Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen.


Reprint

Drei Arterner Namenregister kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung des Wappensteins der Arterner Saline (um 1730) erbeten!


Unstrutbuch

Seit 26. Mai 2017 wieder erhältlich: „Die Unstrut“ als Nachauflage!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Kalender 2018

Arterner (N)Ostalgie-Kalender für 2018 wirft bereits Schatten voraus!

Noch bis Ende des Jahres begleitet der aktuelle (N)-Ostalgie-Kalender 2017 hunderte Geschichtsfreunde und Heimatinteressierte in Artern und außerhalb mit Motiven aus der jüngeren Vergangenheit unser Stadt durch die Wochen und Monate. Und auch im kommenden Jahr soll es einen solchen Wandschmuck in gewohnter Art und Weise geben. Zum Zwiebelmarkt am 7. und 8. Oktober wird der begehrte Druck wiederum an einem Info-Stand zum Stückpreis von nur 8,00 Euro angeboten. Mit Unterstützung von zwölf Bildgebern konnten dem Kalender erneut 24 bildliche Motive sowie weitere Fotos beigegeben werden. Folgende insgesamt 32 Abbildungen kommen bald zum Abdruck: Gärtnerei Gerlach mit Schlossstraße sowie Kirche und Rathaus als Titelblatt (unser Bild), Unstrut-Wehr, Kinderkrippe Leipziger Straße und Sündergasse auf der Vorwortseite, zudem Poliklinik und Veitskirche auf der Seite des Jahreskalenders 2018. Die vierzehntägig wechselnden Blätter zeigen: winterlicher Solebach, Rodelbahn auf dem Weinberg, Lastwagen am Geschwister-Scholl-Platz, Voigtstedter Straße, Blick von der Unstrut-Brücke, Vorfrühling im Talgebind, Sicht vom Kirchturm zum Weinberg, Frühlingsspaziergang durch die Saline, Schichtschluss in der Kyffhäuserhütte, Kinder im Sole-Schwimmbad, Altbauten in der westlichen Leipziger Straße, Abrisshaus am Geschwister-Scholl-Platz, Hotel von der Alten Poststraße aus, Marktplatz mit PKWs, obere Ritterstraße mit Getränkestützpunkt, Neubau „Flacon“ in der Ritterstraße, POS „Wilhelm Pieck“, Promenade, Erntedankfest, Saline mit Solebehältern und Altstadt, Metallkunstwerk im Kulturzentrum, Friedhof mit Quelle, Kinder auf dem Weinberg und Blick in die Marienkirche. Die Seite des Jahreskalenders 2018 zeigt die Superintendentur sowie das alte Hotel. – Der Heimatverein ARATORA hofft, dass auch diese bevorstehende Kalenderausgabe wiederum viele Freunde finden wird! Vor der Veröffentlichung zum Zwiebelmarkt wird rechtzeitig in der Presse an diese neue Publikation erinnert. Ab 9. Oktober bietet dann auch „Das Gute Buch“ Artern unseren neuen Kalender an. Bitte zu beachten: die Auflage ist nicht sehr hoch, die Nachfrage aber schon; eine Nachauflage, wie im vergangenen Jahr geschehen, wird es für die Ausgabe 2018 definitiv nicht geben! – Auch hinsichtlich des (N)-Ostalgie-Kalenders 2019 wurden sich bereits Gedanken gemacht. Zur dreißigsten Wiederkehr des politischen Zusammenbruchs des real existierenden Sozialismus in der DDR bzw. in Erinnerung an die sich anschließende Wiedervereinigung wird an diese ereignisreiche, großartige und aufregende Zeit der jüngeren deutschen Geschichte erinnert. Mit dem Kalender „Ende und Anfang – Artern in der „Wende“-Zeit“ sollen dann Bilddokumente aus den Jahren 1989/1990 gezeigt werden, die Geschichtsfreunde aus Einbeck während ihrer zahlreichen Besuche in Artern vor mittlerweile fast drei Jahrzehnten gemacht haben.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere neuen Bücher!

Auch für unsere nächsten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fünfundzwanzig Jahren Publikationstätigkeit mit mehr als dreißig Büchern über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden mittlerweile zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Für unsere jüngsten Veröffentlichungen – die Chroniken "Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben" sowie „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert“, die "Beiträge zur Geschichte der Salinen in Artern vom 15. Jahrhundert bis 1928" und ganz besonders für "150 Jahre Kindergarten Magdalenenstraße in Artern 1865-2015" und "Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" – erhielt der Heimatverein ARATORA viele hunderte Bilddokumente aus privater Hand. Dafür unser besonders herzlicher Dank, und unsere Suche zur Sicherung und Publikation historischer Bilder geht weiter, so für die Ende 2017 geplante "Nachlese" unseres Unstrut-Buches. Dafür werden wiederum altes Bildmaterial und Fotomotive aus den Gemeinden zwischen diesen alten Unstrut-Burgen gesucht. Bitte helfen Sie auch hier bei der Motivfindung und stellen Sie uns die „Schätze“ aus Ihren Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen erhalten bleiben! – Den Spendern wird auf unserer Homepage sowie in den Veröffentlichungen namentlich gedankt, zudem werden deren Namen als Bildquelle bzw. Bildgeber veröffentlicht. – Trotzdem und aus leidiger Erfahrung nachstehend ein sehr ernstgemeinter Hinweis: alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. der Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie sind keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Onlinepräsenzen jedweder Art mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Ihre Kenntnisnahme!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: eine auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung gegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die gesamten Kosten für die komplette Sanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist der Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. Derzeit in Arbeit ist die Sanierung einer sog. Kirchen-Agenda von 1580, die Arterner Pfarrern als Leitlinie zur Umsetzung der lutherische Lehre und für das Gemeindeleben diente. Diverse handschriftliche Notizen früherer hiesiger Geistlicher zeugen vom regen Gebrauch, daraus resultierend auch der derzeitige Erhalt des Buches. Nach der voraussichtlichen Wiederherstellung im Herbst 2017 wird der Heimatverein ARATORA auch diese Agenda dem Pfarramt Artern als Schenkung überlassen. Weiterhin wird noch im Jahr des Reformationsjubiläums ein größerer Teil der Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern, vom Heimatverein ARATORA aus Privatbesitz aufgekauft und derzeit noch beim Vereinsvorstand befindlich, an das hiesige Pfarramt übergeben und wird somit Interessierten bald wieder zugänglich sein. Diesen Unterlagen beigefügt werden zwei kirchlich relevante Akten aus dem späten 17. Jahrhundert, verfasst nur wenige Jahre nach dem großen Arterner Stadtbrand von 1683, weiterhin drei wertvolle, gedruckte Bücher mit kirchlichen bzw. regionalgeschichtlichen Inhalten aus dem 18. Jahrhundert. All diese Akten und Druckwerke stammen aus dem vor vielen Jahrzehnten aufgelösten und seither verschollenen Archiv der damaligen Superintendentur in der Nordhäuser Straße.


Orgelweihe

Spendenaufruf: Statik bedroht Orgel in der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 200.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Maßen mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr in sich verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA über dessen Bankverbindung (siehe auf dieser Homepage unter VEREIN) oder gern auch in bar entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden jeweils umgehend der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Vielen herzlichen Dank dafür. Die Zeit drängt! – Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre anlässlich der Orgelweihe 1984 in Artern.


Mansfeld Schloss

Dienstag, 15. August 2017

Das jährliche Freundschaftstreffen zwischen dem Einbecker Geschichtsverein und dem Heimatverein ARATORA findet diesmal am Sonnabend, 2. September 2017 statt und führt nach Mansfeld. Die Tagestour beginnt um 10 Uhr in der dortigen spätgotischen Stadtkirche St. Georg mit prächtigen Gräbern der Mansfelder Grafen, drei künstlerisch hochwertigen Altären sowie einen Ganzkörperporträt Martin Luthers. Danach ist der Besuch von Luthers Elternhaus geplant, wo Ausstellungen den Lebensalltag der Familie des Reformators, rekonstruiert aufgrund von archäologischen Grabungen, nachvollziehen. Während Baumaßnahmen wurden dort in den Jahren 2003/2004 sowie 2008 herausragende diesbezügliche Bodenfunde aus der frühen Neuzeit gemacht. Nach dem Mittagessen geht es dann auf Schloss Mansfeld, wo der Wohnort des gleichnamigen Grafengeschlechtes bei einer Führung nahegebracht wird (unser Bild zeigt eine 1723 veröffentlichte Darstellung dieser Festung). Besonders über die Prunksärge in der Kirche sowie das Schloss (Linie Mansfeld-Vorderort) können leicht direkte historische Beziehungen auch zur Stadtgeschichte des vormals mansfeldischen Städtchens Artern gezogen werden. Bei Kaffee und Kuchen auf dem Schloss soll der Besuchstag am Nachmittag dann ausklingen. – Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen, an dieser Tour im Lutherjahr teilzunehmen. Hierzu wird um vorherige telefonische Anmeldung bis Montag, 28. August 2017 gebeten (Tel. 03466 / 320139). Mitfahrgelegenheiten ab Artern bzw. retour sind allerdings begrenzt. Interessierte Selbstfahrer sind willkommen. Die Kosten für den Ausflug werden sich in einem sehr verträglichen Rahmen halten!


Bahnhof

Freitag, 11. August 2017

Wie in unserer aktuellen Meldung vom 16. Juni 2017 bereits mitgeteilt, erhielt das Bilderarchiv des Heimatvereins ARATORA ungeahnten und hochwertigen Zuwachs infolge der schenkungsweisen Überlassung der Sammlung des ehemaligen Arterner Buchbindermeisters Wilhelm Leibnitz in der Leipziger Straße 12. Nachdem die 122 Abbildungen umfassende Kollektion, bestehend überwiegend aus Fotos zwischen etwa 1880 und 1950, digitalisiert und danach intensiver begutachtet werden konnte, reifte der Beschluss einer Veröffentlichung. Auch und besonders die außergewöhnliche Besucherresonanz und Zustimmung beim Tag der Vereine im Arterner Sole-Schwimmbad am 24. Juni 2017, als bereits viele Dutzend Interessierte am Stand des Heimatvereins ARATORA begeistert Einblick in die Sammlung genommen hatten, haben die Entscheidung für eine neue Publikation maßgeblich verstärkt. Unter dem Titel „Alte Heimat Artern“ wird nun die Sammlung von Wilhelm Leibnitz voraussichtlich Mitte/Ende November 2017 als 128seitiger Bildband veröffentlicht. Zu sehen sein werden u. a. verschiedene sehr alte Darstellungen des Bahnhofs (unser Bild) und Kleinbahnhofes, weiterhin der Markt, die Wasser- und Harzstraße, Bismarckplatz, Unstrut, Saline usw. Als Format des Buches wurde A5 quer gewählt, um den überwiegenden Profilen der Originalfotos gerecht zu werden. Es wird pro Seite nur ein Bild gezeigt, um Details der Aufnahmen besser erkennen zu können. Ergänzt werden die Abbildungen mit kurzen Unterschriften sowie einem Vorwort. Das Buch kann in drei Monaten zu einem voraussichtlich sehr akzeptablen Preis beim Heimatverein ARATORA sowie im „Guten Buch“ in Artern erworben werden. Das Buch wird derzeit gesetzt und wird Ende August auf Korrekturen gelesen. Näheres zu gegebener Zeit! – Aufgrund dieser Veröffentlichung verschiebt sich die zunächst für das Jahresende 2017 angestrebte, 280seitige Veröffentlichung „Damals in Artern 1925-1975 – Streifzüge durch fünf Jahrzehnte Stadtgeschichte“ nun leider auf Mitte 2018. Denn anders als zunächst eingeschätzt sind Arbeit, Zeitaufwand und Recherchen für dieses Buch doch bedeutend intensiver. Zudem fehlen noch immer zwar zugesagte, jedoch immer noch nicht überlassene Abbildungen, die jedoch möglichst Aufnahme in „Damals in Artern“ finden sollen. – Unberührt davon bleibt jedoch der Erscheinungstermin des (N)Ostalgie-Kalenders 2018 „Artern in den 60er bis 80er Jahren auf 24 Kalenderbildern“ am 7. Oktober 2017 zum Zwiebelmarkt bestehen! – Noch eine erfreuliche Information zu unserer letzten Buchveröffentlichung. Zum wahren Glücksfall entwickelte sich nämlich die vergangenen Wochen hinweg die großflächige Ausweitung des Bewerbungsgebietes der Ende Mai 2017 erschienenen Nachauflage unserer Veröffentlichung „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ das Unstrut-Tal abwärts nach Naumburg. Das Interesse an diesem Sachbuch ist auch dort hoch, das Echo darauf durchweg positiv!


Rund um die Hüttenmühle

Dienstag, 8. August 2017

Die Heimatstadt zu Fuß erkunden, mit einem historischen Wanderführer in der Hand. Dieses Konzept verfolgen derzeit unsere langjährigen Geschichtsfreunde aus Sangerhausen. Nachdem bereits im Vorjahr die erste Broschüre dieser Art mit dem Titel „Wanderung durch das Brühltal zum Schacht“ publiziert worden ist, liegt nunmehr die Folgeausgabe vor, die per pedes „Rund um die Hüttenmühle“ führt. Wanderlustige haben nun die Möglichkeit, mit dem Heftchen in der Hand auf Entdeckungsreise zu gehen oder einfach nur in der 34seitigen und mit 54 historischen und aktuellen Abbildungen illustrierten Broschüre zu lesen. Als Wanderstationen sind u. a. zu nennen: Friesenstadion, Gartenanlage am Bahnteich, ehemaliges RAD-Lager, Brückenanlagen für die Gonna und den Pfingstgraben, Mundloch des Segen-Gottes-Stollen, Hüttenmühle, Stift St. Julian, Mühlgasse, Maschinenfabrik Askania. – Vereinsvorsitzender Helmut Loth resümiert über die noch junge Reihe mit Wanderführern: „Unsere unmittelbare Heimat ist dank Ihrer Schönheit und Vielfalt zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ausflugsziel. Wir wollen mit unseren Wanderheften einen Anstoß geben, hinaus zu gehen, um Natur und Geschichte der Heimat gratis zu erleben. Wanderfreudige und Geschichtsinteressierte sind eingeladen, mit uns um und in Sangerhausen zu wandern. Mit den Wanderheften starten wir den Versuch, etwas über die Geschichte von Gebäuden und Landschaften entlang des jeweiligen Wanderweges zu erzählen.“. – Die Broschüren sind in der Sangerhäuser Buchhandlung „Das Gute Buch“ in der Göpenstraße zum Stückpreis von 3,00 Euro erhältlich oder können mittels Email zzgl. Porto beim Geschichtsverein bestellt werden: geschichtsverein[at]web.de. Beide Hefte können gut als Vorlage dienen, auch in anderen Städten und Gemeinden unserer Heimat derartige kulturhistorische Wanderrouten zu initiieren bzw. zu popularisieren, z. B. in Artern, wo der Borlach-Wanderweg zu Erkundungen der Stadtgeschichte einlädt.


Autoren

Dienstag. 1. August 2017

Am vergangenen Freitag erschien mit „Monsieur Göthé – Goethes unbekannter Großvater“ die erste umfängliche Lebensbeschreibung des Dichter-Ahnen aus Artern als 391. Band der renommierten Buchreihe „Die andere Bibliothek“ in Berlin. Im Mittelpunkt des 480 Seiten umfassenden Werks steht Friedrich Georg Göthe (1657-1730), Sohn des Hufschmieds und Ratsherrn Hans Christian Göthe in der Arterner Harzstraße, der als Schneider seine Heimatstadt an der Unstrut verließ und ab 1705 Gasthalter des renommierten Weidenhofes in Frankfurt am Main wurde. Sein Enkel war hernach der Dichterfürst (1749-1832). – Zu genealogischen und historischen Recherchen weilten die drei Autoren Prof. Heiner Boehncke (rechts), Autor und Literaturwissenschaftler, Hans Sarkowicz (Mitte), Leiter des Bereichs Kultur und Wissenschaft beim Hessischen Rundfunk, und Dr. Joachim Seng (links), Leiter der Bibliothek „Freies Deutsches Hochstift“ (Goethe-Museum) in Frankfurt/M. bereits im Frühjahr 2016 auch in Artern. Gemeinsam mit Charlotte Loeschmann vom Stadtarchiv sowie Andreas Schmölling vom Heimatverein Aratora wurden sämtliche vorhandenen Primär- und Sekundärunterlagen über die Familie Göthe in Artern bzw. relevante Akten aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts für Recherchen zugänglich gemacht, respektive im Nachgang zugesandt. Darüber hinaus weilten die Verfassern auch an anderen Orten unserer Heimat mit Goethe-Bezug, so in Kannawurf, dem Ort der Taufe von Friedrich Georg Göthe. – Der Verlag teilt über die Neuerscheinung mit: „Am 6. September 1657 wurde im thüringischen Dorf Kannawurf Friedrich Georg Göthe getauft. Der Sohn eines Hufschmieds blieb nicht in Thüringen und wurde, anders als vier seiner Brüder, auch nicht Schmied. Friedrich Georg lernte das Schneiderhandwerk und suchte sein Glück als wandernder Geselle in der Seidenstadt Lyon, wo er die neueste Mode und die besten Stoffe fand. Damit die Franzosen sein »E« nicht verschluckten, setzte er einen Akzent darauf und nannte sich fortan Göthé. Nach der Aufhebung des Edikts von Nantes durch Ludwig XIV. musste der Protestant Frankreich verlassen und kam über Paris nach Frankfurt am Main, wo er die Tochter eines Schneidermeisters heiratete und zu einem der wohlhabendsten Bürger Frankfurts wurde. Das vererbte Vermögen reichte auch für den Enkel Johann Wolfgang, der davon ein gutes Leben als Student führen konnte. Von ihm, dem Seidenschneider und Aufsteiger Göthé wollte er aber nicht abstammen. Allen Enkelstolz übertrug er auf die Textor-, die mütterliche Linie. Die maßgeblichen Biographen machten die Verdunkelung der väterlichen Seite mit. In nachgetragener Gerechtigkeit beleuchtet das Autorentrio Boehncke, Sarkowicz und Seng einen großen Unbekannten seines Stammbaums und fördert schöne Geschichten aus dem Leben des umtriebigen Schneidermeisters Göthé ans Licht, dessen Gerissenheit seinem Enkel den Weg zum Klassiker ebnete." – Die Göthé-Biografie erscheint in Originalausgabe, nummeriert und limitiert, illustriert mit zahlreichen Abbildungen, schneiderfaden-gestanzter Buchschlaufe und rot schillerndem Bezug. Das Werk kann mittels ISBN 9783847703914 im Buchhandel bestellt werden, es kostet 42,00 Euro.


Zitat Goethe

Dienstag, 25. Juli 2017

In Zeiten von WhatsApp, Twitter und Facebook und mit diesen Medien weltweit verbreiteten Mitteilungen, nicht selten trivial bzw. niveaulos, hat das altgediente Poesiealbum offenbar keine Chance mehr. Umso schöner, wenn sich diese alten Dokumente erhalten haben. Kürzlich erhielt der Heimatverein ARATORA ein solches Sammelbuch aus den Jahren 1927 bis 1931, einst Irmgard Horch aus Artern gehörend. Deren Vater Ernst Horch war Kaufmann und mit seinem Geschäft für Manufakturen und Schuhmode am Bismarckplatz 8 ansässig. Neununddreißig Personen aus Artern haben sich im Poesiealbum, dass aus Lengede/Broistedt bei Salzgitter in Niedersachsen zur Verfügung gestellt worden ist, mit Zitaten und Lebensweisheiten verewigt. Bei den Eintragenden handelt es sich neben der Familie, Lehrerschaft und Geistlichkeit überwiegend um Schulkameraden von Irmgard Horch, Geburtsjahr um 1915. Es haben sich vor rund neunzig Jahren folgende Personen aus Artern in das Poesiealbum von Irmgard Horch eingetragen: Tante Else Horch, Onkel Fritz Horch, Ernst Henze, Superintendent Wilhelm Kessler, Rektor Hermann Ritter, Pastor Paul Bauermeister, Lehrer W. (unleserlich), Lehrer Moritz Eberhardt, Lehrerin Marta Warich, Lehrer Walter Prüfert, Lehrer Hugo Kahl, Lehrer Max Sziede, Lehrer Erich Briest, Lehrer Erich Metzner, Lehrerin Lotte Mahlo, Elfriede Campesato, Eva Pomtow, Margarete Rosenau, Marianne Eckart, Edith Pochert, Rosa Reinhardt, Ursula Stoffer, Gertrud Abicht, Lotte Reinhardt, Charlotte Hesse, Käthe Mayer, Elfriede Götte, Richard Unkrodt, Heinz Sander, Herbert Schütze, Hildegard Oppermann, Hanna Müller, Irmgard Trinks, Gertrud Wölfer, Gertrud Kuhwald, Marianne Muth, Gerdi Moog, Charlotte Sander und Gerda Reinhardt. – Falls Familienforscher oder Interessierte hier ihre Ahnen und/oder Verwandten finden sollten, wird gern auf Anfrage die entsprechende Seite mit relevanter Schriftprobe aus dem Album per Email zugesandt. – Unser Bild zeigt eine Seite des Poesiealbums mit Zitat aus Goethes „Zahme Xenien“: „Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht; wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht“, zur zeitlosen Beherzigung damals niedergeschrieben von Lehrerin Lotte Mahlo.


Artern 1843

Dienstag, 18. Juli 2017

Vier Gemälde mit stadt- und regionalgeschichtlicher Relevanz wurden kürzlich dem Heimatverein ARATAORA leihweise zwecks Digitalisierung überlassen. Deren ältestes ist jenes von 1819, das vom Goldschmied Ernst Sann (1778-1857) gemalt worden ist und auch im Arterner Heimatbuch von Ewald Engelhardt (1913) auf Seite 231 publiziert wurde. Das uns vorliegende farbige Bild zeigt das Wasserschloss, den Saline-Kunstturm und die Mühle an der Unstrut. Offenbar handelt es sich hierbei um einen ersten Entwurf oder aber um eine später nach der Vorlage des Originals von Sann hergestellte Kopie. Sichtbar unter den Aquarellfarben sind die mittels Bleistift gemachten Vorzeichnungen der Motive. – Das zweite Bild (hier wiedergegeben) ist ein größerer Ausschnitt aus einer Gesamtdarstellung der Stadt Artern, sehr ähnlich jenem Gemälde von Moritz Hoffmann aus dem Jahr 1843 (vgl. Arterner Heimatbuch, S. 245). Der hier leider ungenannte Künstler hat im Vordergrund Bauern bei der Vesper dargestellt, dahinter mit viel Akribie das Weichbild der Stadt Artern mit Saline, Gradierwerken, Schachttürmen, Siedehäusern, Veitskirche und Altstadt. Jedoch die Marienkirche und die Neustadt fehlen; im Gegensatz zur von Ewald Engelhardt 1913 veröffentlichten Bildfassung. Besonders die Wiedergabe der städtischen Bebauung ist äußerst detailreich, wie im hochauflösende Scann erkennbar wird. Zur Konservierung ist auf das sehr farbenprächtige Gemälde vom Maler offenbar ein lackähnlicher Überzug aufgetragen worden. – Als Kunstwerk sowie vom Motiv her bislang völlig unbekannt ist ein Aquarell von Ewald Engelhardt (1879-1976) aus dem Jahr 1934, den Blick aus seiner Wohnung in der Puschkinstraße nach Westen hin zeigend: vorn der Hausgarten, dahinter die Schweinegasse sowie dort befindliche Fachwerk-Scheunen, zudem die Dachlandschaft der Harzstraße. Im Hintergrund erhebt sich majestätisch das Kyffhäuser-Gebirge im Abendrot. Entsprechend der dargestellten, fortgeschrittenen Tageszeit ist die Kolorierungen vom Künstler dezent und eher düster vorgenommen worden. – Als viertes Gemälde, offensichtlich auch ein Aquarell von Ewald Engelhardt, wird der Turm der Oberburg auf dem Kyffhäuser gezeigt, im Hintergrund die Rothenburg. Diese Darstellung ist jedoch mehr schemenhaft, zumal die bewaldeten Hänge nur mit breiten Pinselstrichen angedeutet sind. – Aufgrund dessen es sich bei beschriebenen Bildern um bislang unbekannte Unikate handelt, wurden diese auch noch nie veröffentlicht. Zumindest der Blick aus Engelhardts Wohnung auf die Schweinegasse und Harzstraße könnte in absehbarer Zeit in dem noch in Arbeit befindlichen Bildband „Artern 1925-1975“ Einzug halten, die anderen sicherlich zu gegebener Zeit zur Illustration von thematisch relevanten Texten. – Zudem konnte kürzlich im Rahmen von Unterstützungsarbeiten für eine Neuerscheinung zum historischen Arbeitsleben in und um Heldrungen erfolgreich Kontakt zu einem Bildgeber aufgenommen werden. In der Folge dessen sind dutzende historische Fotos gescannt worden, von denen etliche zur Illustration dieses für den Herbst 2017 geplanten volkskundlichen Buches dienen dürften. Mitgeliefert wurden zudem zahlreiche Farbdias mit für diese Veröffentlichung relevanten Motiven. Zur großen Freude fanden sich unter dem bereitgestellten Bildmaterial auch einige schöne alte Ansichten, die gut zur Bebilderung des zweiten Bandes unseres Unstrut-Buches taugen.