante Ausgaben reicher werden. Wie uns Bergbauhistoriker Thilo Ziegler aus Sangerhausen mitteilt, wird seine 25teilige Reihe zur Geschichte des Sangerhäuser Berg- und Hüttenwerkes bald um die nächste Ausgabe ergänzt; es erscheint eine Broschüre über die Bergvogtei Thüringen, eine sächsische bzw. seit 1815 preußische Bergbaubehörde in Eisleben, später Sangerhausen und Halle. In derselben Reihe ist als darauffolgende Veröffentlichung eine Broschur über den bereits 1542 angehauenen Gonnaer Stolln geplant. - Anlässlich der 1225. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung sollen in diesem Frühjahr ortsgeschichtliche Werke über die Gemeinden Donndorf und Oberbösa im Kyffhäuserkreis erscheinen. - Zum Jahresende steht dann die Veröffentlichung eines neuen Bildbandes über unseren Nachbarkreis Mansfeld-Südharz von Heinz Noack an. - Ebenfalls in absehbarer Zeit will der Geschichtsverein Sangerhausen eine Broschüre über 80 Jahre Stadtbad veröffentlichen, arbeitet am nächsten Mitteilungsheft des Vereins und denkt darüber nach, den bereits erschienenen Büchern „Zwischen Kaiser und Treuhand. Aufstieg und Untergang der Maschinenfabrik Sangerhausen“ (2006) und „Von Gasbehälter und Drehstrommotor. Streiflichter zur Geschichte der Energieversorgung in Sangerhausen seit 1869“ (2008) eine weitere Veröffentlichung zur Industriegeschichte folgen zu lassen. - Und im Jahr 2012 erscheint schließlich zur 900-Jahrfeier der Gemeinde Bennungen eine Festschrift. - Auch in Oberröblingen/Helme wird neues heimatkundliches Material verlegt; nachdem bereits 2010 ein Buch zur Ortsgeschichte veröffentlicht worden ist, folgt im April eine Fortsetzung. - Wie bereits angekündigt, wird im kommenden Jahr im Verlag des Heimatvereins Aratora ein Buch mit dem Arbeitstitel „Die Unstrut - Ein Fluss und seine Geschichte(n)“ über das historische Leben in den Ortschaften zwischen Thüringer Pforte und Burg Wendelstein publiziert (unser Bild: Mühlgraben und Mühle Liebe in Artern). - Auch die sehr umfangreiche „Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Thüringen. Kyffhäuserkreis“, zu deren Erstellung seitens des Heimatvereins ARATORA immer wieder gern Zuarbeiten geleistet worden sind, nimmt allmählich Gestalt an. Ebenfalls im Jahr 2012 wird diese Gesamtdarstellung der Denkmale in unserem (Noch)-Kreis veröffentlicht, wie uns Autor Dietrich Wiegand aus Hemleben mitteilte. - Zu gegebener Zeit wird an dieser Stelle über angesprochene sowie weitere Veröffentlichungen und Reprints berichtet.


Mittwoch, 16. März 2011

Mit vier neuen Abbildungen aus alter Zeit ist heute unsere GALERIE erweitert worden, sodass die Zahl der zur Verfügung gestellten bildlichen Zeugnisse Arterner Geschichte sich allmählich den einhundert nähert. Die erste Abbildung zeigt den Bismarckplatz und einen Teil der Leipziger Straße um 1920. Ein weiteres Bild bringt eine Ansicht des Ratskellers um 1950, wobei besonders die heute nicht mehr existente Tür ins Vereinszimmer der Gaststätte zu beachten ist. Der westliche Ausgang der Harzstraße nahe des ehemaligen Kinos, vormals Standort eines mittelalterlichen Stadttores (des sog. Napptores), zeigt das nächste Foto. Vervollständigt wird unsere kleine Bildauswahl mit einem Gruppenfoto, ein Gemeinschaftsessen im Reichsarbeitsdienstlager Artern im Jahr 1938 darstellend. Weitere Bilder folgen demnächst.


Montag, 14. März 2011

Der Termin für den bereits avisierten öffentlichen Vortrag über „Arbeiten und Forschen im Archiv“ konnte dieser Tage verbindlich festgelegt werden: Freitag, 29. April um 18.30 Uhr in der Volkshochschule Artern. Als Referent hat sich Tommy Pfennig aus Erfurt, Verkehrshistoriker und Mitarbeiter am Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Dessau, angekündigt. Den meisten Geschichtsinteressierten ist Tommy Pfennig (auf unserem Bild in der Mitte) besser bekannt als engagierter Forscher zur Geschichte der Kyffhäuserkleinbahn Artern-Berga/Kelbra. (Erst Anfang Dezember vergangenen Jahres präsentierte er eine große Anzahl sehr attraktiver Bilder zu dieser Thematik während eines Vortrags in Artern.) Diesmal berichtet er jedoch aus seiner Archivarbeit und bietet sowohl Archiv- und Museumsmitarbeitern als auch Geschichtsvereinen, Heimatfreunden, Ortschronisten und Genealogen an, sich über Möglichkeiten und Umfang eigener Forschungen in verschiedenen Archiven Mitteldeutschlands und der Bundesrepublik zu informieren. Darüber hinaus hat er angekündigt, eine Vielzahl von Informationsunterlagen zur Archivarbeit mitzubringen. Zu gegebener Zeit wird noch ausführlicher für diese Veranstaltung geworben. – Vorerst freuen wir uns aber auf den Vortrag von PD Dr. Klaus-Peter Wechler, der archäologische Funde an der A 71 vorstellt, am Donnerstag, 24. März 2011 um 19.00 Uhr im Rathaus Artern.


Porträt von Henritte Lüttich, geb. Schall

Samstag, 12. März 2011

Mit Gabriele Breuckmann nebst ihrer Schwester hatte sich vergangenen Donnerstag sehr angenehmer Besuch aus Düsseldorf angemeldet. In Sachen Genealogie aus Leipzig kommend, machten die Familienforscherinnen aus NRW Zwischenstation in Artern, um im Stadtarchiv neue Quellen zu ihren Ahnenfamilie Weidlich (Oberer Hof) zu erschließen bzw. mit dem Heimatverein ARATORA schon länger bestehende Kontakte zu pflegen. Bereits ein paar Tage zuvor hatte Gabriele Breuckmann einige sehr schöne und bislang unbekannte Porträts aus der eigenen Ahnengalerie (Fotos, Stiche und Gemälde – unser Bild zeigt Henriette Lüttich, geb. Schall) nach Artern geschickt. Für die Ortsgeschichtsforschung ist diese freundliche Überlassung interessant und wichtig, hatten doch einige der Dargestellten ihren Wohnsitz in Artern bzw. waren in das Geschehen unserer Stadt involviert (Familien Weidlich, Lüttich, Schall). Erwähnte Abbildungen korrespondieren hervorragend mit den uns vor wenigen Wochen aus Köln zugesandten familiengeschichtlichen Unterlagen, über die am 26. Februar näher berichtet worden ist. - Im Gegenzug konnte seitens des Vereins Kontakt zu einer Forscherin aus Marburg hergestellt werden, die gleichfalls u. a. zu den Familien Lüttich und von Lepel (beide auch in Artern) recherchiert. Die Ergebnisse beider Damen werden sich im Kontext gut ergänzen. - Im persönlichen Gespräch mit Gabriele Breuckmann vor zwei Tagen wurden neben reichhaltigem Informationsaustausch auch neueste bildliche Erwerbungen vorgestellt, u. a. ein Album der hiesigen Gutbesitzerfamilie Lüttich mit Aufnahmen um 1920 aus Niemegk in Brandenburg sowie sehr schönen privaten Fotos aus Artern (u. a. Veitskirche, Ritterstraße, Unterer Hof, Oberer Hof mit Teilansicht der Saline, Familienaufnahmen). Diese bislang ungekannten Bilder werden demnächst für unser Vereinsarchiv als Scans zur Verfügung gestellt. Zur Weitervermittlung werden immer noch Bilder oder Unterlagen zum Oberen und Unteren Hof sowie dem Schallschen Gut gesucht – wer helfen kann und möchte, wende sich bitte an den Vorstand.


Donnerstag, 10. März 2010

Eine ungewöhnliche Postkartensammlung fand vor einigen Tagen den Weg ins Archiv des Heimatvereins ARATORA. Hilde Haß, Ehefrau von Bäckermeister i. R. Wilhelm Haß aus Artern, überließ uns mehr als siebzig Schwarzweißaufnahmen mit bekannten, überwiegend deutschen Filmschauspielern vergangener Tage. Die hübsche Sammlung mit Belegen aus den 1940er und 1950er Jahren zeigt so bekannte und noch immer beliebte Mimen wie Heinz Rühmann, Hans Moser, Magda Schneider, Marika Röck (unser Bild), Johannes Heesters, Kristina Söderbaum, Caterina Valente, Theo Lingen, Rosita Serano, Zara Leander, Magda Schneider und viele, viele andere mehr. Auf etwas mehr als der Hälfte der Postkarten haben die Stars aus seligen UFA-Zeiten ihre Originalunterschriften hinterlassen. Leider sind weder Herkunft noch der Sammler dieser Postkarten bekannt. Trotzdem, ganz herzlichen Dank für den schönen Zug, die Sammlung zur Filmgeschichte nicht achtlos wegzuwerfen, sondern in interessierte Hände zu geben. Denn immer noch wird viel zu viel historisches Material, meist aus privatem Besitz, achtlos entsorgt. Ein Anruf beim Heimatverein würde reichen, um Unterlagen für die Zukunft sichern zu helfen. Machen Sie mit und unterstützen Sie uns beim Erhalt historischer Objekte!