Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen.


Reprint

Drei Arterner Namenregister kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung der Arterner Kirchen-Agenda von 1580 erbeten!


Unstrutbuch

Ausverkauftes Buch wieder erhältlich: „Die Unstrut“ als Nachauflage!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Kalender 2018

Arterner (N)Ostalgie-Kalender für das Jahr 2018 erschienen!

Seit dem 7. Oktober 2017 wird die neue Ausgabe des (N)-Ostalgie-Kalenders 2018 „Artern in den 60er bis 80er Jahren“ angeboten und ist im „Guten Buch“ Artern sowie beim Heimatverein ARATORA erhältlich. Mit Unterstützung von zwölf Bildgebern konnten dem Kalender erneut 24 bildliche Motive sowie weitere Fotos beigegeben werden. Folgende insgesamt 32 Abbildungen kamen zum Abdruck: Gärtnerei Gerlach mit Schlossstraße sowie Kirche und Rathaus als Titelblatt (unser Bild), Unstrut-Wehr, Kinderkrippe Leipziger Straße und Sündergasse auf der Vorwortseite, zudem Poliklinik und Veitskirche auf der Seite des Jahreskalenders 2018. Die vierzehntägig wechselnden Blätter zeigen: winterlicher Solebach, Rodelbahn auf dem Weinberg, Lastwagen am Geschwister-Scholl-Platz, Voigtstedter Straße, Blick von der Unstrut-Brücke, Vorfrühling im Talgebind, Sicht vom Kirchturm zum Weinberg, Frühlingsspaziergang durch die Saline, Schichtschluss in der Kyffhäuserhütte, Kinder im Sole-Schwimmbad, Altbauten in der westlichen Leipziger Straße, Abrisshaus am Geschwister-Scholl-Platz, Hotel von der Alten Poststraße aus, Marktplatz mit PKWs, obere Ritterstraße mit Getränkestützpunkt, Neubau „Flacon“ in der Ritterstraße, POS „Wilhelm Pieck“, Promenade, Erntedankfest, Saline mit Solebehältern und Altstadt, Metallkunstwerk im Kulturzentrum, Friedhof mit Quelle, Kinder auf dem Weinberg und Blick in die Marienkirche. Die Seite des Jahreskalenders 2018 zeigt die Superintendentur sowie das alte Hotel. – Der Preis beträgt 8,00 Euro. Gebeten wird jedoch um freiwillige Aufrundung auf 10,00 Euro pro Stück (oder gern auch höher), um mit diesen Mehrbeträgen einen Beitrag zur sehr kostenintensiven Sanierung der Orgel in der Marienkirche zu leisten!


Alte Heimat Artern

Bildband „Alte Heimat Artern“ ab 27. Oktober 2017 im Verkauf!

Bei der Suche nach einem attraktiven Weihnachtsgeschenk mit fairem Preis-Leistungsverhältnis ist auch in diesem Jahr der Heimatverein ARATORA wieder gern behilflich! Einerseits empfehlen wir natürlich die nach dem Zwiebelmarkt noch verbliebenen Restexemplare unseres (N)Ostalgie-Kalenders 2018 „Artern in den 60er bis 80er Jahren auf 24 Kalenderbildern“, wie auch den bereits am Freitag, 27. Oktober 2017 erscheinenden Bildband „Alte Heimat Artern - Die Bildersammlung des Buchbindermeisters Wilhelm Leibnitz (1898-1983)“ aufmerksam gemacht werden soll! Auf 128 Seiten nimmt dieser alte Arterner Handwerker und Lokalpatriot aus der Leipziger Straße 12 die Interessenten auf eine bildliche Reise durch die Stadtgeschichte mit, die zeitlich zwischen den 1880er und den 1950er Jahren anzusetzen ist. Auf 124 Fotografien in Schwarzweiß wird Bekanntes und weniger Bekanntes aus der Vergangenheit Arterns gezeigt, sei es die Grundsteinlegung des Rathauses, der Markt, der Weinberg, das Industrieviertel, der Bahnhof (auch Kleinbahnhof West), die Innenstadt, die Kirchen, Schulen, Saline-Park, Mühlgraben und Unstrut, die Altstadt mit Saline, der Friedhof sowie Stadtansichten in der Totalen. – Der attraktive Band ist im handlichen Querformat A5 gedruckt, unser Bild zeigt den Buchumschlag mit Blick vom Weinberg auf die Stadt. Nach Auslieferung wird „Alte Heimat Artern - Die Bildersammlung des Buchbindermeisters Wilhelm Leibnitz (1898-1983)“ im „Guten Buch“ Artern und über den Heimatverein ARATORA erhältlich sein. Der Verkaufspreis wird rechtzeitig zur Veröffentlichung mitgeteilt. Bitte aber zu beachten: Die Auflage beläuft sich auf gerade einmal 300 Exemplare! Interessenten mögen bitte deshalb nicht allzu lange warten, weil eine zweite Auflage kaum möglich sein wird.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere neuen Bücher!

Auch für unsere nächsten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fünfundzwanzig Jahren Publikationstätigkeit mit mehr als dreißig Büchern über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden mittlerweile zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Für unsere jüngsten Veröffentlichungen – die Chroniken "Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben" sowie „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert“, die "Beiträge zur Geschichte der Salinen in Artern vom 15. Jahrhundert bis 1928" und ganz besonders für "150 Jahre Kindergarten Magdalenenstraße in Artern 1865-2015" und "Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" – erhielt der Heimatverein ARATORA viele hunderte Bilddokumente aus privater Hand. Dafür unser besonders herzlicher Dank, und unsere Suche zur Sicherung und Publikation historischer Bilder geht weiter, so für die Ende 2017 geplante "Nachlese" unseres Unstrut-Buches. Dafür werden wiederum altes Bildmaterial und Fotomotive aus den Gemeinden zwischen diesen alten Unstrut-Burgen gesucht. Bitte helfen Sie auch hier bei der Motivfindung und stellen Sie uns die „Schätze“ aus Ihren Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen erhalten bleiben! – Den Spendern wird auf unserer Homepage sowie in den Veröffentlichungen namentlich gedankt, zudem werden deren Namen als Bildquelle bzw. Bildgeber veröffentlicht. – Trotzdem und aus leidiger Erfahrung nachstehend ein sehr ernstgemeinter Hinweis: alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. der Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie sind keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Onlinepräsenzen jedweder Art mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Ihre Kenntnisnahme!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: eine auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung gegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die gesamten Kosten für die komplette Sanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist der Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. Derzeit in Arbeit ist die Sanierung einer sog. Kirchen-Agenda von 1580, die Arterner Pfarrern als Leitlinie zur Umsetzung der lutherische Lehre und für das Gemeindeleben diente. Diverse handschriftliche Notizen früherer hiesiger Geistlicher zeugen vom regen Gebrauch, daraus resultierend auch der derzeitige Erhalt des Buches. Nach der voraussichtlichen Wiederherstellung im Herbst 2017 wird der Heimatverein ARATORA auch diese Agenda dem Pfarramt Artern als Schenkung überlassen. Weiterhin wird noch im Jahr des Reformationsjubiläums ein größerer Teil der Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern, vom Heimatverein ARATORA aus Privatbesitz aufgekauft und derzeit noch beim Vereinsvorstand befindlich, an das hiesige Pfarramt übergeben und wird somit Interessierten bald wieder zugänglich sein. Diesen Unterlagen beigefügt werden zwei kirchlich relevante Akten aus dem späten 17. Jahrhundert, verfasst nur wenige Jahre nach dem großen Arterner Stadtbrand von 1683, weiterhin drei wertvolle, gedruckte Bücher mit kirchlichen bzw. regionalgeschichtlichen Inhalten aus dem 18. Jahrhundert. All diese Akten und Druckwerke stammen aus dem vor vielen Jahrzehnten aufgelösten und seither verschollenen Archiv der damaligen Superintendentur in der Nordhäuser Straße.


Orgelweihe

Spendenaufruf: Statik bedroht Orgel in der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 200.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Maßen mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ bzw. deren nachfolgendes, aus Eisleben geholtes Instrument darf nicht gesperrt werden oder gar noch mehr in sich verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA über dessen Bankverbindung (siehe auf dieser Homepage unter VEREIN) oder gern auch in bar entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden jeweils umgehend der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Vielen herzlichen Dank dafür. Die Zeit drängt! – Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre anlässlich der Orgelweihe 1984 in Artern.


Übergabe Rose-Stein

Freitag, 20. Oktober 2017

Nachdem im März 2017 auf dem Schuttplatz westlich von Artern das vormalige Ernst-Thälmann-Denkmal aus dem Salinepark durch Zufall von einem aufmerksamen Vereinsmitglied aufgefunden worden ist (siehe unsere aktuelle Meldung vom 24. März 2017), wurde dieser Stein nach vorheriger Absprache des Heimatvereins ARATORA mit der Stadtverwaltung in die Obhut des Geschichtsvereins Goldene Aue übergeben. In Tilleda ist das ausgediente Denkmal dann von Heimatforscher Paul Meyer, der als Grabungstechniker noch mit dem Prähistoriker Prof. Paul Grimm aus Halle/S. archäologische Untersuchungen auf der Pfalz vorgenommen hatte, für einen neuen Zweck umgearbeitet worden. Hintergrund dieser Umwidmung war die angedachte Neuerrichtung eines seit Mitte der 1980er Jahre im Kyffhäuserwald verschollenen Denkmals in Erinnerung an den von einem Wilderer erschossenen Waldhüter Carl Rose (1825-1884) aus Tilleda. Eben dafür würde sich das vormalige Arterner Thälmann-Denkmal besonders gut eignen, so die einhellige Meinung von Manfred Schröter und Manfred Wirth vom Heimat-und Geschichtsverein Goldene Aue (unser Bild). Den vergangenen Sommer über wurde der Stein restauratorisch aufgefrischt, der ursprüngliche Schriftzug unkenntlich gemacht und neben einem Kreuz auch das Datum „19. Okt. 1884“ als Tag der Mordtat in den Stein eingearbeitet. – Am gestrigen Donnerstag, dem 133. Todestag von Carl Rose, ist das neue Denkmal an alter Stelle mit einer kleinen Zeremonie und musikalischer Umrahmung im Beisein von über 50 Besuchern der Öffentlichkeit übergeben worden. Mögen sich hoffentlich viele Wanderer im Kyffhäuser-Wald an dem neuen Denkmal erfreuen bzw. der schrecklichen Mordtat von 1884 gedenken, über die bald auch eine Info-Tafel aufklärt. Nicht zuletzt ist dieses Monument erneut Zeugnis dafür, dass die langjährige heimatkundliche Zusammenarbeit auch über eine Kreis- und Landesgrenze hinweg reibungslos und zu aller Vorteil funktionieren kann.


Harz-Zeitschrift 2017

Dienstag, 17. Oktober 2017

Als Leuchtturm regionalgeschichtlicher Veröffentlichungen unserer weiteren Heimat sticht hinsichtlich der Langlebigkeit, des Unfangs sowie der inhaltlichen Qualität und Fülle die Harz-Zeitschrift besonders hervor, die dieser Tage mit der Ausgabe für das Jahr 2017 im Lukas-Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte in Berlin (http://www.lukasverlag.com) erscheint. Das neue Werk umfasst 175 Seiten und bringt 50 Abbildungen in Schwarzweiß und Farben zur Ansicht. Erfreulich zumal, dass auch in der aktuellen Ausgabe der Süd- und Ostharz wieder thematisch vertreten sind. Neun „Aufsätze und Miszellen zur Harzgeschichte“ bilden diesmal den Hauptlesestoff, und zwar mit folgenden Berichten: Bauten des Harzraums als Vorbilder für den protestantischen Kirchenbau des Barock / Ein Sachsengott „Krodo“? Eine literarische, kunst- und religionsgeschichtliche Spurensuche / Die Wüstung Linzke im Blankenburger Stadtgebiet / Neues zum Stadtrecht von Aschersleben / Nach dem Riechenberger Vertrag: Fabian Luther in Goslar / Aus den Baurechnungen der Königshütte 1733–1737 bei dem damaligen Flecken Lauterberg/Harz / Zur Gipsbrennerei und Gipsindustrie am Harz / „In Blankenburg lebte ein Ehepaar namens Elster“ / Zur Erinnerung an [den Historiker] Heinrich Spier (1910–1996). Es folgen Literaturschau und Berichte. – Die Harz-Zeitschrift 2017 ist mit ISBN 978-3-86732-277-5 für 20,00 Euro im Buchhandel bestellbar. Auch die vorherigen Jahrgänge können noch geordert werden. Im kommenden Jahr jährt sich dann zum 150. Male die Erstausgabe der Harzzeitschrift 1868, die als Reihe bis 1942 erschienen ist. Seit 1909 kamen sporadisch die Harz-Forschungen als Publikationen hinzu. Beiden Zeitschriften werden seit 1999 bzw. 2000 im Lukas-Verlag veröffentlicht.


Motorschlepper mit Kahn

Freitag, 13. Oktober 2017

Im Zusammenhang mit der Fortsetzung des Buches „Die Unstrut – Geschichte(n) vom Fluss von der Sachsenburger Pforte bis zum Wendelstein“ wurde kürzlich ein Vortrag gehalten, in dessen Nachgang ein einmaliges historisches Filmdokument leihweise überlassen worden ist. Gezeigt wird auf dem digitalisierten Amateurfilm in einer rund dreißig Sekunden währenden Sequenz das Ziehen eines Lastkahns mittels Motorschlepper auf der Unstrut, aufgenommen im Arbeitsbereich unseres Buches 1939/40. Zu sehen ist zunächst der aus der Ferne langsam näherkommende Schlepper mit Frachtkahn (unser Bild). Der Filmer ließ anschließend das Schleppschiff an der Kamera vorüber fahren, sodass dessen Einzelheiten erkennbar werden, ehe der Lastkahn ins Bildmotiv rückt und diverse Details an Bord (u. a. Seilwinde und Anker) zeigt. Als Ladung konnten Kalksteine identifiziert werden. Insgesamt vier Personen befinden sich auf dem Schiff, wobei der Steuermann am Helmholzruder steht. Ein am Heck des Lastkahns befestigtes Beiboot kündet vom Ende eines damals wohl schon nicht mehr allzu häufig zu sehenden Schleppzuges. – Mittels dafür geeigneter Software ist nun der gesamte Film sukzessive in Einzelbilder zerlegt worden. Diese Bilddateien wurden der Ablauffolge nach gespeichert. Aus der großen Anzahl von so entstandenen Fotos konnten nun jene ausgewählt werden, die hinsichtlich der Qualität und nach digitaler Bearbeitung für eine Veröffentlichung infrage kommen. Aufgrund der eher mangelhaften Qualität des bald achtzigjährigen Films sowie wegen dessen freihändiges Aufnahmeverfahren gestaltete sich diese Aufgabe etwas mühselig. Zwei Dutzend Bilder fielen schlussendlich in die engere Auswahl, um dann im Buch mittels chronologischer Bilderfolge diesen "cineastischen Leckerbissen" nachvollziehen zu können. Ein aussagereicher Text wird dann diese Fotos näher erläutern.


Orgel mit Peter Telschow

Dienstag, 10. Oktober 2017

Vielen herzlichen Dank an die Käufer des (N)Ostalgie-Kalenders 2018, denn allein am vorigen Zwiebelmarkt-Wochenende wurden sage und schreibe annähernd zwei Drittel der Auflage veräußert! Interessenten möchten sich jetzt bitte zwecks rechtzeitigen Erwerbs dieses Erzeugnisses an das „Gute Buch“ in Artern oder direkt an den Heimatverein ARATORA wenden, zumal demnächst noch fast fünfzig Exemplare in den Postversand gehen! Die mit dem Verkauf verbundene Spendenaktion zugunsten der Wiederherstellung der Statik der Orgel in der Arterner Marienkirche erbrachte, inklusive vorab überwiesener Beträge, knapp 500 Euro ein – eine sehr erfreuliche Summe. Dieser Betrag wird sich bis Dezember noch weiter erhöhen und zum Jahresende 2017 an die evangelische Kirchengemeinde Artern zur Aufstockung der Eigenanteils für die anstehende Sanierung weitergeleitet. Danke sehr für dieses Ergebnis, weitere Spenden für die avisierte Normalisierung der bedrohlichen Orgelstatik sind herzlich willkommen. – Nachstehend zur allgemeinen Information einige Eckpunkte zur Orgelgeschichte der Marienkirche Artern: Der Heimatverein ARATORA konnte vor etwa sieben Jahren ermitteln, dass die Geschichte der Orgel in der Marienkirche viel weiter als bis dato bekannt war zurückreicht und demnach ein solches Instrument von 1693 bis 1697 durch den „Mechanikus Thiele“ aus Erfurt in der Stadtkirche Artern eingebaut worden ist, das 1807 vom „Mechanikus Krug“ aus Merseburg umfänglich repariert wurde. Auch danach war diese Orgel schadensanfällig, und es wurde schließlich 1844 vom „Mechanikus Witzmann“ aus Klein-Rudestedt ein neues Instrument installiert. Durch die Orgelbaufirma Strobel aus Frankenhausen erfolgt 1856 bis 1860 ein Umbau, hundert Jahre später, 1960 bis 1962, dann eine Generalreparatur. Welche Teile der Vorgängerorgeln in der heutigen Orgel verbaut sind, muss ein Fachmann entscheiden. Naheliegend ist, dass Teile des Orgelprospekts die heute ältesten erhaltenen Stücke darstellen. 1972 war die Orgel weitgehend zerstört worden, vermutlich durch spielende Kinder. 1979 wurde die 1854 gebaute Orgel der St.-Nicolai-Kirche in Eisleben erworben und in Artern aufgebaut. Die Weihe des Instruments fand 1984 statt. (Ab hier ist wohl mit der mangelnden Statik als Ursache des heutigen Dilemmas zu rechen.) Im Frühjahr 2017 wurde dann publik, dass die Standfestigkeit des Instruments im Westschiff äußerst bedroht ist und rasch Abhilfe geschaffen werden muss, damit die Orgel keinen größeren Schaden nimmt. Von horrenden 200.000 Euro Kosten ist für diese Behebung die Rede! – Unser Bild zeigt den langjährigen Organisten Peter Telschow an den Manualen der Orgel in St. Marien Artern.


Agenda

Freitag, 6. Oktober 2017

Nachdem bereits im vergangenen Frühjahr der historische Foliant im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig behandelt worden war, um diesen zu trocknen, zu reinigen sowie auf Kontaminationen zu untersuchen, ist das für die Kirchen- und Stadtgeschichte sehr wichtige Originaldokument kürzlich zur Sanierung und Neubindung nach Halle/S. verbracht worden: die erste Auflage der „KirchenAgenda […] Für die Prediger in der Graff/ vnd Herrschaft Mansfeld“ von 1580, quasi eine Handreichung für Pastoren zur Durchführung von Gottesdiensten, für verschiedene geistliche Handlungen sowie zur allgemeinen Organisierung des Gemeindeleben im lutherischen Sinne; weiterhin sind dort evangelische Lieder abgedruckt. Aus diesem Werk kann somit direkt auf das kirchliche und religiöse Leben (auch in Artern) zu nachlutherischer Zeit geschlossen werden. – Die Werkstatt in Halle/S., die sich nun der Wiederherstellung dieser Agenda annimmt, hatte bereits im Sommer 2016 jenes Arterner Kirchenbuch (Beerdigungen von 1855 bis 1905) zur vollsten Zufriedenheit saniert, dessen Kosten komplett der Heimatverein ARATORA übernommen hatte, weiterhin auch andere Arterner Kirchenbücher. – Die vormals im aufgelösten Archiv der Superintendentur Artern befindlich gewesene und über einen Flohmarkt sowie einen Privatmann erworbene Agenda ist ein kultur- und kirchenhistorisch wichtiges Buch. Interessant ist, dass es in relativ großer Schrift gedruckt wurde – einzig, damit auch ältere Pfarrer die Buchstaben noch gut lesen konnten. Einige Stiche mit biblischen Themen schmücken das Buch. In der folgenden Zeit wurde die Kirchenagenda immer wieder nachgedruckt, bis in das 18. Jahrhundert hinein. Dies zeigt die religiöse Zeitlosigkeit des Buchinhaltes und somit der Lehre Luthers an. Von besonderem Interesse, aber auch von sehr bedeutenden Nutzungsspuren beschädigt, sind etliche handschriftliche Seiten, die besonderer Sorgfalt bei der Sanierung bedürfen, um diese dann besser lesen zu können. Nach erfolgter Wiederherstellung und Neubindung wird die Agenda als Schenkung des Heimatvereins ARATORA dem Archiv der evangelischen Gemeinde Artern zugeführt. Gleiches gilt für weitere interessante kirchliche Akten aus dem 19. Jahrhundert, deren Sichtung aber noch Zeit in Anspruch nehmen wird.