Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Heimatblätter Goldene Aue

Dienstag, 24. Januar 2017

Als der neuen „Schriftenreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue e.V.“ zugehörig, ist kürzlich der erste Band dieser künftig in loser Folge erscheinen sollenden Folge von Heimatbüchern erschienen (unser Bild). Es umfasst 108 Seiten mit 45 Abbildungen und kostet 9,95 Euro (im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-95966-181-2). Das Titelbild ziert eine Darstellung des Dorfes Tilleda um 1820 mit Pferdekutsche vor der Dorfummauerung und Blick über die Dächer der Gemeinde zum Kyffhäuserberg mit Burg. Sechs von acht Artikeln widmen sich historischen Themen aus der Region zwischen Kyffhäuser, Südharz und nördlich des Rhone-Tales wie folgt: Zur Geschichte der Kirchenglocken von Tilleda (von Michael Richter aus Tilleda) / Ahnenforschung – Eine Einführung (von Ullrich Wilding aus Wiesbaden) / Der „Rose-Stein“ im Kyffhäusergebirge (von Manfred Schröter aus Berga) / Die Grenze des ehemaligen Rittergutes Beyernaumburg (von Werner Reich aus Nienstedt) / Die Herren von Tütcherode [Dittichenrode bei Roßla] (von Jürgen Pichl aus Breitenbach) / Eine heimatkundliche Wanderung in und um Tilleda (von Enrico Kalb aus Kassel). Zwei Aufsätze mit Vereinsnachrichten beschließen das neue Heimatbuch: 25 Jahre Heimat- und Geschichtsverein „Goldene Aue“ e.V. [2015] sowie Vereinsaktivitäten 2016. – Abgesehen von unvermeidbaren Problemen und Unwägbarkeiten im Vorfeld sowie den „Geburtswehen“ nicht nur von Erstlingswerken, von denen der Leser aber meist nichts ahnt, können Herausgeber und Autoren mit der ersten Ausgabe der „Schriftenreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue e.V.“ sehr zufrieden sein. Im handlichen Format A5 gedruckt, wurde lediglich bezüglich des Schriftgrades ein etwas zu kleiner Satz gewählt. Das Layout ist ansprechend, die Inhalte sind abwechslungsreich, gehaltvoll und informativ. Sämtliche Artikel sind mit teils reichhaltiger Quellenkunde versehen. Besonders hervorgehoben werden soll die Fleißarbeit zur urkundlichen Nachweisung des Ministerialen-Geschlechts von Tütcherode, das beispielgebend für hoffentlich weitere Aufsätze über den regionalen mittelalterlichen Kleinadel gelten kann (eine inhaltlich ähnliche Vorarbeit für die Herren von Artern wurde bereits begonnen). – Die erste Ausgabe der „Heimatblätter“ des Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue macht durchweg Lust auf mehr! Bleibt die berechtigte Hoffnung, dass das Heft viele Interessierte findet bzw. den Initiatoren Zeit, Mittel und Autoren genügend bereitstehen, auch künftig derart anspruchsvoll über die reichhaltige Geschichte der Goldenen Aue und ihrer Randgebiete berichten zu können. Verdient hätten es alle Beteiligten und die Leser ohnehin!


Alte Kirche Gehofen

Freitag, 20. Januar 2017

Dass Caesar in der Geschichte Arterns sowie der Region einige Präsenzen innehat, ist zumindest in hiesigen Familienforscherkreisen sehr wohl bekannt, auch wenn der römische Staatsmann und Feldherr natürlich nicht gemeint ist. Vielmehr sind es historische und rezente Träger des ruhmreichen Namens des antiken Juliers. Die etwas Älteren erinnern sich bestimmt noch an den eifrigen Pförtner in der Betriebswache der Kyffhäuserhütte, noch eher bestand die Gärtnerei Cäsar am Mühlgraben. – Geogen 4.0, ein Online-Analyseprogramm zur Ermittlung der Verbreitung von Familiennamen auf Grundlage eines digitalen Telefonbuches mit Stand von 2002, gibt für diesen Namen 507 Treffer in 244 Clustern deutschlandweit an, wobei die Schwerpunkte im Süden, Südwesten und Westen liegen. Die Region zwischen Harz und Thüringen liefert hierfür aber nur einige Nachweise. – In historischer Hinsicht dürfte sich das jetzt ändern, denn Hans Joachim Caesar aus Berlin hat sich seit über 18 Jahren der Erforschung seiner Familie gewidmet und nun diese genealogischen Ergebnisse als Privatdrucke herausgegeben. Zwei Bände seines Lebenswerkes liegen uns schenkungsweise und explizit vor, weil der Heimatverein ARATORA die vergangenen Jahre immer wieder mit Daten, Informationen und Fotos helfen durfte! Schwerpunkte beider Bände sind die Nachweisungen und verwandtschaftlichen Beziehungen der Caesars in „ihren“ Hauptorten Artern und Gehofen bzw. in der näheren Umgebung (Kalbsrieth, Ritteburg, Schönewerda, Brücken usw.). Der Autor schreibt uns: „Aus bekannten Gründen gibt es wenig Greifbares über den Verbleib der Caesars in Artern. In Ehesachen des Amtmannes von Wiehe und Artern [August Basilius Caesar] gibt es doch einige aufschlussreiche Archivalien. […] Etwas ausführlicher fällt der Bericht zu Gehofen aus. Das Leben des Pfarrers Esaias Caesar hat Spuren hinterlassen, wenn auch in den Annalen verdrängt, sind die Archive ein Fundgrube. Darin sind auch die zu finden, die später in Artern lebten...“ – Mit viel Ausdauer und Fleiß entstanden sind Bücher, die durchaus nicht nur trockenes Datenmaterial aus kaum mehr leserlichen Schriften darbringen. Vielmehr lag es dem Autor am Herzen, neben Stammbäumen und Urkunden auch die damaligen Lebensumstände und -bedingungen in Text und Bild offenzulegen. Das ist ihm ganz hervorragend gelungen; so muss sich die Endfassung einer familiengeschichtliche Darstellung präsentieren! Und bereits beim Durchblättern finden sich sogar bislang unbekannte Dokumente über bzw. Erwähnungen von vielen „alten Bekannten“, die seitens diverser Heimatfreunde selbst genealogisch beforscht werden, z. B. Magister Thomas Beumchen aus Artern. – Interessierte können nach Voranmeldung gern Einblick in beide genealogische Bücher nehmen, die ungefähr die Hälfte der Gesamtveröffentlichung von Hans Joachim Caesar über seine Familie ausmachen. – Unser Bild zeigt die alte Kirche in Gehofen, den abgerissenen Vorgängerbau der jetzigen Kirche St. Johann Baptist von 1868.


Chronistische Aufzeichnungen

Dienstag, 17. Januar 2017

Auch unsere Freunde vom Sangerhäuser Geschichtsverein waren zum Jahresende 2016 noch einmal publizistisch aktiv und haben neben einem Kalender mit historischen Abbildungen aus der jüngeren Stadtgeschichte ebenso Walter Strauchs „Sangerhausen 1991-2010 – Chronistische Aufzeichnungen“ auf 63 Seiten publiziert. Kurz und knapp im Telegrammstil wird dort über das Geschehen in unser alten Kreisstadt berichtet: eine Fleißarbeit mit weit über tausend Einträgen aus der jüngeren Zeitgeschichte und damit eine nützliche Handreichung für Forscher und Interessierte. Monika Frohriep, Leiterin des Spengler-Museums, schreibt im Vorwort: „Die chronistischen Aufzeichnungen über Sangerhausen in Stichworten von Walter Strauch sollen wichtige und interessante Ereignisse unserer jüngsten Vergangenheit der Jahre 1991-2010 festschreiben. Sie knüpfen an die „Chronistischen Aufzeichnungen über die Stadt Sangerhausen 1889-1959“ von Hans Ahr, die „Zeitschriftenauswertung 1945-1969 zu Sangerhausen“ von Wolfgang und Hildrun Hauthal sowie „Sangerhausen, Chronistische Aufzeichnungen aus den Jahren 1970-1989“ von Hildrun Hauthal an“. Ebenso wie bei den Vorgängerveröffentlichungen ist die Sangerhäuser Tageszeitung die Hautquelle. Der Autor wurde 1986 in Schlesien geboren, kam nach den 2. Weltkrieg nach Sangerhausen und arbeitete als Maschinen-Steiger auf dem Thomas-Münzer-Schacht. Er ist Mitglied des Vereins für Geschichte von Sangerhausen und Umgebung e.V.“. – Beim Lesen der Broschüre festzustellen und gut nachvollziehbar ist einerseits die Aufbruchsstimmung mit unerhörter Konjunktur auf allen Ebenen nach 1990, der danach eintretende relative Stillstand im kommunalen Leben sowie dessen Stabilisierung mit Auf- und Abwärtstendenzen während der jüngeren Jahre (und dabei hat Sangerhausen im Vergleich zu Nachbarstädten zum Klagen nur Grund auf hohem Niveau!). In der Schnelllebigkeit unserer Tage hat Walter Strauch mit seiner aktuellen Veröffentlichung einen aufschluss- und abwechslungsreichen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahrzehnte abgeliefert, der exemplarisch auch für andere Kommunen stehen könnte, eine solche Chronik zu erstellen und herauszugeben.


Campesato

Freitag, 13. Januar 2017

Was bislang lediglich eine vage Hoffnung war, wurde vier Tage vor Heiligabend Gewissheit: eine große Sammlung mit Fotos aus Artern, die überwiegend in die 1920er bis 1950er datieren, wurde leihweise aus Sangerhausen zur Verfügung gestellt und über den Jahreswechsel zeitaufwendig digitalisiert bzw. nachbearbeitet. Die abwechslungsreiche Kollektion umfasst rund sechzig Abbildungen, überwiegend private Fotos in guter Qualität und mit verschiedensten Motiven; weitere alte Bilder sind bereits angekündigt. Mit dieser Basis und infolge beabsichtigter Aufstockung mit anderen, noch nie oder eher selten veröffentlichten Bildern, die in jüngerer Zeit dem Heimatverein ARATORA zur Verfügung gestellt worden sind, ist es jetzt möglich, eine neue und umfangreiche Buchveröffentlichung für besagte Periode anzugehen. Das Projekt rangiert unter dem Arbeitstitel „Damals in Artern (1925-1955) – Ansichten, Ereignisse und Szenen aus drei Jahrzehnten Stadtgeschichte“ und wird neben Gesamt- und Teilaufnahmen unserer Stadt, Straßen, Gebäuden (unser Bild) sowie Detailbildern auch Leben, Arbeiten und Feiern in Artern während dieser drei Jahrzehnte dokumentieren. Angestrebt wird ein Bildband, d. h. der Umfang der Texte wird sich im hierzu nötigen Rahmen bewegen; es werden lediglich kurze erläuternde Bildunterschriften mit Datierungen in erstellt. Als Zeitpunkt der Veröffentlichung ist der Spätsommer 2017 avisiert, möglichst der Tag des offenen Denkmals am 10. September! Noch besteht die Möglichkeit, dieses schon in Arbeit befindliche Buch dahingehend zu bereichern, möglichst private Aufnahmen zwischen etwa 1925 und 1955 dem Heimatverein ARATORA für ganz kurze Zeit leihweise zwecks Digitalisierung zu überlassen. Hierzu wird herzlich gebeten. Wie gehabt, wird jeder Unterstützer und Leihgeber namentlich im Buch genannt!


CG 4-2016

Dienstag, 10. Januar 2017

Eine nicht nur für die Familienforschung sehr wichtige Thematik wird im aktuellen Heft der Zeitschrift Computer-Genealogie 4/2016, das bereits im Vormonat erschienen ist, behandelt: die Quellenkunde, -verwaltung bzw. -zitierung sowie die Behandlung von Primär- und Sekundärquellen. Hierzu wurden sechs interessante Aufsätze mit zahlreichen Hinweisen und Handreichungen für Forscher veröffentlicht. Besonders aufschlussreich erscheinen uns die Abhandlungen „Über Datendiebe und quellenlose Onlinestammbäume“ sowie „Die Quellenverwaltung in genealogischer Software“. Zwei weitere Artikel nehmen sich dann historischer Postkarten als Quellen zur Familien- und Geschichtsforschung an. Der für Genealogen leider nur allzu oft auftretende „tote Punkt“ wird mit einem Bericht behandelt und dessen Überwindung in einem besonderen Fall geschildert. Auf drei Seiten mit Antworten auf Leserfragen seitens der Redaktion wird auf immer wieder auftretende Probleme im Rahmen der Forschung eingegangen. Ergänzt wird die erneut rundum lesenwerte und hochinformative Zeitschrift durch aktuelle Meldungen und Informationen sowie Software-Updates zur Ahnenforschung. Die nächste Zeitschrift Computer-Genealogie des gleichnamingen Vereins erscheint Ende März 2017 und nimmt sich dann der Thematik „Ahnen vor Gericht“ an, wobei historische juristische Vorgänge und Akten als Quellen der Familienforschung vorgestellt und untersucht werden.


Fachwerk Brücke

Freitag, 6. Januar 2017

Viel Glück im neuen Jahr, besonders aber Gesundheit wünscht der Heimatverein ARATORA allen Besuchern unserer Homepage zum Beginn des neuen Jahres! Auch 2017 wird an dieser Stelle ein- oder zweimal pro Woche über die Vereinsarbeit in Artern sowie zur Orts-, Heimat- und Familiengeschichte in der Region um den Kyffhäuser, Südharz, die Goldene Aue und das Unstrut-Tal berichtet. – Während hunderte Besitzer des Arterner (N)Ostalgie-Kalenders 2017 gerade das erste Kalenderblatt im neuen Jahr aufgeschlagen haben dürften, sind die Arbeiten für die nächste Ausgabe bereits weit gediehen. Mit Unterstützung von elf Bildgebern aus Artern und außerhalb konnte über den Jahreswechsel bereits ein Großteil der Vorbereitungen für die Ausgabe des Jahres 2018 umgesetzt werden. Umfang und Layout bleiben wie gehabt, als Thema für die Kalenderbilder sind diesmal 24 Motive aus den 1960er, 1970er und 1980er Jahren ausgesucht worden. Nach jetzigem Stand werden folgende Ansichten gezeigt, wobei sich im Laufe der Jahres aber noch Änderungen einstellen können, sollten sich dafür interessantere oder attraktivere Fotos anbieten. Diesmal wurde zudem besonderer Wert darauf gelegt, möglichst jahreszeitrelevante bzw. anlassbezogene Ansichten aus Artern den jeweiligen Kalenderblättern zuzuordnen, die da wären: winterlicher Spaziergang an der Arterner Sole, Rodelbahn auf dem Weinberg, Lastwagen W 50 beim Ausladen am Geschwister-Scholl-Platz, Winterbild aus der oberen Voigtstedter Straße, Blick auf Artern durch das eiserne Fachwerk der Unstrut-Brücke (unser Bild), Vorfrühling im Talgebind, Sicht vom Kirchturm zum Weinberg, Frühlingsspaziergang durch die Saline, Schichtschluss in der Kyffhäuserhütte, Kinder im Nichtschwimmerbecken des Sole-Schwimmbades, aus der Bauphase des Kultur- und Versorgungszentrums, reich begrünter Scholl-Platz, Verkehrsgeschehen in der oberen Alten Poststraße, sommerlicher „Smogalarm“ auf dem Marktplatz, Impression aus der Ritterstraße, Schwimmerbecken im Solebad, POS „Wilhelm Pieck“ in der Straße der Jugend, alte Kastanien entlang der Promenade, Erntedankfest in der Marienkirche, Kunstobjekt mit Uhr im Vestibül des Kultur- und Versorgungszentrums, Ostteil der Stadt Artern im Herbstnebel, November auf dem Friedhof, Ski und Rodel auf dem Weinberg sowie Blick ins das Langschiff der Marienkirche, hier noch mit Kanzel. – Ergänzt werden unsere zweiwöchentlichen Kalenderblätter mit weiteren alten Fotos im Vorwort sowie auf den Seiten mit den Jahreskalendern 2018 und 2019, nämlich: Unstrut-Wehr, Kinderkrippe Ernst-Thälmann-Straße, Marienkirche von der Sündergasse aus, Außenstellen der Poliklinik in der Ernst-Thälmann-Straße, spielende Kinder vor der Veitskirche, evangelische Superintendentur sowie Spaziergang durch die Johannisstraße. Das Deckblatt des sicherlich erneut attraktiv werdenden und hoffentlich ebenso erfolgreichen Kalenders wird die Silhouette der Stadt Artern mit Blumenbeeten der Gärtnerei Gerlach im Vordergrund zieren. Auch diesmal werden sämtliche Bilder in lockerer und heiter-ironischer Weise kommentiert. – Der (N)Ostalgie-Kalender 2018 wird erstmalig zum diesjährigen Zwiebelmarkt angeboten – und der findet in immerhin schon neun Monaten statt! Es wird natürlich auch rechtzeitig in der Presse an dessen Veröffentlichung erinnert. Ab Anfang Oktober bietet dann auch „Das Gute Buch“ Artern“ unseren neuen Kalender an.


Rodler

Freitag, 16. Dezember 2016

Unseren Vereinsmitgliedern, Freunden, Unterstützern sowie den zahlreichen Homepage-Besuchern ein gesegnetes Weihnachtsfest, einen fröhlichen Jahreswechsel und ein gesundes neues Jahr 2017, verbunden mit erneut herzlichem Dank für vielfältiges Interesse, Hilfe sowie Spenden zugunsten unserer heimatgeschichtlichen Arbeit in und um Artern. Das zurückliegende Jahr war erneut erfolgreich, auch wenn immer noch mehr hätte erreicht werden können: so wurde zumindest der Friedensstein von 1871 saniert und steht in altem Glanz an angestammter Stelle an der Straße nach Schönfeld. Eine Neuauflage unserer Broschüre über die Kyffhäuser-Kleinbahn von 1992 war binnen nur einer Woche ausverkauft, ebenso fand der (N)Ostalgie-Kalender 2017 reißenden Absatz. Unser großes Unstrut-Buch mit 500er Auflage war nach gerade einmal 14 Monaten völlig ausverkauft; an der Fortsetzung wird schon fleißig gearbeitet. Die Sanierung des Wappensteins aus der Saline wurde in Auftrag gegeben und wird  2017 beendet sein; grandios ist die dafür bislang erfahrene Spendenbereitschaft. An zahlreichen Tagungen und Themenveranstaltungen in der Umgebung wurde teilgenommen, wobei viele neue und interessante Kontakte geknüpft worden sind. Zahlreiche historisch wertvolle Unterlagen und erneut sehr viele alte Fotos wurden überlassen und kamen ins Vereinsarchiv. Einige geschichtliche Vorträge in Artern und Umgebung haben vielleicht etwas Interesse an Heimatforschung geweckt, so wie auch die Sanierung der Kirche St. Kilian in Schönfeld ein wenig unterstützt worden ist. Die Rechnung für die Komplettsanierung eines historischen Arterner Kirchenbuches wurde in Gänze vom Verein übernommen. Die historische Abschrift eines weiteren Kirchenbuches konnte zudem für das Archiv der evangelischen Gemeinde erworben werden, ebenso ein Großteil der noch ungesichteten Arterner Kirchenakten des 19. Jahrhunderts. Diverse Neuveröffentlichungen zur Lokal- und Regionalgeschichte sind an dieser Stelle rezensiert bzw. diesbezügliche Kontakte gepflegt worden. Die archäologischen Grabungen 2015/16 in der Flur Artern mit sensationellen Ergebnissen zur Vorgeschichte wurden begleitet und sehr viel "stille", wenngleich zeitlich sehr aufwändige Arbeit bei der Unterstützung von Heimat- und Familienforschern geleistet, zudem in Archiven geforscht. – Die nächsten drei Wochen aber ist erstmal Ruhe angesagt! Wegen Urlaubs pausieren unsere aktuellen Meldungen über die Feiertage und werden ab dem Dreikönigstag 2017 wieder aufgenommen. Danke für Ihr Verständnis diesbezüglich und allen Besuchern nochmals unser herzlicher Wunsch nach fröhlichen und erholsamen Feiertagen, verbunden mit einem winterlich-historischen Bild, Rodler auf dem Arterner Weinberg zeigend.


Konzert  2016

Dienstag, 13. Dezember 2016

„Alle Jahre wieder…“ ist die Veitskirche zum Weihnachtskonzert des Heimatvereins ARATORA ausverkauft! So auch am vergangenen Freitag, als die Botschaft der Adventszeit mit einen furiosen Auftritt des Johann-Strauß-Ensembles Leipzig in Artern musikalisch untermalt worden ist. Instrumental mit Violine und Piano sowie gesanglich mit Sopran- und Tenorstimme ausgestattet, brachten Anke Rehfeld und Dirk Fischbeck sowie Virginia Weidlich und Viktor Sawaley ihr großartiges Können vor 120 Musikfreunden aus Artern, Bad Frankenhausen, Reinsdorf und Ringleben zu Gehör. Festlich bis heiter ging die musikalische Reise nach Deutschland, England, Italien, Österreich und Amerika. Die grandiosen Stimmen von Virginia Weidlich und Viktor Sawaley ließen dabei die Mauern der weihnachtlich geschmückten Veitskirche förmlich erbeben, während beide Instrumentalisten auf gleichfalls höchstem Niveau spielten. Mitklatschen und Mitsingen der Besucher in einem bunten Melodienreigen waren dann im zweiten Teil der Veranstaltung angesagt. Mit viele Lob und tosendem Schlussapplaus bedacht, freuen sich unsere Künstler bereits jetzt auf das Arterner Weihnachtskonzert auch im kommenden Jahr! – Der in der Pause angebotene Glühwein, gesponsert von Bürgermeisterin und Vereinsmitglied Christine Zimmer und von ihr höchstselbst ausgeschenkt, kommt als Erlös der Finanzierung des Schwimmbadfestes anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens dieser Einrichtung im kommenden Sommer zugute. Zudem waren Besucher für Spendengaben an den Heimatverein ARATORA zugänglich, die in die Sanierung des Wappensteins fließen; und ein paar hübsche historische Fotos aus Artern für das Vereinsbilderarchiv fielen gleichfalls ab. Herzlicher Dank für freundliche Unterstützung dieses kulturellen Höhepunkts in der Adventszeit der Stadt Artern ergeht zudem an Bauamtsleiterin Antje Große und Standesbeamtin Christa Michel von der Stadtverwaltung Artern sowie den Bauhof, weiterhin an Volkmar Künne (Ausstellung im Oberen Hof). Ohne die Genannten wäre erneut die wiederum sehr gut vorbereitete und fast perfekt organisierte Musikveranstaltung nicht möglich gewesen!


Gartenarbeit

Freitag, 9. Dezember 2016

Der am vergangenen Wochenende auf dem Arterner Marktplatz stattgefundene Weihnachtsmarkt lockte wieder zahlreiche Heimische und Gäste an, um gemeinsam den Beginn der Adventszeit mit Glühwein, Bratwurst und Musik zu begehen. Auch der Heimatverein ARATORA war erneut präsent, wiewohl sich erfahrungsgemäß das Interesse an Druckerzeugnissen zum Weihnachtsmarkt in Grenzen hielt. Vielmehr standen Kontaktpflege und -knüpfung an, und zwar mit Erfolg! So nimmt ein erst vor kurzem als Idee ins Leben gerufene Buchprojekt sukzessive Konturen an, bei dem im Zeitfenster zwischen ungefähr 1930 und 1950 Stadtansichten, Menschen und Impressionen aus Artern veröffentlicht werden könnten (unser Bild: Gartenarbeit am westlichen Hang des Weinberges). Ebenfalls auf hoffentlich gutem Weg ist die Neuauflage einer Schrift aus dem Jahr 1900 über ein bedeutsames mittelalterliches Bauwerk an der Unstrut, wobei eng mit einem Verein aus der Umgebung zusammengearbeitet wird. Auch für den N(O)stalgie-Kalender 2018 wurde bereits nach weiteren, möglichst privaten Bilddokumenten aus der DDR-Zeit angefragt; mit gar nicht einmalso schlechten Aussichten auf Erfolg. Nicht zuletzt konnten wichtige Quellenhinweise für Archiv-Recherchen zu baulichen Details eines Baudenkmals in einem Nachbarort bzw. im Zusammenhang mit der Sanierung desselben gegeben werden. – So war das vorweihnachtliche Ausharren in klirrender Kälte doch recht abwechslungs- bzw. ertragreich, und es wurden für das bevorstehende Jahr interessante Ansätze für die weitere Erforschung und Publizierung der Stadt- und Regionalgeschichte gelegt.


Kirchenagenda 1580

Dienstag, 6. Dezember 2016

Quasi passend zum bevorstehenden 500. Reformationsjubiläum im kommenden Jahr wurde kürzlich ein sehr frühes und authentisches Zeugnis des Luthertums in Artern ausfindig gemacht. Gerade einmal neunzehn mal fünfzehn Zentimeter misst diese neueste historische Erwerbung des Heimatvereins ARATORA: ein 184seitiges Buch aus dem Jahr 1580 (!) mit dem etwas umständlichen Titel „KirchenAgenda Darinnen Tauff, einsegen, und Trawbüchlein, Communion, sampt den teglichen Collecten, welche in der Kirchen gebraucht werden. Für die Prediger in der Graff/ vnd Herrschafft Mansfeld“. Was das mittlerweile ziemlich abgegriffene und damit in der Vergangenheit wohl sehr rege benutzte Werk mit seinem speckig-braunen Ledereinband so interessant macht, sind zwei gleichlautende handschriftliche Vermerke an verschiedenen Stellen: „Archiv I Pfarramt Artern“. Wegen dieser vermutlich im Rahmen einer Inventur im 19. Jahrhundert gemachten Besitzernotizen können folgenden Spekulationen zur „KirchenAgenda“ von 1580 vorgenommen werden: entweder ist das Buch tatsächlich seit eben dieser Zeit in Artern in Nutzung gewesen und wäre damit durch die Hände der ersten lutherischen Pfarrer an der Marienkirche gegangen, die dessen Inhalt zum theologischen Leitfaden für ihre tägliche Arbeit mit der Gemeinde machten. – Als zweite Variante der Geschichte des Buches könnte infrage kommen: es kam mit einem Geistlichen von außerhalb nach Artern, wobei auch bei dieser Deutung eine allzu große zeitliche Differenz zum Erscheinungsjahr eher nicht anzunehmen ist. Jedenfalls war das Buch 1580 oder 1586 (leider schlecht leserlich) bereits in Benutzung eines Pastors, wie ein handschriftlicher Randvermerk mitteilt! – Aus dem Inhalt des Druckes: Anleitungen, wie bei Taufen zu verfahren ist, ebenso bei Einsegnungen und Trauungen, Anweisungen über Eheverbote bei Verwandten, über die Kollekten, zur Kommunion, weiterhin die zehn Gebote mit Erklärungen, der kleine Katechismus Luthers, diverse fromme Sprüche und Zitate, über die Konfirmation, Kirchenlieder und Gesänge, Festtage, Kirchendisziplin, Anweisungen an die Pfarrer über den Umgang mit ihrer Gemeinde usw., illustriert mit diversen Holzschnitten und/oder Stichen mit biblischen Motiven. – Die in großen Lettern gedruckten Seiten lassen die Aufgaben und Verpflichtungen der mansfeldischen Pfarrherren vor über 430 Jahren (auch) in Artern eindrücklich und mühelos nachvollziehbar werden. Diverse handschriftliche Vermerke müssen noch detailliert untersucht werden, scheinen aber auf den ersten Blick Notizen für den Gottesdienst, Hinweise auf Bibelstellen sowie Merksätze und Handreichungen für den Umgang mit den Gläubigen zu sein. Vielleicht ist es sogar möglich, anhand der Schriftbilder deren Verursacher zu identifizieren. Erste paläografische Ansätze zur Entzifferung sind bereits angelaufen. – Es bleibt also noch einiges zu tun bei der Aufarbeitung dieses für die Stadtgeschichte Arterns sehr wertvollen, wenngleich doch sanierungsbedürftigen Buches, ehe es mit vielen anderen historischen Unterlagen, die derzeit noch bei Heimatverein ARATORA befindlich sind, eben dorthin kommt, wo all diese alten Akten hingehören: in das Archiv der evangelischen Kirchgemeinde in Artern. Eben dies wird im Rahmen einer Schenkung wohl im Frühling des 500. Jubiläumsjahres der lutherischen Reformation 2017 passieren. Stellt sich letztlich noch die fatale Frage: wer schmiss wann so etwas weg, sodass ein solch antiquarisch wie heimatgeschichtlich wertvolles Stück schließlich bei einem Trödler landete? – Unser Bild zeigt das Frontispiz der „KirchenAgenda“ von 1580 mit dem alten Vermerk des hiesigen Pfarrarchivs in der Mitte rechts.


Springbrunnen

Freitag, 2. Dezember 2016

Die angestrebte Sanierung des Wappensteins aus der Arterner Saline (danach vor bzw. in der Veitskirche befindlich gewesen) wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein. Nach Rücksprache mit dem mit der Wiederherstellung beauftragten Steinmetz Marko Gödicke aus Artern wird dieser das Kleindenkmal aus der Zeit um 1730 den Winter über einer intensiven und fachgerechten Erneuerung unterziehen, wobei dann auch über die Möglichkeit der Farbgebung entschieden wird (entsprechende heraldische Parallelen von anderen Denkmalen als Vorlagen wurden bereits von Heimatfreunden zugearbeitet). Vorausgesetzt, die beiden Wappen auf dem Stein (Kursachsen und Polen-Litauen) können farblich hervorgehoben werden, ist eine Präsentation unter freiem Himmel aber nur bedingt ratsam, da auf kurz oder lang die Farbe abblättern würde. Deshalb wurde bereits unverbindlich nach einem Standort angefragt, wo das Denkmal vor Wind und Wetter geschützt und trotzdem ohne größere Mühen für Interessierte einsehbar wäre. Gespräche hierzu müssen noch geführt werden, ehe eine Entscheidung gefällt werden kann. Bis dahin werden noch Gelder für die Sanierung gesammelt, so auch zum Weihnachtsmarkt in Artern an diesem Wochenende. Bereits jetzt sind schon sagenhafte achtzig Prozent der Kosten gemäß vorliegender Preisschätzung durch freiwillige Gaben abgesichert worden!– Im kommenden Jahr könnte außerdem ein weiteres Kleindenkmal über den Heimatverein ARATORA und erneut in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Arterner saniert werden: entweder der preußische „Provinzstein“ in der Sangerhäuser Straße (Abzweig Voigtstedter Straße) oder der „Versteinerte Baum“ vor der Veitskirche. Zu Anfang 2017 werden hierüber Entscheidungen fallen und Vorarbeiten geleistet sowie mit einer Spendenaktion begonnen. – Unser Bild zeigt den Springbrunnen im Kurpark der Saline Artern. An dieser Anlage soll der Wappenstein von ca. 1730 auch zeitweise als historisches Element befindlich gewesen sein.


Wanderführer

Dienstag, 29. November 2016

Am Rande eines am 18. November 2016 im Spengler-Museum Sangerhausen mit rund fünfzig Interessierten sehr gut besuchten Vortrages des Heimatvereins ARATORA zur Stadtgeschichte Arterns sowie Denkmalsanierungen während der letzten Jahre in der Salinestadt hatte Helmut Loth, Vorsitzender des hierzu gastgebenden Sangerhäuser Geschichtsvereins, noch eine quasi vorweihnachtliche Überraschung für die Besucher parat. Auf dreißig Seiten und illustriert mit über fünfzig Fotos, Faksimiles und Zeichnungen in Farbe und Schwarzweiß konnte das erste Heft der Reihe „Wandern mit dem Verein für Geschichte von Sangerhausen und Umgebung“ mit dem Titel „Wanderung durch das Brühltal zum Schacht“ präsentiert werden (unser Bild). Die beschriebene Strecke spricht insbesondere Wanderfreunde mit Interesse an Stadtgeschichte bzw. Bergbau an und ist bis auf eine etwas steilere Passage als einfach begehbar einzustufen. Sehr anschaulich haben die fünf Autoren Vergangenheit und Gegenwart verknüpft; sie erläutern in Wort und Bild noch vorhandene bzw. nicht mehr existente Zeugnisse des Montanwesens in unserer alten Kreisstadt Sangerhausen sowie weitere historische Gebäude (Villen, Gaststätten, Mühle, Wasserwerk) entlang des Weges. Für 3,00 Euro ist das Heft im Format A5 erhältlich – eine „Investition“, die sich für Wanderer, Spaziergänger, Freunde der Stadt- und Regionalgeschichte sowie des Altbergbaus auf jeden Fall lohnt. Nicht zuletzt kann dieser erste Wanderführer gut als Anregung dienen, entsprechende Strecken auch in anderen Ortschaften zu erschließen und ggf. in Druckform zu veröffentlichen, z. B. „Artern entdecken auf dem Borlach-Wanderweg“. Wir sind jedenfalls schon gespannt auf das angekündigte zweite Heft mit einer weiteren historisch-thematischen Route durch die Berg- und Rosenstadt. – Zu oben erwähntem Vortrag erschlossen sich auch mehrere, sehr interessante bzw. potentiell sogar veröffentlichungswürdige Quellen zur Stadtgeschichte von Artern aus Sammlungen von Sangerhäuser Geschichtfreunden!


Band 4 Stadel

Freitag, 25. November 2016

Seit zwei Wochen ist der mittlerweile vierte Band der Reihe „Mansfeld-Südharz“ zur Geschichte bedeutender und auch weniger bekannter Persönlichkeiten im Territorium des ehemals preußischen Kreises Sangerhausen mit dessen Randgebieten auf dem Buchmarkt und damit eine weiterer Baustein zur historisch-regionalen Familienforschung und Personenkunde unserer Heimat. Verfasserin Christine Stadel aus Sangerhausen lässt den Leser in „Mansfeld Südharz - Persönlichkeiten, Schicksale, Geschichten“ erneut an ihren diesbezüglichen Forschungen teilhaben und porträtiert über 270 Männer und Frauen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Inhaltlich berührt werden über 60 Ortschaften in Nordthüringen, in der Goldenen Aue, im Ost- und Südharz sowie in der Mansfelder Region, d. h. diese Städte und Dörfer haben Relevanz hinsichtlich des Lebens bzw. Lebenswerkes der Porträtierten. Neu sind einige ausführliche Lebensläufe und interessante bzw. amüsante Geschichten aus der Region im Anhang. Ein Namen- und Ortsregister wäre jedoch wünschenswert gewesen, um Zeit bei Recherchen zu sparen. – Auch dieses Buch versteht sich als Handreichung für Heimat- und Familienforscher, das zu weiteren, noch intensiveren Recherchen und Untersuchungen anregen will. Die Biografien warten schlaglichtartig mit Kernaussagen und Details aus dem Leben der Porträtierten auf bzw. weisen auf deren Verdienste und Lebenswerk sowie Lebenswege hin. Hierzu recherchierte Christine Stadel sehr oft vor Ort, bei Nachkommen und Verwandten, in Archiven, Museen und im Internet, hinzu kommen zahlreiche postalische Kontakte. – Diese vielfältigen Ansätze bieten Forschern in der Region gute Grundlagen für die Ermittlung von noch mehr Einzelheiten. Aber auch für Leser, denen an weitergehenden Untersuchungen primär nicht gelegen ist, bietet „Mansfeld Südharz – Persönlichkeiten, Schicksale, Geschichten“ bedeutende Zugewinne an historischen Informationen. Es war erneut das Ziel von Christine Stadel, oftmals vergessene Personen sowie deren Werk und Wirken aufzuspüren und bekannter zu machen. Das ist auch mit dem vierten Band ihrer Forschungen gelungen, und man will gar nicht recht glauben, dass damit das Reservoir an Persönlichkeiten und Geschichten aus dem Grenzbereich des heutigen Thüringen und Sachsen- Anhalt ausgeschöpft sein soll! – Illustriert ist das 268seitige Buch im Format 21 x 17 Zentimeter (Soft-Cover) mit fast 180 Abbildungen. Das Buch ist für 9,95 Euro erhältlich im „Guten Buch“ in Sangerhausen bzw. bei der Verfasserin. Der Heimatverein ARATORA vermittelt gern bei Interesse Kontakt zur Autorin, gleiches gilt für erbetene Unterstützung zwecks weiterer Forschungen über zu Unrecht vergessene oder wenig bekannte heimische Persönlichkeiten.


Kaufhallen Artern

Dienstag, 22. November 2016

Nachdem aufgrund sehr hoher Nachfrage der Anfang Oktober erschienene (N)Ostalgie-Kalender 2017 „Artern in den 70er & 80er Jahren“ rasch ausverkauft war, liegt zwischenzeitlich eine Nachauflage zum Preis von weiterhin 7,00 Euro pro Exemplar vor, die im „Guten Buch“ Artern sowie beim Heimatverein ARATORA erhältlich ist (auf Wunsch auch Postversand). Zudem wird der neue Kalender mit 28 Seiten Umfang und 32 Abbildungen in Schwarzweiß zum Arterner Weihnachtsmarkt angeboten, der vom 3. bis 4. Dezember 2016 auf dem Marktplatz stattfindet. – Als vierzehntägig wechselnde Motive wurden für das Jahr 2017 folgende Ansichten unserer Stadt aus DDR-Tagen ausgesucht: Vestibül des Hotels „Stadt Artern“, verschneite Schillerstraße, östliche Leipziger Straße, Marktplatz mit Vorgängerbauten des jetzigen Standortes der Sparkasse, Wohn- und Geschäftshaus Markt 8, Blick in die Nordhäuser und Harzstraße, Gerichtsgebäude am Markt, Außenstellen der Poliklinik in der Leipziger Straße, Postamt in der Rudolf-Breitscheid-Straße, Weichbild der Stadt Artern von der Schönfelder Straße aus, Warteschlange vor dem Lebensmittel-Geschäft Krüger in der Leipziger Straße, Konsum „Farben und Lacke“ in der Leipziger Straße, Eisbude in der Alten Poststraße, Gaststätte des Solebades, Geschäfte in der westlichen Leipziger Straße, HO Spielwaren in der Leipziger Straße, Wohnblock in der Saline, Löwen-Apotheke, beiden Kaufhallen (unser Bild), Geschäft „Moderne Hauswirtschaft“ in der Leipziger Straße, Altstandort der Buchhandlung „Das Gute Buch“, Hotel „Stadt Artern“, Geschwister-Scholl-Platz und zum Jahresende der winterliche Solegraben. Ergänzt wird der 2017er Kalender durch weitere sieben alte Abbildungen im Vorwort und in den Jahresübersichten für 2017 bzw. 2018. – Ein adäquater Kalender für 2018 ist bereits in Arbeit. Hierfür wird herzlich um weitere Leihgaben von Bildern aus den 1960er bis 1980er Jahren gebeten, möglichst aussagekräftige private Aufnahmen und Dias.


Johannisplatz

Freitag, 18. November 2016

Im Nachgang der öffentlichen Vorstellung des Sanierungsprojektes von fünf innerstädtischen Straßen in den Jahren 2017 und 2018 durch das Weimarer Ingenieurbüro Peuker & Nebel am 17. Oktober im Rathaus sind – wie schon berichtet – seitens des Heimatvereins ARATORA erste Arbeiten angelaufen, diese umfangreichen Bauprojekte mit Recherchen bezüglich potentieller archäologischer Fundpunkte in diesem Areal zu begleiten. Darüber hinaus könnte aber nach Abschluss der Arbeiten evtl. eine weitere stadtgeschichtlich relevante Maßnahme umgesetzt werden, nämlich die Wiederbelebung des sukzessive in Vergessenheit geratenen Straßennamens „Johannisplatz“, den unser historisches Foto zeigt. Gemeint damit ist ungefähr die heutige Fläche zwischen Löwen-Apotheke, Fleischerei Otto Meyer, Augenarztpraxis und NKD-Markt. Noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war diese Bezeichnung zumindest adressalisch noch in Anwendung, ehe der Name dann nicht mehr benutzt wurde. Das ist umso bedauerlicher, als eine Erklärung über Herkunft oder Bedeutung der „Johannisstraße“ als auch des „Johannisplatzes“ nicht schlüssig beigebracht werden kann, denn weder gab es dort eine Kirche oder ein Kloster dieses Namens, noch ist eine bedeutende Familie bekannt, die als möglicher Namensgeber hätte herangezogen werden können. Ebenso ist eine Beziehung zum Johannisfest am 24. Juni bzw. zu Johannes dem Täufer als biblische Figur nicht herstellbar. – Vorstellbar wäre in 2018 zumindest, die Benennung „Johannisplatz“ insofern wiederzubeleben, ebendort eine Beschilderung anzubringen. Diese soll jedoch rein informativen Charakter und somit keinerlei adressbezogene und damit Kosten erzeugende Relevanz haben. Ziel soll lediglich sein, diese alte Bezeichnung wieder im allgemeinen Bewusstsein unserer Stadt zu verankern. Zu gegebener Zeit würden Gespräche mit der Stadtverwaltung hierüber aufgenommen werden. Anfallende Kosten für die Aufstellung eines entsprechenden Info-Schildes würde der Heimatverein ARATORA sicherlich gern übernehmen.