Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen.


Reprint

Drei Arterner Namenregister kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung des Wappensteins der Arterner Saline (um 1730) erbeten!


Unstrutbuch

Seit 26. Mai 2017 wieder erhältlich: „Die Unstrut“ als Nachauflage!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Kalender 2018

Arterner (N)Ostalgie-Kalender für 2018 wirft bereits Schatten voraus!

Noch bis Ende des Jahres begleitet der aktuelle (N)-Ostalgie-Kalender 2017 hunderte Geschichtsfreunde und Heimatinteressierte in Artern und außerhalb mit Motiven aus der jüngeren Vergangenheit unser Stadt durch die Wochen und Monate. Und auch im kommenden Jahr soll es einen solchen Wandschmuck in gewohnter Art und Weise geben. Zum Zwiebelmarkt am 7. und 8. Oktober wird der begehrte Druck wiederum an einem Info-Stand zum Stückpreis von nur 8,00 Euro angeboten. Mit Unterstützung von zwölf Bildgebern konnten dem Kalender erneut 24 bildliche Motive sowie weitere Fotos beigegeben werden. Folgende insgesamt 32 Abbildungen kommen bald zum Abdruck: Gärtnerei Gerlach mit Schlossstraße sowie Kirche und Rathaus als Titelblatt (unser Bild), Unstrut-Wehr, Kinderkrippe Leipziger Straße und Sündergasse auf der Vorwortseite, zudem Poliklinik und Veitskirche auf der Seite des Jahreskalenders 2018. Die vierzehntägig wechselnden Blätter zeigen: winterlicher Solebach, Rodelbahn auf dem Weinberg, Lastwagen am Geschwister-Scholl-Platz, Voigtstedter Straße, Blick von der Unstrut-Brücke, Vorfrühling im Talgebind, Sicht vom Kirchturm zum Weinberg, Frühlingsspaziergang durch die Saline, Schichtschluss in der Kyffhäuserhütte, Kinder im Sole-Schwimmbad, Altbauten in der westlichen Leipziger Straße, Abrisshaus am Geschwister-Scholl-Platz, Hotel von der Alten Poststraße aus, Marktplatz mit PKWs, obere Ritterstraße mit Getränkestützpunkt, Neubau „Flacon“ in der Ritterstraße, POS „Wilhelm Pieck“, Promenade, Erntedankfest, Saline mit Solebehältern und Altstadt, Metallkunstwerk im Kulturzentrum, Friedhof mit Quelle, Kinder auf dem Weinberg und Blick in die Marienkirche. Die Seite des Jahreskalenders 2018 zeigt die Superintendentur sowie das alte Hotel. – Der Heimatverein ARATORA hofft, dass auch diese bevorstehende Kalenderausgabe wiederum viele Freunde finden wird! Vor der Veröffentlichung zum Zwiebelmarkt wird rechtzeitig in der Presse an diese neue Publikation erinnert. Ab 9. Oktober bietet dann auch „Das Gute Buch“ Artern unseren neuen Kalender an. Bitte zu beachten: die Auflage ist nicht sehr hoch, die Nachfrage aber schon; eine Nachauflage, wie im vergangenen Jahr geschehen, wird es für die Ausgabe 2018 definitiv nicht geben! – Auch hinsichtlich des (N)-Ostalgie-Kalenders 2019 wurden sich bereits Gedanken gemacht. Zur dreißigsten Wiederkehr des politischen Zusammenbruchs des real existierenden Sozialismus in der DDR bzw. in Erinnerung an die sich anschließende Wiedervereingung wird an diese ereignisreiche, großartige und aufregende Zeit der jüngeren deutschen Geschichte erinnert. Mit dem Kalender „Ende und Anfang – Artern in der „Wende“-Zeit“ sollen dann Bilddokumente aus den Jahren 1989/1990 gezeigt werden, die Geschichtsfreunde aus Einbeck während ihrer zahlreichen Besuche in Artern vor mittlerweile fast drei Jahrzehnten gemacht haben.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere neuen Bücher!

Auch für unsere nächsten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fünfundzwanzig Jahren Publikationstätigkeit mit mehr als dreißig Büchern über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden mittlerweile zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Für unsere jüngsten Veröffentlichungen – die Chroniken "Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben" sowie „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert“, die "Beiträge zur Geschichte der Salinen in Artern vom 15. Jahrhundert bis 1928" und ganz besonders für "150 Jahre Kindergarten Magdalenenstraße in Artern 1865-2015" und "Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" – erhielt der Heimatverein ARATORA viele hunderte Bilddokumente aus privater Hand. Dafür unser besonders herzlicher Dank, und unsere Suche zur Sicherung und Publikation historischer Bilder geht weiter, so für die Ende 2017 geplante "Nachlese" unseres Unstrut-Buches. Dafür werden wiederum altes Bildmaterial und Fotomotive aus den Gemeinden zwischen diesen alten Unstrut-Burgen gesucht. Bitte helfen Sie auch hier bei der Motivfindung und stellen Sie uns die „Schätze“ aus Ihren Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen erhalten bleiben! – Den Spendern wird auf unserer Homepage sowie in den Veröffentlichungen namentlich gedankt, zudem werden deren Namen als Bildquelle bzw. Bildgeber veröffentlicht. – Trotzdem und aus leidiger Erfahrung nachstehend ein sehr ernstgemeinter Hinweis: alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. der Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie sind keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Onlinepräsenzen jedweder Art mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Ihre Kenntnisnahme!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: eine auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung gegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die gesamten Kosten für die komplette Sanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist der Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. Derzeit in Arbeit ist die Sanierung einer sog. Kirchen-Agenda von 1580, die Arterner Pfarrern als Leitlinie zur Umsetzung der lutherische Lehre und für das Gemeindeleben diente. Diverse handschriftliche Notizen früherer hiesiger Geistlicher zeugen vom regen Gebrauch, daraus resultierend auch der derzeitige Erhalt des Buches. Nach der voraussichtlichen Wiederherstellung im Herbst 2017 wird der Heimatverein ARATORA auch diese Agenda dem Pfarramt Artern als Schenkung überlassen. Weiterhin wird noch im Jahr des Reformationsjubiläums ein größerer Teil der Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern, vom Heimatverein ARATORA aus Privatbesitz aufgekauft und derzeit noch beim Vereinsvorstand befindlich, an das hiesige Pfarramt übergeben und wird somit Interessierten bald wieder zugänglich sein. Diesen Unterlagen beigefügt werden zwei kirchlich relevante Akten aus dem späten 17. Jahrhundert, verfasst nur wenige Jahre nach dem großen Arterner Stadtbrand von 1683, weiterhin drei wertvolle, gedruckte Bücher mit kirchlichen bzw. regionalgeschichtlichen Inhalten aus dem 18. Jahrhundert. All diese Akten und Druckwerke stammen aus dem vor vielen Jahrzehnten aufgelösten und seither verschollenen Archiv der damaligen Superintendentur in der Nordhäuser Straße.


Orgelweihe

Spendenaufruf: Statik bedroht Orgel in der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 200.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Maßen mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr in sich verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA über dessen Bankverbindung (siehe auf dieser Homepage unter VEREIN) oder gern auch in bar entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden jeweils umgehend der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Vielen herzlichen Dank dafür. Die Zeit drängt! – Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre anlässlich der Orgelweihe 1984 in Artern.


Zitat Goethe

Dienstag, 25. Juli 2017

In Zeiten von WhatsApp, Twitter und Facebook und mit diesen Medien weltweit verbreiteten Mitteilungen, nicht selten trivial bzw. niveaulos, hat das altgediente Poesiealbum offenbar keine Chance mehr. Umso schöner, wenn sich diese alten Dokumente erhalten haben. Kürzlich erhielt der Heimatverein ARATORA ein solches Sammelbuch aus den Jahren 1927 bis 1931, einst Irmgard Horch aus Artern gehörend. Deren Vater Ernst Horch war Kaufmann und mit seinem Geschäft für Manufakturen und Schuhmode am Bismarckplatz 8 ansässig. Neununddreißig Personen aus Artern haben sich im Poesiealbum, dass aus Lengede/Broistedt bei Salzgitter in Niedersachsen zur Verfügung gestellt worden ist, mit Zitaten und Lebensweisheiten verewigt. Bei den Eintragenden handelt es sich neben der Familie, Lehrerschaft und Geistlichkeit überwiegend um Schulkameraden von Irmgard Horch, Geburtsjahr um 1915. Es haben sich vor rund neunzig Jahren folgende Personen aus Artern in das Poesiealbum von Irmgard Horch eingetragen: Tante Else Horch, Onkel Fritz Horch, Ernst Henze, Superintendent Wilhelm Kessler, Rektor Hermann Ritter, Pastor Paul Bauermeister, Lehrer W. (unleserlich), Lehrer Moritz Eberhardt, Lehrerin Marta Warich, Lehrer Walter Prüfert, Lehrer Hugo Kahl, Lehrer Max Sziede, Lehrer Erich Briest, Lehrer Erich Metzner, Lehrerin Lotte Mahlo, Elfriede Campesato, Eva Pomtow, Margarete Rosenau, Marianne Eckart, Edith Pochert, Rosa Reinhardt, Ursula Stoffer, Gertrud Abicht, Lotte Reinhardt, Charlotte Hesse, Käthe Mayer, Elfriede Götte, Richard Unkrodt, Heinz Sander, Herbert Schütze, Hildegard Oppermann, Hanna Müller, Irmgard Trinks, Gertrud Wölfer, Gertrud Kuhwald, Marianne Muth, Gerdi Moog, Charlotte Sander und Gerda Reinhardt. – Falls Familienforscher oder Interessierte hier ihre Ahnen und/oder Verwandten finden sollten, wird gern auf Anfrage die entsprechende Seite mit relevanter Schriftprobe aus dem Album per Email zugesandt. – Unser Bild zeigt eine Seite des Poesiealbums mit Zitat aus Goethes „Zahme Xenien“: „Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht; wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht“, zur zeitlosen Beherzigung damals niedergeschrieben von Lehrerin Lotte Mahlo.


Artern 1843

Dienstag, 18. Juli 2017

Vier Gemälde mit stadt- und regionalgeschichtlicher Relevanz wurden kürzlich dem Heimatverein ARATAORA leihweise zwecks Digitalisierung überlassen. Deren ältestes ist jenes von 1819, das vom Goldschmied Ernst Sann (1778-1857) gemalt worden ist und auch im Arterner Heimatbuch von Ewald Engelhardt (1913) auf Seite 231 publiziert wurde. Das uns vorliegende farbige Bild zeigt das Wasserschloss, den Saline-Kunstturm und die Mühle an der Unstrut. Offenbar handelt es sich hierbei um einen ersten Entwurf oder aber um eine später nach der Vorlage des Originals von Sann hergestellte Kopie. Sichtbar unter den Aquarellfarben sind die mittels Bleistift gemachten Vorzeichnungen der Motive. – Das zweite Bild (hier wiedergegeben) ist ein größerer Ausschnitt aus einer Gesamtdarstellung der Stadt Artern, sehr ähnlich jenem Gemälde von Moritz Hoffmann aus dem Jahr 1843 (vgl. Arterner Heimatbuch, S. 245). Der hier leider ungenannte Künstler hat im Vordergrund Bauern bei der Vesper dargestellt, dahinter mit viel Akribie das Weichbild der Stadt Artern mit Saline, Gradierwerken, Schachttürmen, Siedehäusern, Veitskirche und Altstadt. Jedoch die Marienkirche und die Neustadt fehlen; im Gegensatz zur von Ewald Engelhardt 1913 veröffentlichten Bildfassung. Besonders die Wiedergabe der städtischen Bebauung ist äußerst detailreich, wie im hochauflösende Scann erkennbar wird. Zur Konservierung ist auf das sehr farbenprächtige Gemälde vom Maler offenbar ein lackähnlicher Überzug aufgetragen worden. – Als Kunstwerk sowie vom Motiv her bislang völlig unbekannt ist ein Aquarell von Ewald Engelhardt (1879-1976) aus dem Jahr 1934, den Blick aus seiner Wohnung in der Puschkinstraße nach Westen hin zeigend: vorn der Hausgarten, dahinter die Schweinegasse sowie dort befindliche Fachwerk-Scheunen, zudem die Dachlandschaft der Harzstraße. Im Hintergrund erhebt sich majestätisch das Kyffhäuser-Gebirge im Abendrot. Entsprechend der dargestellten, fortgeschrittenen Tageszeit ist die Kolorierungen vom Künstler dezent und eher düster vorgenommen worden. – Als viertes Gemälde, offensichtlich auch ein Aquarell von Ewald Engelhardt, wird der Turm der Oberburg auf dem Kyffhäuser gezeigt, im Hintergrund die Rothenburg. Diese Darstellung ist jedoch mehr schemenhaft, zumal die bewaldeten Hänge nur mit breiten Pinselstrichen angedeutet sind. – Aufgrund dessen es sich bei beschriebenen Bildern um bislang unbekannte Unikate handelt, wurden diese auch noch nie veröffentlicht. Zumindest der Blick aus Engelhardts Wohnung auf die Schweinegasse und Harzstraße könnte in absehbarer Zeit in dem noch in Arbeit befindlichen Bildband „Artern 1925-1975“ Einzug halten, die anderen sicherlich zu gegebener Zeit zur Illustration von thematisch relevanten Texten. – Zudem konnte kürzlich im Rahmen von Unterstützungsarbeiten für eine Neuerscheinung zum historischen Arbeitsleben in und um Heldrungen erfolgreich Kontakt zu einem Bildgeber aufgenommen werden. In der Folge dessen sind dutzende historische Fotos gescannt worden, von denen etliche zur Illustration dieses für den Herbst 2017 geplanten volkskundlichen Buches dienen dürften. Mitgeliefert wurden zudem zahlreiche Farbdias mit für diese Veröffentlichung relevanten Motiven. Zur großen Freude fanden sich unter dem bereitgestellten Bildmaterial auch einige schöne alte Ansichten, die gut zur Bebilderung des zweiten Bandes unseres Unstrut-Buches taugen.


Funde Johannisstraße

Dienstag, 11. Juli 2017

Am 21. Juni 2017 begannen im oberen Teil der Wasserstraße und danach abbiegend in die Johannisstraße Tiefbauarbeiten, bei denen Rohrleitungen verlegt werden. Die aufbaggerten, nicht allzu breiten Gräben waren weit über zwei Meter tief, was durchaus auf den einen oder anderen archäologischen Funde oder Befund hoffen ließ. Doch bislang wurden diese Hoffnungen, trotz täglicher Kontrollgänge mit Fotodokumentationen, leider arg enttäuscht. So gut wie keine Scherben oder Knochen konnten im Aushub entdeckt werden, und dass, trotzdem wenigstens mittelalterliche und/oder frühneuzeitliche Keramiken in mäßigem Umfang aus dem Altsiedelgebiet der Neustadt zu erwarten gewesen wären. Die bislang lediglich vier gemachten Funde bestehen aus zwei Gefäßhenkeln (der größere mit Innenglasur, der kleinere mit Innen- und Außenglasur), vermutlich einem Gefäßrandstück (unser Bild) sowie einer noch undatierten (nicht industriell hergestellten) Dachziegel vom Typ Biberschwanz. – Das beim Straßenaufriss ausgebaggerte fundleere Lockermaterial kann als sekundär verbaute Füllmasse aus vorangegangenen Straßenbauarbeiten angesprochen werden, hinzu kommt Baukies, darunter befand sich anstehender Ton. Auch die durch die Baggerschaufel entstandenen Profile brachten keinerlei archäologisch relevanten Erkenntnisse. Auch vom „unterirdischen Gang“, der vom Wohnhaus Wasserstraße 2 in Richtung des Rathauses verlaufen soll, war keine Spur zu entdecken, trotzdem ein Foto mit Bauarbeiten von Ende der 1950er Jahre eben jenen gemauerten Tunnel zeigt, der gerade durch Heimatforscher Ewald Engelhardt (1878-1976) inspiziert wird. Ebenso fehlen eindeutige Brandschichten im Erdreich, die auf die großen Stadtfeuer, vor allem im 17. Jahrhundert, hindeuten könnten. Es wird sich zeigen, ob im Verlauf der weiteren Straßenarbeiten doch noch vermehrt Funde zutage treten. Merkwürdig und enttäuschend ist die jetzige Situation aber schon, denn während der umfassenden Sanierung der Straßen der Altstadt in den 1990er Jahren waren zahlreiche glasierte und unglasierte Scherben sowie Knochen an Tageslicht gelangt. – Die bisherigen Pflasterungen mit den in Jahrzehnten völlig abgefahrenen Schlackesteinen in den jetzt schon aufgerissenen bzw. noch unter die Baggerschaufel kommenden Straßenabschnitten wurden zuvor umfänglich fotografisch dokumentiert, ebenso der potentielle Abriss-Giebel der Ruine Harzstraße 22 und das gleichfalls zur Einebnung bestimmte Wohnhaus Fräuleinstraße 20 im ehemaligen Schulkomplex.


CG2017-02

Dienstag, 4. Juli 2017

Die jüngste Ausgabe 2/2017 der Zeitschrift „Computer-Genealogie“ (unser Bild) nimmt sich mit dem Thema „Wo unsere Ahnen wohnten“ wichtigen geographischen Komponenten innerhalb der Familienforschung an, denn das Problem der exakten Identifikation von Ortschaften ist in der Praxis oftmals vordergründiger als angenommen (vgl. aus unserer Region z. B. Reinsdorf, Ringleben oder Esperstedt sowie nicht mehr existente Orte, weil längst eingemeindet und/oder umbenannt). Mit folgenden Artikeln wird sich dieser Thematik genähert: „Kleinwalbur, wo ist das nur?“, „Landkarten – Quellen für den Familienforscher“, „GOV – Das Geschichtliche Ortsverzeichnis“, „Von Abtsdorf bis Zwuschwitz – Orte in sächsischen Gerichtsbüchern sichtbar gemacht“ sowie „Die Topothek – Für jeden Ort ein Online-Archiv“ (betrifft nur Österreich). Ganz anderes und für (bezahlende) Forscher ärgerliches Thema anschließend: falsche Transkriptionen und Deutungen bei Ancestry, danach „DNA-Genealogie – Familiengeschichtsforschung plus Naturwissenschaft“, die sich mit der genetischen Herkunftsanalyse beschäftigt. Anschließend folgt ein Interview über die Kooperation des Vereins für Computer-Genealogie und dem Deutschen DNA-Forschungsprojekt „Living DNA“. Kurzmeldungen sowie Aktuelles über Genealogie-Software komplettieren die neue Ausgabe, die mit einem weiteren Thema zum Schwerpunkt dieses Heftes beschlossen wird: „Geschichtliche Ortsnamen in Genealogie-Programmen und ihre Verknüpfung zum GOV [Geschichtliches Ortsverzeichnis]“. – Erneut hat es die Redaktion der Zeitschrift „Computer-Genealogie“ geschafft, wichtige thematische Hilfestellung und Handreichungen für Familienforscher zu geben. Mehr dazu wie immer auf http://compgen.de/. Die nächste Ausgabe ist für den 15. September 2017 angekündigt, dann ist „Familienforschung mit Kindern und Jugendlichen“ das avisierte Schwerpunktthema. – Nachsatz: Der Heimatverein ARATORA bietet gern Hilfe bei der Identifizierung von historischen Ortschaften dahingehend an, auf Anfrage entsprechende Eintragungen aus dem mehr als eintausend Seiten umfassenden „Neumanns Orts-Lexikon des Deutschen Reichs – Ein geographisch-statistisches Nachschlagebuch für deutsche Landeskunde“ aus dem Jahr 1894 kostenlos mitzuteilen.


Jurassic Harz

Dienstag, 27. Juni 2017

Geologie und Paläontologie stehen in der hiesigen Heimatforschung zwar nicht unbedingt auf den vordersten Rängen, trotzdem ist die Beschäftigung mit diesen Themenblöcken stets erbaulich und informationsreich, zumal z. B. mit Fossilien aus dem Karbon, Muschelkalk und Zechstein (Kieselhölzer, Ammoniten, Seelilien und „Kupferheringe“) interessante Zeugnisse der vorzeitlichen Lebenswelt auch in unserer Gegend gefunden werden können. Die etwas überregionale Ausweitung dieses Arbeitsbereiches nach Norden hin gewährt schließlich sogar Einlass ins Reich der Dinosaurier. Darüber berichten eine aktuelle Ausstellung im Staatlichen Naturhistorischen Museum Braunschweig sowie die zugehörige Publikation „Jurassic Harz“ von Benjamin Englich et al. – Am 1. April 2017 öffnet die gleichnamige Sonderausstellung, in deren Fokus Geschichte und Lebensweise eines Zwerg-Dinos aus dem Harz stehen: Europasaurus holgeri, ein Sauropode (Langhals) im Miniformat (aber immerhin noch mit neun Meter Länge) aus dem Oberen Jura, dessen Überreste in den 1990er am Nordharz entdeckt worden sind. Zur Jurazeit war der Harz eine Insel im Binnenmeer, wo sich wegen des begrenzten Lebensraums die Dinos zu kleineren Exemplaren entwickelten. Mit einem Plateosaurus aus Halberstadt wird zudem ein triassischer, somit älterer Prosauropode als Komplett-Montage präsentiert. Als optische „Reißer“ werden in Braunschweig einige große Fauna-Vertreter aus der mit Europasaurus gleichaltrigen Morrison-Formation der USA gezeigt: das 27 Meter lange Originalskelett des Diplodocus „Arapahoe“ aus Wyoming, der Raubsaurier Allosaurus „Big Al II“ sowie der Stegosaurus „Sarah“. – Die zugehörige und reich bebilderte Publikation (ISBN: 3899372204) umfasst 108 Seiten. Das sehr empfehlenswerte Buch komplettiert die spektakuläre Ausstellung Harzer und zeitgleich lebender US-Dinos in eindrucksvoller Weise und bringt Forschungswege bzw. -möglichkeiten der modernen Paläontologie nahe, und das quasi vor der Haustür! Darüber hinaus wird aufgezeigt, dass die Saurier-Forschung immer wieder Überraschungen parat hat und besonders auch im Harzer „Jurassic Park“ immer wieder neue spektakuläre Bewohner entdeckt werden. – Die Sonderausstellung „Jurassic Harz. Dinosaurier von Oker bis Wyoming“ wird nur noch bis 23. Juli in der Ausstellungshalle in der Hamburger Straße 267 in Braunschweig gezeigt. Ab August wird dann mit „Eiszeit-Safari“ eine neue Sonderausstellung in der Welfenstadt präsentiert, deren Titel bereits Beziehungen auch nach jenseits (südlich) des Harzes erahnen lässt. Schließlich ist unsere Heimat erwiesenermaßen „Mammut-Land“ gewesen! – In obigen Zusammenhängen sei auf die regional-geologischen Abteilungen der Museen in Sangerhausen, Bad Frankenhausen und Sondershausens hingewiesen, besonders aber auf die mittlerweile erweiterten Ausstellungsräume zur heimischen Erdkunde und Paläontologie des Fossilien-, Mineralien- und Bergbauvereins Steinthaleben e. V., ebendort in der Alten Schule, Kelbraer Straße.


Gartenzeit

Freitag, 20. Juni 2017

Die jüngste Schrift der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen nimmt sich auf 115 Seiten im handlichen A5-Format einem jahreszeitlich sehr aktuellen Thema an: „Gartenzeit – Was man sich vom (eigenen) Garten erzählt“ (unser Bild). Die Berichte dort datieren in jene nicht allzu ferne Zeit, als noch keine teils irrwitzigen und kleinkarierten Vorschriften des Bundeskleingartengesetzes Gültigkeit hatten und Gartenvorständen und/oder Mitgliedern graue Haare sprießen ließen! In siebzehn Artikeln berichten Autoren hier über ihre ganz persönlichen Erfahrungen, Ereignisse und Geschichten im und um den privaten Gartenbau in Thüringen. Sicherlich muss diese Art von Erlebnisniederschriften als eher leichte Lektüre bezeichnet werden, dennoch ist es wichtig, auch solche scheinbar banalen Geschehnisse aufzuzeichnen, um später einmal authentische Situationsbilder, hier überwiegend aus DDR-Zeiten, aus erster Hand nachlesen zu können. Über siebzig Fotos illustrieren die Neuerscheinung überwiegend in Farbe, aber auch historische Bilder wurden publiziert. Detailliert berichten die Verfasser, dass der Garten in der DDR vielmehr war als nur ein Ruhepol für gestresste Arbeiter und Angestellte in den Volkseigenen Betrieben und LPGs. Da wird vom Leben als Kleingärtner im Allgemeinen und Besonderen erzählt, vom Urbarmachen potentiellen Gartenlandes, vom Ungemach während der Errichtung einer Laube, von den gärtnerisch-individuellen Inspirationen bei der Gestaltung, auch über den Garten als Treffpunkt, sozialen Ort und Oase für Kinder usw. – Wer also wieder einmal richtig entspannt lesen möchte über die kleinen und großen Probleme, aber auch Annehmlichkeiten des privaten Gartenwesens im sozialistisch geprägten Umfeld, der möge 5,00 Euro für „Gartenzeit – Was man sich vom (eigenen) Garten erzählt“ ausgeben (ISSN 1619-5698). – Mit dem aktuellen kleinen Buch wird für den Leser erneut Volkskunde lebendig, greifbar und nachvollziehbar, auch wenn keine Gartengeschichte aus unserer unmittelbaren Umgebung veröffentlicht worden ist. Das sollte altgediente heimische Kleingärtner umso mehr anspornen, auch ihre Geschichte(n) aufs Papier zu bringen und damit der Nachwelt zu erhalten. Denn: wie stets in der Zeitgeschichts- und Volkskundeforschung gilt auch hier, wenn der letzte Zeitzeuge erst weg ist, dann ist es zu spät mit Informationen aus erster Hand, und zwar für immer! Daher ganz besonderen Dank für dieses nette Büchlein an die Autoren sowie vor allem an Dr. Gudrun Braune und Dr. Peter Fauser von der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle in Erfurt für die Zusammenstellung und Veröffentlichung von einigen Erinnerungen und Reminiszenzen rund um thüringische Laubenpieper, Kolonisten und Schrebergärtner. – Noch ein kurzer Hinweis in eigener Sache für die bevorstehende Urlaubszeit: während der Sommerferien in Thüringen, also ab nächster Woche und bis einschließlich der zweiten August-Woche 2017, werden die aktuellen Meldungen auf einen Bericht pro Woche reduziert. Danach erfolgt, wie gehabt, die Veröffentlichung heimatkundlicher Informationen aus Artern, der Umgebung und der Region wieder jeweils am Dienstag und Freitag!