Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Samstag, 26. März 2011

Dass gerade Archäologie nach wie vor die Menschen fasziniert, stellte unser Vortrag zu Ausgrabungen entlang der Autobahn A 71 zwischen Voigtstedt und Heldrungen, gehalten am vergangenen Donnerstag von Dr. Klaus-Peter Welcher (unser Bild) vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLAD) in Weimar, eindrucksvoll unter Beweis. Fast 80 Besucher sorgten für einen beinahe vollbesetzten Rathaussitzungssaal; sie kamen u. a. aus Artern, Wiehe, Donndorf, Bottendorf, Heldrungen, Gorsleben, Voigtstedt, Sangerhausen, Schönfeld und Reinsdorf. In den letzten Jahren war Dr. Wechler als Grabungsleiter nahe Voigtstedt, Artern, Bretleben und Heldrungen tätig und brachte mit seinem Grabungsteam sowie ehrenamtlichen Helfern hochinteressierte Funde nach Jahrtausenden ans Tageslicht: Hausgrundrisse aus der Bandkeramik, Befestigungsanlagen, neolithische Gräber, Waffen und Schmuck aus Stein und Metall, ganze Schmelzöfen und sogar römische Handelsware. Neben aktuellen Grabungsbefunden aus den Fluren genannter vier Ortschaften stellt unser Referent zudem etliche Altfunde aus Artern vor, von denen viele, z. B. 1794 in der Saline entdeckte Grablegungen, leider oftmals heute verschollen sind. Eine kleinere Grabung im Stadtgebiet Artern steht indes demnächst noch an; der Heimatverein ARATORA wird darüber berichten. Für voraussichtlich 2013 kündigte Dr. Klaus-Peter Wechler eine wissenschaftliche Publikation an, die die ur- und frühgeschichtlichen Funde im Vorfeld des Autobahnbaues der A 71 im Kyffhäuserkreis vorstellen und dokumentieren wird. Wenn unser Vortrag nur ein Vorgeschmack war, dann wird das erwartete Buch das „Hauptgericht“ sein, auf das sich alle Geschichtsinteressierten sehr freuen dürfen. - Noch mehr über archäologische Forschungen in unserer Heimat (z. B. aktuelle Grabungsergebnisse auf dem Frauenberg bei Sondershausen) gibt es zum nächsten Tag der Heimatgeschichte im Kyffhäuserkreis, der am Samstag, 7. Mai 2011 in Jechaburg stattfindet, wo sich Heimatvereine, Ortschronisten, Bodendenkmalpfleger und Geschichtsfreunde u. a. mit Mitarbeitern des TLAD bzw. des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens in Weimar treffen. Demnächst wird auch eine Broschüre über die Grabungen (Frühmittelalter) auf dem Frauenberg erscheinen.


AiD

Donnerstag, 24. März 2011

Geradezu passend zum heutigen Vortrag des Heimatvereins ARATORA mit PD Dr. Klaus-Peter Wechler über Grabungen entlang der Autobahn A 71 erschien soeben im Heft 2 (März/April 2011) der Zeitschrift „Archäologie in Deutschland“ in deren Rubrik „Forschung“ der Artikel „6000 Jahre Siedlungsplatz. Ein Tell in Mitteldeutschland?“, wobei unter einem Tell ein prähistorischer Siedlungshügel zu verstehen ist. Das Interessante an dem Aufsatz ist natürlich der Hügel als solcher aber auch dessen Fundort in der östlichen Goldenen Aue - nur zehn Fahrminuten von Artern entfernt und gleichfalls im Zuge der Errichtung der A 71 entdeckt und ausgegraben. Dazu meldet die Homepage www.aid-magazin.de des seit 1984 im Konrad-Theiß-Verlag Stuttgart erscheinenden populärwissenschaftlichen Fachmagazins: „Im Laufe von fast 6 Jahrtausenden entstand bei Niederröblingen ein ungewöhnlich geformter Siedlungshügel. Mit 2,5 m Höhe, einem Volumen von ca. 34 000 t und einer Fläche von etwa 4,75 ha erreichte der Hügel seine maximale Ausdehnung. Älteste Besiedlungsspuren datieren in die Linienbandkeramik um 5300 v.Chr. Bis in die Römische Kaiserzeit um 400 n.Chr. setzte sich die Siedlungstätigkeit hier mit Unterbrechungen fort. Während dieser Zeitspanne wurde unbrauchbar gewordenes Baumaterial immer wieder an Ort und Stelle einplaniert, sodass sich der Hügel nach und nach vor allem aus »Bauschutt« aufgeschichtet hat (...).“ Archäologie-Interessierten sei das aktuelle Heft (unser Bild), wie die zweimonatlich erscheinende Zeitschrift als solche nebst ihren Sonderausgaben, sehr empfohlen.


Dienstag, 22. März 2011

Entlang der künftigen Trasse der Autobahn A 71 retten und bergen Archäologen seit Beginn der Bauarbeiten für diesen wichtigen Verkehrsweg durch Thüringen ur- und frühgeschichtliche Spuren. Dabei kamen wichtige Funde und Befunde aus der Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit bis zum Mittelalter ans Tageslicht: Siedlungen, Gräber, Waffen, Schmuck und Alltagsgegenstände. Einen Einblick in die Arbeit der Grabungsteams des Thüringischen Landesamtes für Archäologische Denkmalpflege wird Grabungsleiter PD Dr. Klaus-Peter Wechler mit einem reichhaltigen Bildervortrag vermitteln, der am Donnerstag, 24. März 2011 um 19.00 Uhr im Sitzungssaal des Arterner Rathauses stattfindet und über archäologische Funde der vergangenen Jahre entlang der A 71 im Kyffhäuserkreis (Voigtstedt, Artern, Reinsdorf, Heldrungen) informiert. Zudem wird Dr. Wechler archäologische Altfunde aus dem Stadtgebiet und der Flur Artern vorstellen. Der Arterner Heimatverein ARATORA lädt zu diesem interessanten Vortrag sehr herzlich ein. Eintrittsgeld wird natürlich nicht erhoben!


Wanderführer von vor 150 Jahren

Sonntag, 20. März 2011

Quasi als Geschenk zu seinem 160. Geburtstag veröffentlichte der Verlag Harald Rockstuhl in Bad Langensalza kürzlich ein Buchquartett über historische Flusswanderungen an Mosel, Werra, Saale und Unstrut aus der Feder von August Trinius (1851-1919), Wanderschriftsteller und „Erfinder“ des Slogans von Thüringen als dem grünen Herzen Deutschlands. Die Sachsenburgen, der Glockenturm des gleichnamigen Dorfes und die imposante Zwölfbogenbrücke grüßen als Umschlagbild des Bandes „Durch‘s Unstruttal - Ein Wanderbuch 1892. Von Naumburg a.d.S. bis zum Kyffhäuser“. Der Verfasser, eigentlich Carl Freiherr von Küster, nimmt den Leser darin mit auf eine poetisch-romantische Reise entlang unseres Heimatflusses, wobei besonders für uns seine Notizen des dritten bis fünften Wandertages interessant sind. Diese behandeln folgende Wanderroute: Wendelstein - Roßleben - Wiehe - Hechendorf - Donndorf - Nausitz - Gehofen - Kalbsrieth - Heygendorf - Mönchspfiffel - Allstedt - Der Hagen - Artern - Reinsdorf - Heldrungen Sachsenburgen - Oldisleben - Seehausen - Frankenhausen - Barbarossa-Höhle - Die Falkenburg - Rathsfeld - Kyffhäuser - Die Numburg - Die Rothenburg - Tilleda - Der Kyffhäuser. - Erhältlich ist dieser attraktive und fast 400 Seiten umfassende Band sowie weitere Bücher beim Thüringer Heimatliteraturversand unter www.literaturversand.de.


Mühlgraben Artern

Freitag, 18. März 2011

Das Angebot von Büchern und Broschüren mit heimatkundlichem Inhalt wird in absehbarer Zeit um etliche neue und interessante Ausgaben reicher werden. Wie uns Bergbauhistoriker Thilo Ziegler aus Sangerhausen mitteilt, wird seine 25teilige Reihe zur Geschichte des Sangerhäuser Berg- und Hüttenwerkes bald um die nächste Ausgabe ergänzt; es erscheint eine Broschüre über die Bergvogtei Thüringen, eine sächsische bzw. seit 1815 preußische Bergbaubehörde in Eisleben, später Sangerhausen und Halle. In derselben Reihe ist als darauffolgende Veröffentlichung eine Broschur über den bereits 1542 angehauenen Gonnaer Stolln geplant. - Anlässlich der 1225. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung sollen in diesem Frühjahr ortsgeschichtliche Werke über die Gemeinden Donndorf und Oberbösa im Kyffhäuserkreis erscheinen. - Zum Jahresende steht dann die Veröffentlichung eines neuen Bildbandes über unseren Nachbarkreis Mansfeld-Südharz von Heinz Noack an. - Ebenfalls in absehbarer Zeit will der Geschichtsverein Sangerhausen eine Broschüre über 80 Jahre Stadtbad veröffentlichen, arbeitet am nächsten Mitteilungsheft des Vereins und denkt darüber nach, den bereits erschienenen Büchern „Zwischen Kaiser und Treuhand. Aufstieg und Untergang der Maschinenfabrik Sangerhausen“ (2006) und „Von Gasbehälter und Drehstrommotor. Streiflichter zur Geschichte der Energieversorgung in Sangerhausen seit 1869“ (2008) eine weitere Veröffentlichung zur Industriegeschichte folgen zu lassen. - Und im Jahr 2012 erscheint schließlich zur 900-Jahrfeier der Gemeinde Bennungen eine Festschrift. - Auch in Oberröblingen/Helme wird neues heimatkundliches Material verlegt; nachdem bereits 2010 ein Buch zur Ortsgeschichte veröffentlicht worden ist, folgt im April eine Fortsetzung. - Wie bereits angekündigt, wird im kommenden Jahr im Verlag des Heimatvereins Aratora ein Buch mit dem Arbeitstitel „Die Unstrut - Ein Fluss und seine Geschichte(n)“ über das historische Leben in den Ortschaften zwischen Thüringer Pforte und Burg Wendelstein publiziert (unser Bild: Mühlgraben und Mühle Liebe in Artern). - Auch die sehr umfangreiche „Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Thüringen. Kyffhäuserkreis“, zu deren Erstellung seitens des Heimatvereins ARATORA immer wieder gern Zuarbeiten geleistet worden sind, nimmt allmählich Gestalt an. Ebenfalls im Jahr 2012 wird diese Gesamtdarstellung der Denkmale in unserem (Noch)-Kreis veröffentlicht, wie uns Autor Dietrich Wiegand aus Hemleben mitteilte. - Zu gegebener Zeit wird an dieser Stelle über angesprochene sowie weitere Veröffentlichungen und Reprints berichtet.


Mittwoch, 16. März 2011

Mit vier neuen Abbildungen aus alter Zeit ist heute unsere GALERIE erweitert worden, sodass die Zahl der zur Verfügung gestellten bildlichen Zeugnisse Arterner Geschichte sich allmählich den einhundert nähert. Die erste Abbildung zeigt den Bismarckplatz und einen Teil der Leipziger Straße um 1920. Ein weiteres Bild bringt eine Ansicht des Ratskellers um 1950, wobei besonders die heute nicht mehr existente Tür ins Vereinszimmer der Gaststätte zu beachten ist. Der westliche Ausgang der Harzstraße nahe des ehemaligen Kinos, vormals Standort eines mittelalterlichen Stadttores (des sog. Napptores), zeigt das nächste Foto. Vervollständigt wird unsere kleine Bildauswahl mit einem Gruppenfoto, ein Gemeinschaftsessen im Reichsarbeitsdienstlager Artern im Jahr 1938 darstellend. Weitere Bilder folgen demnächst.


Montag, 14. März 2011

Der Termin für den bereits avisierten öffentlichen Vortrag über „Arbeiten und Forschen im Archiv“ konnte dieser Tage verbindlich festgelegt werden: Freitag, 29. April um 18.30 Uhr in der Volkshochschule Artern. Als Referent hat sich Tommy Pfennig aus Erfurt, Verkehrshistoriker und Mitarbeiter am Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Dessau, angekündigt. Den meisten Geschichtsinteressierten ist Tommy Pfennig (auf unserem Bild in der Mitte) besser bekannt als engagierter Forscher zur Geschichte der Kyffhäuserkleinbahn Artern-Berga/Kelbra. (Erst Anfang Dezember vergangenen Jahres präsentierte er eine große Anzahl sehr attraktiver Bilder zu dieser Thematik während eines Vortrags in Artern.) Diesmal berichtet er jedoch aus seiner Archivarbeit und bietet sowohl Archiv- und Museumsmitarbeitern als auch Geschichtsvereinen, Heimatfreunden, Ortschronisten und Genealogen an, sich über Möglichkeiten und Umfang eigener Forschungen in verschiedenen Archiven Mitteldeutschlands und der Bundesrepublik zu informieren. Darüber hinaus hat er angekündigt, eine Vielzahl von Informationsunterlagen zur Archivarbeit mitzubringen. Zu gegebener Zeit wird noch ausführlicher für diese Veranstaltung geworben. – Vorerst freuen wir uns aber auf den Vortrag von PD Dr. Klaus-Peter Wechler, der archäologische Funde an der A 71 vorstellt, am Donnerstag, 24. März 2011 um 19.00 Uhr im Rathaus Artern.


Porträt von Henritte Lüttich, geb. Schall

Samstag, 12. März 2011

Mit Gabriele Breuckmann nebst ihrer Schwester hatte sich vergangenen Donnerstag sehr angenehmer Besuch aus Düsseldorf angemeldet. In Sachen Genealogie aus Leipzig kommend, machten die Familienforscherinnen aus NRW Zwischenstation in Artern, um im Stadtarchiv neue Quellen zu ihren Ahnenfamilie Weidlich (Oberer Hof) zu erschließen bzw. mit dem Heimatverein ARATORA schon länger bestehende Kontakte zu pflegen. Bereits ein paar Tage zuvor hatte Gabriele Breuckmann einige sehr schöne und bislang unbekannte Porträts aus der eigenen Ahnengalerie (Fotos, Stiche und Gemälde – unser Bild zeigt Henriette Lüttich, geb. Schall) nach Artern geschickt. Für die Ortsgeschichtsforschung ist diese freundliche Überlassung interessant und wichtig, hatten doch einige der Dargestellten ihren Wohnsitz in Artern bzw. waren in das Geschehen unserer Stadt involviert (Familien Weidlich, Lüttich, Schall). Erwähnte Abbildungen korrespondieren hervorragend mit den uns vor wenigen Wochen aus Köln zugesandten familiengeschichtlichen Unterlagen, über die am 26. Februar näher berichtet worden ist. - Im Gegenzug konnte seitens des Vereins Kontakt zu einer Forscherin aus Marburg hergestellt werden, die gleichfalls u. a. zu den Familien Lüttich und von Lepel (beide auch in Artern) recherchiert. Die Ergebnisse beider Damen werden sich im Kontext gut ergänzen. - Im persönlichen Gespräch mit Gabriele Breuckmann vor zwei Tagen wurden neben reichhaltigem Informationsaustausch auch neueste bildliche Erwerbungen vorgestellt, u. a. ein Album der hiesigen Gutbesitzerfamilie Lüttich mit Aufnahmen um 1920 aus Niemegk in Brandenburg sowie sehr schönen privaten Fotos aus Artern (u. a. Veitskirche, Ritterstraße, Unterer Hof, Oberer Hof mit Teilansicht der Saline, Familienaufnahmen). Diese bislang ungekannten Bilder werden demnächst für unser Vereinsarchiv als Scans zur Verfügung gestellt. Zur Weitervermittlung werden immer noch Bilder oder Unterlagen zum Oberen und Unteren Hof sowie dem Schallschen Gut gesucht – wer helfen kann und möchte, wende sich bitte an den Vorstand.


Donnerstag, 10. März 2010

Eine ungewöhnliche Postkartensammlung fand vor einigen Tagen den Weg ins Archiv des Heimatvereins ARATORA. Hilde Haß, Ehefrau von Bäckermeister i. R. Wilhelm Haß aus Artern, überließ uns mehr als siebzig Schwarzweißaufnahmen mit bekannten, überwiegend deutschen Filmschauspielern vergangener Tage. Die hübsche Sammlung mit Belegen aus den 1940er und 1950er Jahren zeigt so bekannte und noch immer beliebte Mimen wie Heinz Rühmann, Hans Moser, Magda Schneider, Marika Röck (unser Bild), Johannes Heesters, Kristina Söderbaum, Caterina Valente, Theo Lingen, Rosita Serano, Zara Leander, Magda Schneider und viele, viele andere mehr. Auf etwas mehr als der Hälfte der Postkarten haben die Stars aus seligen UFA-Zeiten ihre Originalunterschriften hinterlassen. Leider sind weder Herkunft noch der Sammler dieser Postkarten bekannt. Trotzdem, ganz herzlichen Dank für den schönen Zug, die Sammlung zur Filmgeschichte nicht achtlos wegzuwerfen, sondern in interessierte Hände zu geben. Denn immer noch wird viel zu viel historisches Material, meist aus privatem Besitz, achtlos entsorgt. Ein Anruf beim Heimatverein würde reichen, um Unterlagen für die Zukunft sichern zu helfen. Machen Sie mit und unterstützen Sie uns beim Erhalt historischer Objekte!


Dienstag, 8. März 2011

Freunde der Familienforschung dürfen sich ab morgen und dann jeweils mittwochs ab 20.45 Uhr auf die neue Staffel von „Die Spur der Ahnen. Jede Familie hat ihr Geheimnis“ im MDR-Fernsehen freuen. In drei Folgen zu je dreißig Minuten wird mysteriösen Ereignissen und spannenden Familiengeschichten aus Mitteldeutschland nachgegangen. Moderator Robert Burdy und Genealogin Martina Wermes begleiten Familienangehörige auf ihren Recherchen in Archiven, Kirchenbüchern und historischen Stätten. Die erste Familienlegende führt an den Fuß des Kyffhäusers, nach Bendeleben, wo seit 1961 Johannes Stein lebte – als Flüchtling; allerdings von West- nach Ostdeutschland! Warum diese Flucht ins Arbeiter- und Bauerparadies, darüber klärt „Die Spur der Ahnen" am Mittwoch, 9. März 2011 auf. Eine Woche später steht Gottfried Semper (1803-1879), der berühmte deutsche Architekt, im Mittelpunkt. Die Brüder Zimmermann aus Dresden glauben der Familienlegende ihrer Tante Marthel Semper, mit dem Schöpfer der Oper in Dresden und des Burgtheaters in Wien, die auf Gottfried Sempers Entwürfe zurückgehen, verwandt zu sein. Am Mittwoch, 23. März 2011 wandelt die Sendung schließlich auf Dichterspuren und beschäftigt sich mit Erich Kästner (1899-1974), dem Schöpfer u. a. des Kinderromans „Pünktchen und Anton“ (1931). Lehrer Claas Harmsen vermutet, dass er mit dem Schriftsteller verwandt sei. Doch Beleg fehlen bislang! – Geschichtsfreunde und Genealogen dürfen sich also wieder auf interessante Themen freuen, die hoffentlich anregen, selbst tiefer in die Geschichte der eigenen Familie einzudringen. Auf der Homepage des MDR bringen die Macher den Konsens der Sendung auf den Punkt: „Folgen Sie uns also auf der Spur der Ahnen! Denn niemand geht spurlos durchs Leben.“ - In Artern bietet der Heimatverein ARATORA gern Hilfe bei Forschungen zur Familiengeschichte an. Unser Bild zeigt einige Auszüge und Blätter aus dem Ahnenpass von Otto May aus Artern.


Sonntag, 6. März 2011

Zu seinem ersten Besuch im neuen Jahr weilte Vereinsmitglied Dieter Schirrling aus Rudolstadt dieser Tage wieder in Artern und brachte erneut sehr interessantes orts- und regionalgeschichtliches Material mit. So hinterließ er für das Archiv des Heimatvereins ARATORA eine Kopie des Buches „Heimatskunde für die Schulen des Kreises Sangerhausen“ (1899) aus der Feder des verdienstvollen Heimatforschers und Schriftstellers Karl Meyer aus Nordhausen, weiterhin Kopien eines Ausweises des Gutenberg-Bundes von 1932 für Artur Korn aus Artern. Zwei philatelistisch sehr schöne Stücke stellen Briefumschläge aus dem Jahr 1947 an das Arterner Baugeschäft Krause dar, die von Brasilien in die russisch besetzte Zone an Baumeister Paul Krause geschickt worden sind (unser Bild). Nicht zuletzt sind eine Quittung von 1854 für einen Text im Arterner Anzeiger sowie ein Bezahlbeleg über sechs Taler für das Sangerhäuser Kreisblatt aus dem Jahr 1823, entrichtet vom Arterner Superintendenten Johann Christian Sebald Schiller, von Interesse. Immer wieder schafft es Heimatsammler Dieter Schirrling sehr schöne und vor allem seltene Stücke aus der Geschichte unserer Stadt und ihrer Umgebung aufzutreiben, die er gern dem Heimatverein ARATORA überlässt. Dafür unseren herzlichen Dank! Zudem will er auch für das neue Buch „Die Unstrut – ein Fluss und seine Geschichte(n)" mit Bildern und Texten helfen.


Freitag, 4. März 2011

Anfang Juni vergangenen Jahres konnte der Heimatverein ARATORA Verwandten der Familien des Arterner Schuhfabrikanten Hermann Franke sowie von dessen Schwiegersohn Otto Heseler mit Unterlagen, Texten und Fotos zwecks genealogischer Forschungen helfen. Besonders hilfreich war dabei der Aufsatz „… genießt in Fachkreisen den Ruf unerreicht zu sein“. Zum 85. Todestag des Arterner Schuhfabrikanten, Fachschulleiters und Senators Hermann Franke (1851-1924) von Wilfried Schreier, veröffentlicht in Zeitschrift ARATORA 20/2010. Wie uns jetzt aus Gardelegen in der Altmark mitgeteilt wird, war ein gleichfalls 2010 initiiertes Familientreffen „dank Ihrer Hilfe ein voller Erfolg“  und führte zu weiteren Erkenntnissen der Familiengeschichte, ohne jedoch Klarheit im Großen und Ganzen erreicht zu haben. Von Interesse ist daher derzeit eine Villa in der Arterner Bahnhofstraße (unser Bild), heute An der Promenade 1, die „unser Urgroßvater Otto Heseler etwa um 1904 für seine Familie gebaut haben muß ... Wir haben auch eine Familie sprechen können, die uns berichtete, daß hinter dieser Villa ein Gebäude steht, welches früher als Schuhlager genutzt wurde.“ Neben parallel laufenden Recherchen im Stadtarchiv sowie in den Unterlagen des Heimatvereins werden Mitglieder und Interessierte um Hilfe gebeten, Informationen über die Villa und zur Schuherstellung zwecks Weitergabe zu übermitteln.


Mittwoch, 2. März 2011

Bislang beachtlichen Erfolg hatte der Aufruf zur Mithilfe für unser neues Buch „Die Unstrut – Ein Fluss und seine Geschichte(n)“, dessen Erscheinen für 2012 avisiert ist, und untermauert Interesse und Geschichtsbewusstsein der Menschen in unseren Orten! Freundliche Mitbürger aus Oldisleben, Bretleben, Schönewerda, Bottendorf, Wiehe und vor allem aus Artern brachten oder kündigten hochinteressante Belege aus dem Alltagsleben dieser Gemeinden entlang der Unstrut an – Unterlagen, die stets in direktem Zusammenhang mit unserem Heimatfluss stehen. Gerade diese zumeist privaten Aufnahmen und Dokumente sind es, die unser Buch füllen sollen; jenseits der immer wieder beschriebenen Burgen, Schlössern Klöster, Denkmale und großen Persönlichkeiten. Wenn auch Sie zum Gelingen dieses Unstrut-Buches beitragen möchten, sichten Sie einfach einmal alte Fotoalben aus Großvaters Zeiten oder schauen Sie mal auf den Dachboden, ob sich nicht dort noch Material aus alten Zeiten findet! Uns interessieren die Ortschaften zwischen Sachsenburg und Wendelstein sowie Personen, die dort lebten und z. B als Unstrutschiffer, Schleusenzieher, Fischer oder Müller (unser Bild zeigt die Wassermühle in Artern) arbeiteten oder auch anderweitig mit dem Fluss zu tun hatten. Hochwasserbilder, Landschaftsaufnahmen oder Fotos historische Ereignisse an der Unstrut sind von hohem Interesse; wir freuen uns zudem über Notizen und Hinweise zu Begebenheiten, über kurze Biographien oder künstlerische Darstellung heimischer Maler mit Flussmotiven. „Die Unstrut – Ein Fluss und seine Geschichte(n)“ soll ein heimatkundliches Lesebuch mit historischem, volkskundlichem und kulturellem Anspruch werden. Helfen auch Sie mit, dass dieses Buch so attraktiv wird, wie es sich die beiden Autoren wünschen - gern auch mit einer Spende zur Finanzierung, wie dies bereits seitens einiger Mitglieder geschehen ist. Darüber hinaus wurden von den Autoren auch schon Recherchen in Archiven vorgenommen, um Texte und möglichst noch nie veröffentlichte Illustrationen zu erlangen. Bisheriges Glanzstück: Unbekannter Kupferstich mit „Abbildung der Veste Schloß Heldrungen wie solche in Demolirung 1645 ausgesehen". Auf dem Blatt zu erkennen sind neben der Wasserburg auch Unstrut-Mäander sowie eine alte Holzbrücke nach Oldisleben.


Wappen Einbecker Geschichtsverein

Montag, 28. Februar 2011

Das nächste Treffen mit den Freunden des Einbecker Geschichtsvereins wurde dieser Tage terminlich vereinbart, findet im September statt und wird nach Hannoversch Münden und Bad Karlshafen führen. Wie uns Hennig von Lindeiner-Wildau aus Einbeck mitteilte, soll am Vormittag des 17. September 2011 eine Führung durch die Altstadt von Hannoversch Münden im südlichen Weserbergland geben, wobei insbesondere die Altstadt mit 700 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten im Mittelpunkt stehen. Mehr unter http://www.hann.muenden-tourismus.de/. Am Nachmittag führt die gemeinsame Fahrt nach der Kurstadt Bad Karlshafen im Nordhessischen, ca. 25 Kilometer entfernt. Die alte Stadt ist barock geprägt und mit ihren symmetrisch angelegten Straßenzügen größtenteils original erhalten. Bekannt wurde Bad Karlshafen als Wohnstätte von Hugenotten, woran heute ein Hugenottenmuseum erinnert. Weiteres zum Tourismus in der Landgrafenstadt unter http://www.bad-karlshafen.de/start2.htm. Vorgeschlagen wurden außerdem bzw. als Alternativen der Besuch des Römerlagers in Hedemünden oder des Klosters Bursfelde an der Weser. Die Einbecker Freunde sind noch in der Findungsphase, im Lauf des Frühjahrs wird dann über das Programm Klarheit herrschen. Mitglieder und Interessierte mögen sich bitte den 17. September vormerken und rechtzeitig Anmeldungen vornehmen.


Schiefer-Chronik

Samstag, 26. Februar 2011

Nachdem dem Ehepaar Barbara und Bobby Witschew aus Köln bereits im vergangenen Sommer mit lokalhistorischen Fotos und Material geholfen werden konnte, kam vor wenigen Tagen die freundliche „Revanche“ aus dem Rheinland: Dutzende, teils großformatige Seiten mit Unmengen an Daten zur regionalen Familiengeschichtsforschung, u. a. über die früheren Besitzer der Arterner Gutshöfe seit dem beginnenden 18. Jahrhundert. Mit der Zusendung der genealogischen Arbeit „Die Nachkommen des Rittermeisters Gottgieb Friede Schiefer in männlicher und weiblicher Linie. Zur Wahrung eines treuen Gedächtnisses und guter Beziehungen der Verwandtschaft gewidmet von Hans Buch und Kurt v. Lepel. Abgeschlossen 1. April 1905“ (unser Bild) unterstützte Familie Witschew die Arbeit des Heimatvereins ARATORA außerordentlich (vgl. auch Korittke, Irmtraud: "Auf Spurensuche - Die Familien Lüttich-Schiefer in Artern" in Zeitschrift ARATORA 9/1999 sowie "Ernst August Friedrich von Lepell - ein aus Artern gebürtiger preußischer Offizier und Maler - in seiner Rolle während des Badischen Feldzuges 1849" in Zeitschrift ARATORA 10/2000). Den in einem in gestochenen Sütterlin verfassten 21seitigen Glossar mit Abkürzungsverzeichnis, vorkommenden Familien und Personen (weit über 100) schließen sich sechs umfangreiche genealogische Tafeln (teil ca. einen Meter lang) an; beginnend um 1700 mit Familie Schiefer, der dann die in Artern und Umgebung bestens bekannte Familie Lüttich sowie weitere folgen. Diese Dokumentation wird künftig eine große Hilfe in der Ortsgeschichts- und Familienforschung darstellen! Bereits anlässlich unseres Familiengeschichtlichen Abends vom 17. Februar 2011 wurde das Material vorgestellt und fand reges Interesse bei heimischen Genealogen. Exzerpte aus den Stammbäumen werden in Kürze an Familienforscher weitergleitet, die zu den in den Datenblättern vermerkten Sippen forschen. Auch dem Stadtarchiv Artern wird demnächst eine Kopie zur Verfügung gestellt. Geschichtsinteressierte melden sich bitte beim Vereinsvorstand.