Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen.


Reprint

Drei Arterner Namenregister kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung der Arterner Kirchen-Agenda von 1580 erbeten!


Unstrutbuch

Ausverkauftes Buch wieder erhältlich: „Die Unstrut“ als Nachauflage!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Versteinerter Baum

Sanierungsprojekt 2018/2019: Wiederherstellung des versteinerten Baums!

Nach erfolgreicher Sanierung des preußischen Provinzsteins sowie der Errichtung einer Kopie desselben im März 2018 wird postwendend vom Heimatverein ARATORA ein weiteres Denkmalprojekt in Artern angegangen: die Restaurierung des versteinerten Baumes an der Veitskirche. Das übermannshohe Denkmal besteht aus dutzenden größeren Einzelstücken von Kieselhölzern aus der Kyffhäuser-Region. Viele dieser Fossilien sind leider nicht mehr am Platz, und vor Jahren schon wurden die entstandenen Lücken lediglich provisorisch geflickt (unser Bild). Zudem ist der Fuß des Denkmals hinüber. Seinen Ursprung hat der versteinerte Baum in Aktivitäten im Vorfeld der Eröffnung des Heimatmuseums in der St. Veitskirche im Sommer 1937. Quasi als botanisches Zeugnis aus dem Erdaltertum sollte dieses Denkmal an die regionale Erdgeschichte erinnern. Der jetzige, etwas abseitige Standort an der Veitskirche wird später dahingehend verändert, dass der versteinerte Baum optisch auffälliger auf dem Rasengrundstück vor dem Langschiff der Kirche steht. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten und der damit verbundenen und nicht unerheblichen Kosten wird von vornherein mit einer etwas längeren Zeit gerechnet, um Spenden zu einzuwerben, brauchbare Originalstücke versteinerter Hölzer zu besorgen und die Sanierung als solche durchzuführen. Nichtsdestotrotz wird für die die Wiederherstellung dieses schönen Denkmals bereits jetzt um Spenden gebeten!


Alte Heimat Artern

Auflage von Bildband „Alte Heimat Artern“ geht zur Neige!

Bei der Suche nach einem attraktiven Weihnachtsgeschenk mit fairem Preis-Leistungsverhältnis ist auch in diesem Jahr der Heimatverein ARATORA wieder gern behilflich! Einerseits empfehlen wir natürlich die nach dem Zwiebelmarkt noch verbliebenen Restexemplare unseres (N)Ostalgie-Kalenders 2018 „Artern in den 60er bis 80er Jahren auf 24 Kalenderbildern“, wie auch den bereits am Freitag, 27. Oktober 2017 erschienenen Bildband „Alte Heimat Artern - Die Bildersammlung des Buchbindermeisters Wilhelm Leibnitz (1898-1983)“ aufmerksam gemacht werden soll! Auf 128 Seiten nimmt dieser alte Arterner Handwerker und Lokalpatriot aus der Leipziger Straße 12 die Interessenten auf eine bildliche Reise durch die Stadtgeschichte mit, die zeitlich zwischen den 1880er und den 1950er Jahren anzusetzen ist. Auf 124 Fotografien in Schwarzweiß wird Bekanntes und weniger Bekanntes aus der Vergangenheit Arterns gezeigt, sei es die Grundsteinlegung des Rathauses, der Markt, der Weinberg, das Industrieviertel, der Bahnhof (auch Kleinbahnhof West), die Innenstadt, die Kirchen, Schulen, Saline-Park, Mühlgraben und Unstrut, die Altstadt mit Saline, der Friedhof sowie Stadtansichten in der Totalen. – Der attraktive Band ist im handlichen Querformat A5 gedruckt, unser Bild zeigt den Buchumschlag mit Blick vom Weinberg auf die Stadt. Nach Auslieferung wird „Alte Heimat Artern - Die Bildersammlung des Buchbindermeisters Wilhelm Leibnitz (1898-1983)“ im „Guten Buch“ Artern und über den Heimatverein ARATORA erhältlich sein. Der Verkaufspreis beträgt 12,00 Euro. Bitte aber zu beachten: Die Auflage beläuft sich auf gerade einmal 300 Exemplare! Interessenten mögen bitte deshalb nicht allzu lange warten, weil eine zweite Auflage kaum möglich sein wird.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere neuen Bücher!

Auch für unsere nächsten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fünfundzwanzig Jahren Publikationstätigkeit mit mehr als dreißig Büchern über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden mittlerweile zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Für unsere jüngsten Veröffentlichungen – die Chroniken "Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben" sowie „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert“, die "Beiträge zur Geschichte der Salinen in Artern vom 15. Jahrhundert bis 1928" und ganz besonders für "150 Jahre Kindergarten Magdalenenstraße in Artern 1865-2015" und "Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" – erhielt der Heimatverein ARATORA viele hunderte Bilddokumente aus privater Hand. Dafür unser besonders herzlicher Dank, und unsere Suche zur Sicherung und Publikation historischer Bilder geht weiter, so für die Ende 2017 geplante "Nachlese" unseres Unstrut-Buches. Dafür werden wiederum altes Bildmaterial und Fotomotive aus den Gemeinden zwischen diesen alten Unstrut-Burgen gesucht. Bitte helfen Sie auch hier bei der Motivfindung und stellen Sie uns die „Schätze“ aus Ihren Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen erhalten bleiben! – Den Spendern wird auf unserer Homepage sowie in den Veröffentlichungen namentlich gedankt, zudem werden deren Namen als Bildquelle bzw. Bildgeber veröffentlicht. – Trotzdem und aus leidiger Erfahrung nachstehend ein sehr ernstgemeinter Hinweis: alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. der Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie sind keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Onlinepräsenzen jedweder Art mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Ihre Kenntnisnahme!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: Eine zuvor auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung und Digitalisierung übergegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die alles anderen als geringen Kosten für die Komplettsanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist dieser Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. – Und im Februar 2018 wurde nach fast einjähriger Wiederherstellung im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bzw. wiederum bei Buchkünstlerin und Restauratorin Syrta Traub in Halle eine rundum erneuerte Kirchen-Agenda von 1580 an die evangelische Gemeinde Artern übergeben. Dieses zuvor im aufgelösten, hiesigen Pfarrarchiv befindlich gewesene Buch diente Arterner Pfarrern lange Zeit als Leitlinie zur Umsetzung der lutherischen Lehre und für das Gemeindeleben. – Zudem wurde durch den Heimatverein ARATORA ein größerer Teil der jährlichen Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern aus Privatbesitz erworben. Die zugesagte Schenkung an das zuständige Kirchenarchiv in Kindelbrück (Superintendentur) steht noch aus, da die Akten zuvor noch gesichtet und ausgewertet werden sollen. – Weitere Unterstützungen beim Erhalt wertvoller alter Bücher aus dem Bestand der Kirche Artern wird es auch in Zukunft geben!


Orgelweihe

Spendenaufruf auch 2018: Statik bedroht Orgel der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 300.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Maßen mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ bzw. deren nachfolgendes, aus Eisleben geholtes Instrument darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA über dessen Bankverbindung (siehe auf dieser Homepage unter VEREIN) oder gern auch in bar entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Zum Jahresende 2017 konnten so bereits 650,00 Euro Spenden an Pastorin Lena Burghardt überreicht werden, die innerhalb nur eines halben Jahres eruiert worden sind. Auch 2018 wird der Heimatverein ARATORA weiter für diesen Zweck sammeln: zu Veranstaltungen und bei Anlässen. Bitte helfen auch Sie mit, die Zeit drängt! – Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre anlässlich der Orgelweihe 1984 in Artern.


Dreiherrenstein

Dienstag, 24. April 2018

Kooperative Beziehungen zu Geschichtsfreunden, die sich der Historie des Arterner Ortsteils Schönfeld widmen, erbrachten erst vergangene Woche neben anderem Material einen heimatgeschichtlich bedeutsamen Hinweis auf ein wohl nicht mehr existentes Kleindenkmal: den Dreiherrenstein. Zur besseren Orientierung und Auffindung von dessen Standort wurde auf der erhaltenen historischen Nachricht eine Kartenskizze angefertigt (unser Bild). Die Zeichnung zeigt die Unstrut zwischen Schönfeld und Bretleben, mittig der Anfang des nach Osten hin verlaufenden Flutkanals. Gleich westlich beider Fließgewässer ist der Verlauf eines noch immer bestehenden, schmalen Flutgrabens sichtbar, der von Norden her kommt und nach Bretleben umbiegt. Der Standort des Dreiherrensteins befindet sich demnach am linken Ufer der Unstrut, etwa auf Höhe der Einlassschleuse des Flusses in den von Bauingenieur Hermann Wurffbain geschaffenen Flutkanals. – Zur Erklärung des Namens teilt eine handschriftliche Notiz auf dem Blatt mit: „Der Dreiherrenstein ist eigentlich ein Vierherrenstein: Flur Ringleben (Schwarzburg-Rudolstadt), Flur Schönfeld (Kreis Sangerhausen), Fluren Reinsdorf und Bretleben (Kreis Eckartsberga) [alle drei im Königreich Preußen]. Ein idyllischer weltabgeschiedener Fleck! Dazu paßt die Warnungstafel: „Zigeunern ist das Lagern hier und in der Umgebung strengstens verboten. Reinsdorf, den 4. Juni 1918. Der Amtsvorsteher.“ Schöner Blick auf die [geologischen] Schnittstufen der Hainleite und der Schmücke. Der Name Entenecke [Flurname des Ackers, wo das Kleindenkmal stand] findet sich öfter. […] Über die 1924-1927 ausgeführte Entwässerung der benachbarten Ringleber Riethseite siehe die Chronik von Ringleben. Über den Flutkanal siehe die Reinsdorfer oder die Ritteburger Chronik.“ – Bekanntlich widmet sich auch der Heimatverein ARATORA der Erforschung und dem Erhalt von Kleindenkmalen in Artern und Umgebung. Heimatfreunde und Interessierte werden deshalb aufgerufen, mögliche Kenntnisse über den Dreiherrenstein mitzuteilen. Denn: nicht nur Pflege und Erhalt bestehender, sondern auch die Erfassung und Erforschung nicht mehr existenter Gedenksteine usw. sind Kernthemen der Kleindenkmalforschung. Bisher liegen aber lediglich oben beschriebene und gezeichnete Informationen vor, sodass weitere historische Erkenntnisse besonders aus Bretleben, Reinsdorf, Ringleben und Schönfeld zu erwarten sein dürften. Es kann derzeit nur vermutet werden, dass der Dreiherrenstein zu Beginn der preußischen Kreiseinteilung 1816 oder vielleicht später, im Zuge der Errichtung der Einlassschleuse des Flutkanals (also um 1860) errichtet worden ist. – Ein erster Abgleich mit dem Messtischblatt Artern (Nr. 2675, neue Nr. 4633, topografische Karte 1:25.000, hrsg. 1905 mit späteren Nachträgen, Reichsamt für Landesaufnahme, 1938) erbrachte leider keinen Erfolg: ein Denkmal an besagter Stelle war weder mit Symbol noch Schriftzug vermerkt. Weitere alte Landkarten müssen noch zurate gezogen werden. Ebenso steht ein Vororttermin an der Unstrut noch aus.


Kindergarten II

Freitag, 20. April 2018

Ein interessantes und in der Rückschau sogar recht lehr- und unterhaltsames Stück lokaler DDR-Bildungsgeschichte, in einer große Chronik verpackt, liegt seit kurzem als Leihgabe zur Digitalisierung vor. Der Inhalt des dickleibigen Folianten: Gründung und Entwicklung des Kindergartens II in der Saline Artern von 1965 bis Ende der 1980er Jahre, illustriert mit weit über hundert schönen Fotos des Gebäudes (vormals Saline-Kaue) und dessen Umfelds, des Spielgeländes, von Kindern und Erzieherinnen sowie diversen Anlässen. Mitte Mai 1965 startete die neue Einrichtung der Stadt Artern oberhalb des ein Jahr zuvor errichteten Sportstadions „15. Jahrestag“ mit einer Kapazität von 144 Kindern in sieben Gruppen. Als Gründe der Errichtung werden explizit genannt: „Steigende Kinderzahl - große Nachfrage nach einem Kindergartenplatz“. – Als Element der damaligen Volksbildung war auch der Kindergarten II in das sozialistische Bildungssystem involviert. Das schlägt sich in auf vielen Seiten der Chronik nieder, mindert aber deren Aussagegehalt nur wenig. Im Gegenteil: Neben zahlreichen handschriftlichen Schilderungen des abwechslungsreichen Alltages der Mädchen und Jungen gibt es vielfach Zeitungsartikel, Berichte über Feiern und Anlässe, über diverse Solidaritätsaktionen, Besuche von Sehenswürdigkeiten in Artern und Umgebung usw. Auch über die externe Position der achten Kindergruppe des Kiga II, die mehr provisorisch in einem Holzhaus nahe des Wannenbades der Saline residierte, wird textlich und bildlich berichtet. Volkskundlich von besonderen Interesse sind jene Abbildungen, die Einblicke in das tägliche Geschehen des Kindergartens erlauben: Spielen und Toben im Freien (unser Bild) und in den Räumlichkeiten, Sport, gemeinsames Essen, Körperpflege, Schlafen im Freien, Festlichkeiten usw. Und immer wieder werden auch die Verbundenheit der Erzieherinnen und der Kinder mit ihrer Heimatstadt Artern bildlich dokumentiert und schriftlich fixiert. Als besonders originelles Motiv auf den zahlreichen Fotos ist zunächst jenes zu nennen, das den „legendären“ Hugo Fiedler, weiland Erster Sekretär der SED-Kreisleitung Artern (im Amt 1958-1975), besucht von Kindern aus dem Kindergarten II, zeigt. Ein weiterer Schnappschuss stellt eine mehrere Meter große „Weltraumrakete“ made in „CCCP“ und versehen mit einem knallroten Sowjetstern dar, die vor dem alten Siedehaus der Saline als Spielgerät platziert worden war.


Solekästen

Dienstag, 17. April 2018

Der Nordthüringer Verband HeimatKultur e.V. lädt am kommenden Wochenende herzlich zum diesjährigen Tag der Heimatgeschichte im Kyffhäuserkreis nach Bad Frankenhausen ein. Anlass für die mittlerweile 13. Tagung ist das Jubiläum „200 Jahre Soleheilbad Frankenhausen“. Deshalb steht die Veranstaltung unter dem Titel „Salz – in all seinen Facetten, von der Salzgewinnung bis zum Heilmittel“. Der Tag der Heimatgeschichte spricht besonders Geschichts- und Heimatvereine, Ortschronisten, Heimatfreunde bzw. Interessierte an und findet am Sonnabend, 21. April 2018 im Festsaal des Regionalmuseums statt. Beginn ist 9.00 Uhr, Tagungsbeitrag: 4,00 Euro. – Das „weiße Gold“ hat bekanntlich den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt Frankenhausen seit dem Mittelalter entscheidend bestimmt. Heute wird die Sole als Heilmittel genutzt, und das Kurwesen sowie der Tourismus sind wichtige wirtschaftliche Zweige. Zur Geschichte des Salzwerks in Frankenhausen wird Dr. Ulrich Hahnemann sprechen, während sich Museumsleiterin a. D. Renate Weinert dem Leben und Wirken von Dr. Wilhelm August Gottlieb Manniske, dem Gründer des Krankenhauses in Frankenhausen (1799 in der Münze), widmet. Petra Wäldchen referiert dann über „200 Jahre Soleheilbad Frankenhausen“, ehe sich Reiner Seidel dem Thema „Kali in unserer Region“ annimmt und an dessen Abbau und Bedeutung erinnert. In der Kaffeepause laden die Ausstellungsräume des Regionalmuseums zu Erkundungen ein. Nach dem Mittagessen soll der neugestaltete Kurpark und der SoleWasser-VitalPark besichtigen, zudem kann beim Schausieden von Solewasser zu Rohsalz zugesehen werden. – Unser Bild zeigt eine Impression aus der Mitte des 20. Jahrhunderts von einem benachbarten Zentrum der Salzproduktion: hölzerne Solekästen in der Saline Artern.


Saline-Karte

Freitag, 13. April 2018

Eine 82 Jahre alte Karte mit äußerst detaillierter Darstellung des Betriebsgeländes der Arterner Saline ist bereits vor Ostern schenkungsweise dem Archiv des Heimatvereins ARATORA zugeführt worden und wird künftig bei der ortsgeschichtlichen Arbeit sicherlich gute Dienste leisten. Der Plan wurde 1936 gezeichnet und misst stolze 97 x 80 Zentimeter. Die farbige Zeichnung ist auf eine aufklappbare derbe Pappe mit Beschichtung aufgezogen. Das Hauptgelände der Saline zwischen Unstrut und der damaligen Hindenburg-, heute Breitscheid-Straße wurde im Maßstab 1:1.000, jenes am Mühlgraben mit der „Kunst“ neben der Mühle Liebe im Maßstab 1:500 gezeichnet. Diese hohen Auflösungen der bildlichen Wiedergabe werden künftige Recherchen erheblich begünstigen. Als nächster Schritt soll die Karte mit großer Pixelzahl eingescannt werden, um einerseits eine digitale Sicherung zu erhalten, andererseits um damit optimal am Bildschirm arbeiten zu können, ohne das Original unnötig strapazieren zu müssen. – Neben der ausführlichen Wiedergabe und Beschriftung der Bebauung der Saline mit diversen Gebäuden für die Produktion, für entsprechende Hilfsprozesse sowie die Wohn- und Stallbauten (alle mit Nummerierungen und Größenangaben der Grundstücksvermessung) sind weiterhin sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen eingezeichnet worden. Im Einzelnen können jetzt nachvollzogen werden: Verlauf der Quell-, Unstrut-, Soleleitungen, der Abwasser- sowie der elektrischen Kabelleitungen, zudem die Standorte der Motor- und Kübelspritzen, Nass- und Trockenlöscher sowie Sandkästen, letztere sämtlich zur Feuerabwehr. Interessant sind auch eingezeichnete, längst vergessene Namen, so Unstrut- und Pflaumenweg im Parkbereich. Detailliert wiedergegeben wurden auch die Dammanlagen der Unstrut, die Gleisführung der Eisenbahn zur Saline und viele weitere, sehr aufschlussreiche bauliche, technische und technologisch relevante Einzelheiten. – Der „Lageplan der Saline Artern“, in Staßfurt von einem Markscheider (Name unleserlich) angefertigt, ist eine hervorragende Ergänzung zum bereits beim Verein vorliegenden historischen Kartenmaterial mit Gesamt-, Teil- und innerstädtischen Darstellungen von Artern bzw. Flurkarten aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Unser hier nur sehr kleinflächiger Bildausschnitt zeigt den Bereich des oberen Salinentors, u. a. mit den vier Soletanks, Maschinenhaus, der Transformation, Wohnhäusern und Turnhalle.


Ausstellung Gerichte

Dienstag, 10. April 2018

Die Nahrungsforschung als volkskundliche Disziplin widmet sich der Erkundung der sozialen und kulturellen Bedeutung von Essen und Trinken in Geschichte und Gegenwart sowie der früher und jetzt verwendeten Küchengerätschaften bzw. jeweiligen Tischsitten. Als relevantes Thema steht die Ernährungsgeschichte auch im Fokus der aktuellen Sonderausstellung des Spengler-Museums in Sangerhausen. Schlaglichtartig werden dort die Speisen selbst, deren Zubereitung und Häufigkeit des Verzehrs sowie die hierzu benötigten Hilfsmittel in der Küche und am Esstisch präsentiert. Am vergangenen Sonnabend wurde die Schau mit dem Titel „Geschirr, Geschichte, Gerichte“ von Museumsleiterin Monika Frohriep (Mitte) unter Teilnahme zahlreicher Heimatfreunde aus Mansfeld-Südharz und dem Kyffhäuserkreis eröffnet (unser Bild). Den Grundstock der neuen Exposition lieferte der 1933 verstorbene Sangerhäuser Stadtchronist Friedrich Schmidt, der ebenso volkskundliche und kulturgeschichtliche Themen in seine Forschungen einbezog. So hat der bekannte Heimatforscher auch Informationen über die Ernährungsweise in unserer Region vor gut 200 Jahren hinterlassen. Als Archivar des alten Sangerhäuser Geschichtsvereins sammelte er zudem Objekte zur regionalen Ernährungsgeschichte. Die Ausstellung geht von Friedrich Schmidts Aufzeichnungen und Texten aus und zeigt vom historischen Küchenutensil bis zum Tafelgeschirr zahlreiche Objekte aus der Sammlung des Spengler-Museums. Dazu gibt es Informationen, was und wie früher gegessen wurde, und natürlich auch historische Kochrezepte. Von mittelalterlichen Kochstätten am offenen Feuer bis hin zum gutbürgerlichen Esstisch für den Sonntagsbraten reichen die Schaustücke, wobei auch näher auf Einzelthemen eingegangen wird: Kuchen, Zucker, Kaffee, Bier, Branntwein, Wasser. – Die gezeigten Objekte stehen durchaus stellvertretend für die Esskultur in vergangener Zeit und zugleich auch mit Abstrichen für einen weiteren regionalen Umkreis. Somit können Heimatkundler und Interessierte durchaus Schlüsse ziehen, wie früher auch in ihren Orten Essen zubereitet und verzehrt worden ist. – Die wiederum sehr aufschlussreiche und attraktive Sonderausstellung ist noch bis zum 16. September 2018 zu sehen – es ist also Zeit genug, dem Spengler-Museum mit seinen einmaligen Sammlungen zur heimischen Geologie, Paläontologie, Naturkunde, Archäologie, Mediävistik, Regional-, Stadt- und Zeitgeschichte einmal wieder einen Besuch abzustatten!