Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Samstag, 7. Mai 2011

Im Vorfeld des heutigen Heimattreffens in unserer Nachbargemeinde Kalbsrieth fand gestern am frühen Abend im dortigen Bürgerhaus die Eröffnung einer kleinen aber feinen Bildergalerie mit heimischen Motiven statt. Der ausstellende Künstler Manfred Göx (unser Bild) wurde 1945 in Kalbsrieth geboren und verbrachte in unserem schönen Nachbarort Kindheit und Jugend. Später wurde er Lehrer in Ringleben, Gleina und schließlich in Freyburg, wo er heute noch seinen Wohnsitz hat. Bis 1996 war er Schuldirektor in der alten Jahn-Stadt, und verstärkt nach der Pensionierung greift sich der der passionierte Freizeitmaler Staffelei und Pinsel. Die kleinen Einblicke in sein Schaffen, die er den über zwanzig Gästen gestern erlaubte, waren Ölgemälde und Aquarelle – überwiegend mit Landschaftsmotiven entlang der Unstrut, nämlich Kalbsrieth und Freyburg. Der Betrachter merkt dem Künstler die Verbundenheit mit dem Fluss und seine Ortschaften sofort an.  Besonders die Ölgemälde mit Kalbsriether Themen (Kirmes, Wehr, Schloss und Schlosspark, Pferdeschwemme, Derfflinger Hügelgrab) strahlen in ihrer Farbigkeit und machen nachhaltigen Eindruck. Auch darstellerisch haben sie besonderen Reiz, zumal sich Manfred Göx teilweise Elementen aus der naiven Malerei bedient. Ebenso sind seine Aquarelle, wenngleich nicht ganz so leuchtend, herrliche Momentaufnahmen der Unstrut, ihrer Burgen, Städte und Dörfer. Nach angenehmem Gespräch mit dem Maler bleibt zu hoffen, dass die Initiatorin dieser Vernissage, Traude-Rosel Wagner aus Kalbsrieth, Manfred Göx überreden kann, künftig andere und gern auch noch mehr Bilder unserer Heimat zu präsentieren.


Willi Haupt

Donnerstag, 5. Mai 2011

Die vergangenen Tage waren geprägt von den Vorbereitungen einer Lesung in Artern, zu der wir Autorin Elfie Haupt aus unserer niedersächsischen Partnerstadt Einbeck begrüßen dürfen. Den Anstoß für ihr Buch „Soldat Willi Haupt. Ein Einbecker Junge“, das nun auch hier vorgestellt wird, fand sie während Aufräumarbeiten auf dem Dachboden ihres Hauses. In einem alten Silberkoffer der verstorbenen Schwieger-eltern entdeckte Elfie Haupt die Fotografie eines jungen Soldaten, der ihrem Sohn wie aus dem Gesicht geschnitten schien. Schnell wurde klar, es handelte sich um Willi, den im Zweiten Weltkrieg gefallenen Bruder des Schwiegervaters. Die Autorin wurde vom Interesse gepackt, mehr über Willi Haupt zu erfahren, und eine jahrelange, nicht alltägliche Recherche nahm ihren Lauf. „Onkel Willi“, wie Elfie Haupt ihn längst liebevoll nennt, ist längst Teil ihres Lebens geworden – und das fast 70 Jahre nach dessen Tod in der Schlacht um Stalingrad. Im März 2010 veröffentlichte sie die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit als biographisch-familiengeschichtliches Buch "Soldat Willi Haupt - ein Einbecker Junge“. Seitdem stand das Telefon bei der Autorin nicht still und Buchlesung um Buchlesung folgte. Sie war und ist gefragte Referentin bei Vereinen, in Bibliotheken und Buchhandlungen, auch zu Vorstellungen im Radio. Der Heimatverein ARATORA freut sich, dass Elfie Haupt die Einladung zu einer Lesung aus ihrem Buch angenommen hat und am Donnerstag, 19. Mai 2011 um 17.00 Uhr in der Volkshochschule Artern, Puschkinstraße 58 aus der rührenden Lebensgeschichte des Wehrmachtssoldaten Willi Haupt erzählen wird. Dessen Leben währte nur sehr kurz, er wurde gerade 32 Jahre alt, und die Geschichte ist noch nicht zu Ende… Viele ihrer Vorträge führt Elfie Haupt in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. durch. Daher freuen wir uns, dass wir als Vertreter des Landesverbandes Thüringen Herrn Jugendreferenten Herrn Sebastian Fehnl in Artern begrüßen zu dürfen, der den Volksbund kurz vorstellen wird. Umrahmt wird die Lesung mit musikalischen Intermezzos, zudem werden Arterner Dokumente und Bilder aus zwei Weltkriegen ausgestellt.


Dienstag, 3. Mai 2011

Zu einem ebenso informativen wie kurzweiligen Vortrag, zu dem der Heimatverein ARATORA eingeladen hatte, weilte am vergangenen Freitag der Verkehrshistoriker Tommy Pfennig, Mitarbeiter am Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abt. Dessau, in der Volkshochschule Artern. Es mag dem herrlichen Frühlingswetter geschuldet gewesen sein, dass sich nur ein eher kleiner Kreis einfand, doch kamen immerhin außer Arternern auch Interessenten aus Rossleben, Bottendorf und sogar Burgtonna bei Bad Langensalza. Im überschaubaren Kreis war indes ohne lange Umschweife der Funke vom Referenten auf die Besucher übergesprungen und ein äußert interessanter und gesprächsreicher Abend über Arbeiten und Forschen im Archiven nahm angenehmen Verlauf. Neben dem Hauptthema des Abends flocht Tommy Pfennig als „alter“ Arterner gekonnt immer wieder Beispiele aus unserer Region ein, um seine Ausführungen zum Archivwesen zu untermalen. Im Detail ging er auf Geschichte, Erfassung, Strukturen und Forschungsmöglichkeiten in Archiven Thüringens und Sachsen-Anhalts ein. Dass der engagierte Erforscher der Geschichte der Kyffhäuserkleinbahn auch immer wieder sein Lieblingsthema charmant in die Ausführungen einbaute, machte den Abend nur noch interessanter und auch amüsanter. Wie bei dergleichen Veranstaltungen Gang und Gäbe, waren auch und insbesondere die Gespräche am Rande gehaltvoll und wichtig für die Heimatforschung. So konnten erneut für das in Arbeit befindliche Buch „Die Unstrut – Ein Fluss und seine Geschichte(n)“ Kontakte geknüpft werden, wobei interessantes Bild- und Textmaterial aus Wendelstein und Rossleben in Aussicht gestellt wurde. Auch Referent Tommy Pfennig war sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Daher kein Wunder, dass die ursprünglich dafür avisierten sechzig Minuten schließlich erst nach über zweieinhalb Stunden endeten.


Sonntag, 1. Mai 2011

Eine Familienforscherin aus Rudolstadt sandte in dieser Woche auf etlichen Seiten Auszüge ihrer genealogischen Sammlung, verbunden mit dem Wunsch, damit unsere Vereinssammlung zu bereichern, andererseits natürlich um weitere Informationen über ihre Ahnen zu erlangen. Einige dieser Vorfahren waren in Artern ansässig. Als historisch besonders wertvoll anzusehen und bis dato in Artern unbekannt sind Abbildungen von Wilhelm Flitner, Gasthausbesitzer und Fleischer in Artern sowie seiner Ehefrau Karoline Helene, geb. Pit(z)schel; beide Fotos wurden Mitte des 19. Jahrhunderts aufgenommen und sind somit sehr alte Bildbelege historischer Arterner Einwohner. Unserer Forscherfreundin aus der ehemals fürstlichen Residenz an der Saale sucht sämtliche erreichbaren Informationen über die Familien Flitner, Pit(z)schel und Ruhmer. Johann Gottlob Ruhmer war Pachtmüller in Artern, auch Gutsbesitzer in Ringleben, weitere Nachkommen ebendort. Zwischenzeitlich konnte seitens des Heimatvereins ARATORA mit Bildern, Daten, Informationen und Hinweisen Hilfe geleistet werden. Wer kann auch helfen, wer hat Material oder Hinweise zu oben genannte Personen und Familien? - Unser Bild zeigt eine historische Aufnahme des Schützenhauses in Artern, Inh. und Wirt Rudolph Flitner.


Freitag, 29. April 2011

Trotz oder gerade wegen des Osterfestes mit seinem herrlichen Wetter waren heimatgeschichtliche Ausflüge sowie interessante und anregende Gespräche am vergangenen langen Wochenende und danach an der Tagesordnung. Bereits am Gründonnerstag weilte Vereinsmitglied Dr. Mathias Deutsch aus Erfurt in Artern. Schwerpunkt seines Besuches waren Vorbereitungen für das neue ARATORA-Buch „Die Unstrut – Ein Fluss und seine Geschichte(n)“, zu dessen Inhaltsfindung er im Stadtarchiv arbeitete. – Einen Tag später gab es in Questenberg/Südharz ein Treffen mit dem Dortmunder Autor und Archäoastronomen Ralf Koneckis, der seit 2003 die „Tagungen zur vorgeschichtlichen Himmelskunde“ in Sangerhausen organisiert (unser Bild). Er, seine Mitstreiter aus der Kyffhäuser-Unstrut-Harz-Gegend sowie die Tagungsreferenten widmen sich dort der Präsentation überwiegend regionaler ur- und frühgeschichtlicher Funde, Befunde sowie Überlieferungen und Sagen, die geeignet sein könnten, Thesen zur Kenntnis des frühen Menschen über Astronomie, Himmelsmechanik und Kalenderwesen zu untermauern. Neben neuen Erkenntnissen wurde auch das „Gerüst“ der nächsten Tagung Anfang Oktober 2011 besprochen. – Eine PKW-Tour entlang der Unstrut führte an Ostern u. a. nach Wendelstein, Nebra, Tröbsdorf und Wennungen. Besonders in Nebra wurden mit Museumleiterin Roswitha Hartmann alte Kontakte gepflegt. Aus ihrer reichhaltigen Sammlung wird die im Laufe des nächsten Monats zahlreiche Unterlagen zur Flussschifffahrt in unserem Arbeitsgebiet zwischen Sachsenburg und Wendelstein zur Verfügung stellen. Auch aus Wendelstein wurde Interesse an „Die Unstrut – Ein Fluss und seine Geschichte(n)“ signalisiert und Unterstützung angekündigt. Erfolgreich war ebenso ein persönliches Gespräch mit einer Bürgerin in Rossleben, deren Großvater mit Inbetriebnahme der Unstrutbahn die Schifffahrt auf unserem Heimatfluss beendete und damit frühzeitig Gespür für die damalige transporttechnische Entwicklung zeitigte. Zudem wurde in Aussicht gestellt, einen Vororttermin zum Besuch des eingelagerten und derzeit in Reparatur befindlichen, letzten historischen Unstrut-Schleppschiffes zu vermitteln. Auch ein Besuch des Friedhofes in Heldrungen brachte weitere Erkenntnisse für unser Unstrut-Buch. In Tröbsdorf wurde zudem ein unbekannter, weil bislang verborgener Denkstein (1795) zur Schiffbarmachung „entdeckt“.


Mittwoch, 27. April 2011

Zu einem Vortrag über die Arbeit in Archiven bzw. mit Archivgut hat der Heimatverein ARATORA den Verkehrshistoriker und Mitarbeiter am Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abt. Dessau, Tommy Pfennig aus Erfurt, eingeladen. Besonders in unserer Region ist er als Sammler und Forscher zur Geschichte der Kyffhäuserkleinbahn bekannt, deren Geschichte 2016 in Buchform veröffentlicht werden soll. Der Vortrag mit Tommy Pfennig findet an diesem Freitag, 29. April 2011 um 18.30 Uhr in der Volkshochschule Artern, Puschkinstraße 58 statt. Archivare, Museumsmitarbeiter, Heimatvereine, Chronisten, Genealogen, Geschichts- und Heimatinteressierte sind herzlich dazu eingeladen. In seinen Ausführungen wird unser Referent auf die Arbeit im Archiv, die Organisation und Aufbau des Archivwesens in Deutschland, den Bundesländern (besonders in Mitteldeutschland) sowie den Städten und Gemeinden eingehen. Neben "Wer darf eigentlich ein Archiv benutzen?" werden häufig gestellte Fragen zur Recherche nach Archivalien sowie deren Benutzung und Auswertung beantwortet. Zudem wird Tommy Pfennig reichhaltiges Informationsmaterial zum Archivwesen in Mitteldeutschland und darüber hinaus mitbringen. Bitte nutzen Sie dieses Angebot zur Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der VHS Artern!


Montag, 25. April 2011

Zum mittlerweile 7. Tag der Heimatgeschichte laden Kreisheimatpfleger Gottfried Braasch aus Wiehe und die Vorbereitungsgruppe dieser Veranstaltung herzlich ein. Diesmal finden Vorträge und Referate am Samstag, 7. Mai 2011 ab 9.30 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul in Jechaburg/ Sondershausen statt. Thema des Tages ist „Archäologie erhält/erhellt Vergangenheit“. Angesprochen werden vor allem Mitglieder und Freunde unserer Heimat- und Geschichtsvereine, Hobbyhistoriker, Ortschronisten, Lehrer (!), Vertreter kommunaler Einrichtungen und politische Entscheidungsträger. Hintergrund für das diesjährige Motto des Tages der Heimatgeschichte sind zahlreiche Funde und Befunde, die während archäologischer Grabungen im Kyffhäuserkreis ans Tageslicht kamen und die teilweise sogar überregionale Bedeutung besitzen. Folgender Tagungsablauf ist geplant: 9.30 Uhr Orgelspiel und Begrüßung, 9.45 Uhr Uwe Lüttkopf, Heimat- und Geschichtsverein Jechaburg: Das Archidiakonat Jechaburg (Vortrag), 10.00 Uhr Dr. Diethard Walter, TLDA: Entdeckungen um den Frauenberg – archäologische Untersuchungen um Sondershausen“ (Vortrag), 10.45 Uhr Pause, 11.15 Uhr Dr. Klaus-Peter Wechler, TLDA: Archäologie von Leubingen bis Voigstedt entlang der A 71 (Vortrag), 12.00 Uhr Gespräch mit den Referenten, 12.30 Uhr Mittagessen, 14.00 Uhr Führungen am Frauenberg (frühmittelalterliches Machtzentrum), 15.00 Uhr Kaffee und Kuchen am Tagungsort in Jechaburg, 16.00 Uhr Orgelmusik in der 1731 geweihten Kirche St. Peter und Paul in Jechaburg. – Interessierte melden sich bitte bei Pfarrer i. R. Gottfried Braasch, Kammradt-Straße 2, 06571 Wiehe an (Tel. 034672 / 82233, Fax 034672 / 69166 oder per Mail unter gottfried.braasch@online.de). Anmeldeschluss ist Samstag, 30. April 2011! - Unser Bild zeigt Grabungsbefunde in der Veitskirche Artern Ende der 1990er Jahre, u. a. Fundament eines mächtigen Westturmes, mittelalterliche Fußbodenreste sowie halbrunde Apsis.


Samstag, 23. April 2011

Mit dem vermutlich ältesten liturgischen Gesang in deutscher Sprache (1160) möchten wir die Besucher unserer Homepage auf das Osterfest einstimmen, wobei die zweite Strophe dieses österlichen Liedes im 15. Jahrhundert ergänzt und das Stück später von Marin Luther in Neufassung in das Wittenberger Gesangbuch aufgenommen worden ist. „Christ ist erstanden“ galt auch als Siegeshymne des Deutschen Ritterordens. Unser Bild zeigt eine Kreuzigungsszene in der Münsterkirche St. Alexandri (11. Jahrhundert) in unserer Partnerstadt Einbeck. - Allen Vereinsmitgliedern, Freunden und Mitstreitern in der Heimatgeschichtsforschung frohe Ostern und innere Einkehr!

Christ ist erstanden von der Marter alle.
Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.

Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen.
Seit dass er erstanden ist, so loben wir den Vater Jesu Christ. Kyrieleis.

Halleluja, Halleluja, Halleluja!
Des soll‘n wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.


TDoD 2011

Donnerstag, 21. April 2011

Das Landratsamt Kyffhäuserkreis informiert über den diesjährigen Tag des offenen Denkmals, der am 11. September 2011 stattfindet und unter dem Thema „Romantik Realismus Revolution – Das 19. Jahrhundert“ steht. Die Untere Denkmalschutz-behörde ruft deshalb wieder alle Denkmaleigentümer auf, sich aktiv am Tag des offenen Denkmals 2011 zu beteiligen. Die Teilnahmebögen können unter http://www.thueringen.de/denkmalpflege/pdf/meldebogen.pdf heruntergeladen werden. Anmeldeschluss ist Freitag, 13. Mai 2011 über Untere Denkmalschutzbehörde in Sondershausen oder Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Erfurt. – Auch der Heimatverein ARATORA beteiligt sich in diesem Jahr am Tag des offenen Denkmals und ist bereits mit den Eigentümern im Gespräch. Nur soviel: Das ins „Visier“ genommene Bauwerk in Artern war noch nie zu einem Tag der offenen Tür zugänglich und wird deshalb bestimmt viel Interesse wecken. - Zum selben Thema meldet die Homepage http://www.tag-des-offenen-denkmals.de/: „Ab sofort kann man historische Baudenkmale zum Tag des offenen Denkmals am 11. September anmelden. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit. In diesem Jahr steht der Denkmaltag unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert". Gezeigt werden sollen die stilistische Vielseitigkeit, der rasante technische Fortschritt und der sich in der Architektur widerspiegelnde gesellschaftliche Wandel dieser Epoche. Von der Romantik und ihrer am Mittelalter und Klassizismus orientierten Formensprache bis zum Beginnen der Architektur der Moderne. Auch technische und industrielle Denkmale sowie die Anfänge der Archäologie im 19. Jahrhundert können Thema sein. Eine Anmeldung erfolgt unter genannter Homepage oder schriftlich bei der Stiftung. Anmeldeschluss ist der 31. Mai. Die Stiftung stellt für die Werbung vor Ort kostenfrei Plakate und weitere Materialien zur Verfügung. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Mit ihm werden einmal im Jahr selten oder nie zugängliche Kultur-denkmale einem breiten Publikum geöffnet. 2010 erlebten bundesweit rund 4,5 Millionen Besucher mehr als 7.500 offene Denkmale.“


Dienstag, 19. April 2011

Mehr als fünfzig Mitglieder und Gäste des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde, des Geschichtsvereins Sangerhausen sowie weiterer regionaler Heimatvereine, darunter ARATORA e.V. Artern, trafen sich am vergangenen Samstag in Sangerhausen (unser Bild). Ehe der Harzverein am Nachmittag seine Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Herrenkrug“ am Rosarium durchführte, waren Interessierte zu drei sehr interessanten Vorträgen über historische Themen unserer ehemaligen Kreisstadt Sangerhausen gebeten worden: Helmut Loth, Vereinsvorsitzender unseres Partnervereins, brachte mit sehr vielen Stadtplänen, historischen Ansichten und Detailaufnahmen geschichtlich bedeutsamer Stätten einen Abriss zur Entwicklung der Stadt Sangerhausen seit dem Mittelalter nahe. Er demonstrierte das Wachsen und Gedeihen von der ersten Siedlung über Burg- und Kirchenbau, Ausweitung des städtischen Siedlungsgebietes hin zur neuzeitlichen Stadterweiterung. – Ein weiterer Vortrag widmete sich den achtwöchigen Grabungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt im Bereich des Alten Schlosses (Musikschule) in Sangerhausen. Dort kam u. a. ein mittelalterliche Keller nebst sehr breiter Treppe und andere Fundamente ans Tageslicht, weiterhin Kleinfunde, so ein Tonköpfchen, ein Miniaturreiter, diverse Gefäße und zerscherbte Keramik. Besonderes Interesse wurde tiergestaltigen Gießgefäßen gewidmet. - Abschließend kam das heutige Europa-Rosarium in einem Vortrag zu Ehren, aus dessen Geschichte und botanischen Beständen berichtet wurde. – Wieder einmal haben es die Freunde vom Sangerhäuser Geschichtsverein geschafft, eine attraktive Veranstaltung auf die Beine zu stellen; dafür herzlichen Dank, auch für die zahlreichen sehr aufschlussreichen Gespräche am Rande der Tagung. Wir freuen uns bereits auf die nächsten Termine in der Rosenstadt: 4. bis 6. Mai: Jutta-von-Sangerhausen-Tage sowie 17. Juni: Vortrag über die Ergebnisse der aktuellen Bauforschung in der Ulrichkirche. Zudem wurde auf der vergangenen Tagung Kontakt für einen weiteren interessanten regionalhistorischen Vortrag im Herbst dieses Jahres in Artern geknüpft.


Artikel

Sonntag, 17. April 2011

Unser nächster Familiengeschichtlicher Abend findet am Freitag, 27. Mai 2011 um 18.30 Uhr statt. Dies ergab ein kürzlich geführtes Gespräch mit Dr. Axel Römer aus Pulheim (NRW), den wir dazu als Referenten begrüßen dürfen. Familienforscher und heimat-geschichtlich Interessierte mögen sich bitte diesen Termin vormerken. Angedacht ist, dass Dr. Römer - selbst aus Artern stammend und mit seinen Forschungen u. a. Artern, Voigtstedt, Brücken, Katharinenrieth und Schönfeld tangierend - einen Lichtbildervortrag zur Familienforschung hält, der unsere Besucher bis in die Zeit der Reformation führt. Immerhin ist einer seiner Ahnen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, Pfarrer Cyriacus Kramer, als erster lutherischer Geistlicher in Voigtstedt verbürgt. Weitere Nachweise von Familienmitgliedern finden sich in Orten der Umgebung. Darüber hinaus beschäftigt sich Dr. Axel Römer mit der Erforschung der Pfarrer und weiterer Geistlicher in Artern und Umgebung, gleichfalls seit der Reformation. (Unsere Abbildung zeigt den Kopf eines umfangreichen und gehaltvollen Artikels über den Dekan und Magister Daniel Bäumchen aus Artern.) Unser Familiengeschichtlicher Abend wird diesmal in Voigtstedt stattfinden, verbunden  mit Besichtigung der dortigen Marienkirche ab 17.45 Uhr. Das Veranstaltungslokal in unserer Nachbargemeinde steht noch nicht fest und wird nachgereicht. Für Interessierte aus Artern ohne PKW wird ein kostenloser Fahrdienst eingerichtet. – Doch zuvor sei noch einmal an unseren Vortragsabend in diesem Monat erinnert: Am Freitag, 29. April 2011 widmet sich Tommy Pfennig aus Erfurt um 18.30 Uhr in der Volkshochschule Artern dem Thema „Arbeiten und Forschen in Archiven“ und gibt Einblicke in das lokale und regionale Archivwesen Mitteldeutschlands.


Freitag, 15. April 2011

Die Einladung nach Oberröblingen zu einer sehr interessanten Buchpräsentation mit orts- und heimatgeschichtlichem Flair nahm der ARATORA-Vorsitzende am vergangenen Dienstag an. Nachdem bereits im vorigen Jahr das umfang- und detailreiche Heimatbuch „Oberröblingen an der Helme. Aus der Geschichte eines Dorfes in der Goldenen Aue“ veröffentlicht worden war, folgte nun die Präsentation der Fortsetzung dieser Chronik. Immerhin wurde seit fast dreißig Jahren keine größere Veröffentlichung zur Geschichte dieses interessanten Dorfes mehr veröffentlicht. (Die letzte heimatgeschichtliche Broschüre stammt noch aus der Feder des längst verstorbenen Ortschronisten Rudolf Möncher anlässlich der 1100-Jahrfeier 1981). Bereits im Juni 2010 hatten die Autoren Winfried Holzlehner (unser Bild), Oswald Holzlehner sowie Hartmut Müller eine 176seitige Schrift veröffentlicht, die dem Leser zahlreiche Aspekte aus Dorf- und Familiengeschichte sowie Volkskunde unserer Nachbargemeinde nebst zahlreichen, sehr attraktiven Abbildungen nahebringt. Leider ist die schöne Chronik als Druckexemplar bereits ausverkauft; als Datei auf CD-ROM ist diese aber noch erhältlich. Seit Vorstellung eben dieses Buches ist Neues hinzugekommen, sodass sich die Autoren entschlossen, eine Fortsetzung folgen zu lassen (60 Seiten, fast 50 Abbildungen), die u. a. über die Wiederentdeckung des historischen Dorfarchives, über Ahnenforschung, alte Flurnamen, Flugzeugabstürze, historische Trinkwasserversorgung und die Zuckerfabrik Oberröblingen berichtet. Zwischenzeitlich sind auch weitere Fotos hinzugekommen, u. a. von Familie Kurt Hamatschek, vormals Siedemeister in der Zuckerfabrik. Und Anke Hoffmann aus Grillenberg hat aktuelle Luftbilder von Oberröblingen, die sie während einer Ballonfahrt aufgenommen hat, zur neuen Publikation zur Verfügung gestellt (siehe dazu auch unter SONDERSCHRIFTEN - Aktuelle Veröffentlichungen von Vereinsmitgliedern & Freunden). Umrahmt mit Rezitationen und unterhaltenden Präsentationen fügten sich diese Einzelteile zu einem schönen heimatlichen Abend. Am Rande der Veranstaltung wurden auch wichtige Daten und Unterlagen zur Heimat- und Familiengeschichte der Stadt Artern und der Gemeinde Oberröblingen ausgetauscht. Ortsgeschichts- und Familienforscher Hartmut Müller wurde zudem als Referent eines Vortrags im Rahmen einer unserer Familiengeschichtlichen Abende im Herbst nach Artern eingeladen.


Mittwoch, 13. April 2011

In Vorbereitung des Buches „Die Unstrut – Ein Fluss und seine Geschichte(n)“ wurde während der ersten schönen Frühlingstage zunächst „Feldarbeit“ geleistet: Die Friedhöfe und Kirchplätze zwischen Sachsenburg und Wendelstein – dem Arbeitsgebiet der beiden Autoren – wurden besucht und in stundenlanger Arbeit Grabsteine und Denkmale in Augenschein genommen und dokumentiert. Der Erfolg dieser Suchaktion kann sich durchaus sehen lassen, zumal historische Gräber (19. Jahrhundert und älter) oftmals längst geräumt worden sind und bei den noch existenten längst nicht immer direkte Bezüge zur Unstrut (also Berufe, Unglückfälle usw.) auf den Grabsteinen vermerkt worden sind. Trotzdem war die Suche relativ erfolgreich; so konnten z. B. ein Unstrutschiffsherr und ein in der Unstrut Ertrunkener eindeutig mittels Grabmalen nachgewiesen werden. Weiterhin durfte aus Schönewerda eine sehr umfangreiche historisch-volkskundliche Abhandlung von Hans König leihweise in Empfang genommen werden. Neben archäologischen und historischen Niederschriften wurden von diesem Schönewerdaer Heimatforscher auf rund 50 Seiten über Schifffahrt auf der Unstrut und Hochwasser geschrieben – exzellente Informationen und Daten für unser neues Buch, das 2012 erscheinen soll. Darüber hinaus haben sich weitere Mitbürger aus unseren Unstrutorten gemeldet, die mit Bild und Text mithelfen möchten. Auch auf archivalischem Gebieten hat sich bereits einiges getan, besonders hinsichtlich historischer Abbildungen und Landkarten für das Unstrut-Buch, denn immerhin möchten die Autoren Dr. Mathias Deutsch und Andreas Schmölling möglichst seltene bzw. noch nie veröffentlichte Aufnahmen und Darstellungen ins Buch bringen. Der aktuelle Vorlauf hierfür ist gleichfalls sehr verheißend. Betreffs der Resonanz auf das neue Buch scheinen die Autoren genau den Nerv getroffen zu haben, denn insgesamt sind derzeit noch mehr als 60 Personen, u. a. aus Rossleben, Oldisleben, Donndorf und Schönfeld zu befragen, zudem noch einige große Archive und Sammlungen in Mitteldeutschland „abzugrasen“. Die ursprünglich angepeilten 120 Seiten Umfang werden mit hoher Sicherheit nicht ausreichen, sodass eine Aufstockung auf mindestens 200 Seiten realistisch erscheint, ggf. sogar noch ein Ergänzungsband. – Unser Bild zeigt die Unstrut-Brücke bei Artern, Reinsdorfer Straße vor ihrer Zerstörung am 12. April 1945 sowie die Gaststätte Weise.


Montag, 11. April 2011

Heute vor 125 Jahren hätte ein Feuer, wäre es nicht rechtzeitig unter Kontrolle gebracht worden, ein seit 1728 in Artern befindliches Wahrzeichen vernichtet. An der westlichen Seite des hölzernen Saline-Kunstturmes nahe der Mühle war die Bretterverschalung auf Höhe des vierten Stockwerkes in Brand geraten. Als Ursache des Feuers wurde vermutet, dass Funken der nahen Papiermühle aus deren Schornstein entwichen und durch den zurzeit herrschenden Sturmes in Richtung Kunstturm getragen worden sind. Dort könnten die glühenden Teile auf faules Holz oder in ein Vogelnest geflogen sein und den Brand ausgelöst haben. Erst 1897 hatte der Turm ausgedient und wurde niedergelegt.


Samstag, 9. April 2011

In mühevoller Kleinarbeit haben unsere Forscherkollegen vom Luftzeugamt Kölleda http://www.luftzeugamt-koelleda.de unter Leitung von Ralf Lemser in den letzten Jahren Jahre ungezählte Dokumente über den ehemaligen Flugplatz dort sowie Luftfahrgeschichte im Raum Nordthüringen zusammengetragen. Heute startet die militärgeschichtliche Dauerausstellung "Luftzeugamt Kölleda - Gegen das Vergessen" im Backleber Tor in die neue Saison. Nach viermonatiger Winterpause, die wie immer traditionell vom Förderkreis für Heimatgeschichte für inhaltliche Umbauten der Ausstellung genutzt wurde, erwartet die Besucher in diesem Jahr eine noch größere Fülle von Fotos und Zeitzeugnissen rund um die mitteldeutsche Luftfahrt- und Militärgeschichte des Zweiten Weltkrieges, wobei das ehemalige Luftzeugamt Kölleda weiterhin im Fokus der Dokumentation steht. Hochwertige neue Flugzeugmodelle, darunter auch einer der ersten Hubschrauber der Welt - der übrigens nachweislich im Frühjahr 1945 in Kölleda und Erfurt geflogen ist - sowie Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände, Fotos und Schriftstücke wurden neu in die Ausstellung aufgenommen und werden ab sofort zu sehen sein. Eine einzigartige Sammlung von Werkzeug- und Ersatzteilkisten aus dem Bereich der Flugzeugwartung, die europaweit größte bekannte Sammlung an Ersatzteilen des Flugzeugbaumusters Dornier "Do 17" und Einzelschicksale des fliegendes Personals runden diese mannigfaltige und kurzweilige Exposition ab. Exklusiv werden auch erstmals Luftbilder der Jahre 1944/45 von der Stadt und den einstigen Flugplatzanlagen, sowie originale Zeitzeugnisse der damaligen politischen Führung von Kölleda präsentiert. Geöffnet ist die Dauerausstellung jeden Samstag in den geraden Wochen von 13.30 Uhr bis17.00 Uhr oder nach individueller Vereinbarung unter info@luftzeugamt-koelleda.de bzw. am Abend unter 03635 / 400049 (Ralf Lemser). – Unser Bild zeigt Vorstandsmitglieder des Heimatvereins ARATORA beim Besuch der Ausstellung im Sommer 2010, in dessen Nachgang Datenmaterial, Abbildungen und Dokumente u. a. Arterner Flugzeugführer an die Kölledaer Freunde weitergeleitet werden konnten.