Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen.


Reprint

Drei Arterner Namenregister kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung des Wappensteins der Arterner Saline (um 1730) erbeten!


Unstrutbuch

Zweite Auflage von „Die Unstrut“ kommt im Frühjahr 2017!

Nachdem mit „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) die bislang erfolgreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA mit einer Auflage von 500 Exemplaren binnen lediglich 14 Monaten restlos ausverkauft war, wird es in absehbarer Zeit eine zweite, durchgesehene Auflage geben. Dies, weil besonders seit dem Ausverkauf des Buches verstärkt Interessensbekundungen sowie entsprechende Anfragen bzw. Bitten geäußert worden sind. Die Möglichkeit einer weiteren Auflage ist nun geprüft worden, und der Druckauftrag hierzu wird demnächst ausgelöst! Im Vorfeld sind einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen worden, besonders in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt eingeschlichen haben (daher zweite, durchgesehene Auflage). Inhalt und Layout des Buches blieben insgesamt davon unberührt. Mit der Auslieferung wird gegen Mitte/Ende des zweiten Quartals 2017 zu rechnen sein. – Noch einmal kurz zum Buch: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut. – Der Vertrieb dieses Buches wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt, Bestellungen über ISBN im Buchhandel sind leider nicht möglich. Vorbestellungen können ab sofort initiiert werden! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant!


Kalender 2017

Auch Nachauflage des (N)Ostalgie-Kalenders 2017 neigt sich dem Ende zu!

Keine drei Wochen nach Erscheinen zu Anfang Oktober 2016 war der (N)Ostalgie-Kalender 2017 „Artern in den 70er & 80er Jahren“ aufgrund äußerst hoher Nachfrage ausverkauft! Für die zahlreichen Heimatfreunde und Interessierten, die bislang noch keinen unserer Kalender mit einmaligen Motiven aus der DDR-Zeit erworben haben, wurden deshalb Exemplare nachgedruckt, die im „Guten Buch“ Artern sowie beim Heimatverein ARATORA zum Preis von 7,00 Euro erhältlich sind. Der Kalender 2017 hat insgesamt 28 Seiten Umfang und ist mit 32 Abbildungen in Schwarzweiß illustriert, die dafür aus Sammlungen von acht Vereinsmitgliedern und Freunden zu Verfügung gestellt worden sind. Mehrheitlich werden Motive aus der Innenstadt gezeigt, es überwiegen hierbei Straßenansichten und Einzelgebäude. Nicht wenige der abgebildeten Häuser sind heute längst nicht mehr existent bzw. wurden baulich stark verändert. Soweit möglich, wurde Wert darauf gelegt, das Alltagsleben in der DDR gleichfalls bildlich mit „einzufangen“. Der Arterner (N)Ostalgie-Kalender 2017 bringt alle vierzehn Tage mit einem neuen Kalenderblatt alte Erinnerungen zurück. Sichern Sie sich dieses schöne Stück Heimat als Wandschmuck für Ihre Wohnung, ehe auch die Nachauflage vergriffen sein wird. – Auch für das Jahr 2018 ist bereits ein Kalender in Arbeit, der unsere Stadt während der 1960er bis 1980er Jahre widerspiegeln soll. Hierzu werden noch aussagekräftige Motive gesucht, möglichst in Form privater Fotos oder Dias (keine DDR-Ansichtskarten). Bitte helfen Sie durch Leihgaben mit, auch diesen neuen Kalender wieder zu einem bildlichen Schmuckstück zur jüngeren Stadtgeschichte werden zu lassen!


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere neuen Bücher!

Auch für unsere nächsten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fünfundzwanzig Jahren Publikationstätigkeit mit mehr als dreißig Büchern über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden mittlerweile zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Für unsere jüngsten Veröffentlichungen – die Chroniken "Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben" sowie „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert“, die "Beiträge zur Geschichte der Salinen in Artern vom 15. Jahrhundert bis 1928" und ganz besonders für "150 Jahre Kindergarten Magdalenenstraße in Artern 1865-2015" und "Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" – erhielt der Heimatverein ARATORA viele hunderte Bilddokumente aus privater Hand. Dafür unser besonders herzlicher Dank, und unsere Suche zur Sicherung und Publikation historischer Bilder geht weiter, so für die Ende 2017 geplante "Nachlese" unseres Unstrut-Buches. Dafür werden wiederum altes Bildmaterial und Fotomotive aus den Gemeinden zwischen diesen alten Unstrut-Burgen gesucht. Bitte helfen Sie auch hier bei der Motivfindung und stellen Sie uns die „Schätze“ aus Ihren Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen erhalten bleiben! – Den Spendern wird auf unserer Homepage sowie in den Veröffentlichungen namentlich gedankt, zudem werden deren Namen als Bildquelle bzw. Bildgeber veröffentlicht. – Trotzdem und aus leidiger Erfahrung nachstehend ein sehr ernstgemeinter Hinweis: alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. der Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie sind keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Onlinepräsenzen jedweder Art mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Ihre Kenntnisnahme!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348) bzw. Kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 oder archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: eine auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung gegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die gesamten Kosten für die komplette Sanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist der Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. Derzeit in Arbeit ist die Sanierung einer sog. Kirchen-Agenda von 1580, die Arterner Pfarrern als Leitlinie zur Umsetzung der lutherische Lehre und für das Gemeindeleben diente. Diverse handschriftliche Notizen früherer hiesiger Geistlicher zeugen vom regen Gebrauch, daraus resultierend auch der derzeitige Erhalt des Buches. Nach der voraussichtlichen Wiederherstellung im Herbst 2017 wird der Heimatverein ARATORA auch diese Agenda dem Pfarramt Artern als Schenkung überlassen. Weiterhin wird noch im Jahr des Reformationsjubiläums ein größerer Teil der Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern, vom Heimatverein ARATORA aus Privatbesitz aufgekauft und derzeit noch beim Vereinsvorstand befindlich, an das hiesige Pfarramt übergeben und wird somit Interessierten bald wieder zugänglich sein. Diesen Unterlagen beigefügt werden zwei kirchlich relevante Akten aus dem späten 17. Jahrhundert, verfasst nur wenige Jahre nach dem großen Arterner Stadtbrand von 1683, weiterhin drei wertvolle, gedruckte Bücher mit kirchlichen bzw. regionalgeschichtlichen Inhalten aus dem 18. Jahrhundert. All diese Akten und Druckwerke stammen aus dem vor vielen Jahrzehnten aufgelösten und seither verschollenen Archiv der damaligen Superintendentur in der Nordhäuser Straße.


Chronik Siedlung

Dienstag, 28. März 2017

Mit einer gelungenen Überraschung wartete kürzlich Polizistin Manja Braunsdorf auf: allerdings nicht als Amtsperson, vielmehr als maßgebliche und höchst engagierte Organisatorin der vorjährigen Jubiläumsfeier in der Arterner Siedlung. Begangen wurde am 28. Mai 2016 bekanntlich das achtzigste Jubiläum dieses Wohnviertels, wenngleich das dadurch relevant gewordene Jahr 1936 lediglich einen historischen Orientierungswert darstellt. Fakt jedoch ist, dass die Feier noch immer Gesprächsstoff bei den Teilnehmern und Gästen ist. Dies umso mehr, als mit dem „Siedlungs-Anzeiger“ eine Broschüre als bleibende Erinnerung veröffentlicht worden ist, von der nun auch ein Exemplar dem Heimatverein ARATORA vorliegt (unser Bild). Im Vorfeld hatte Manja Braunsdorf zahlreiche Besuche bei den Bewohnern, insbesondere in der Gebrüder-Engelhardt-Straße vorgenommen, um in Gesprächen historische Informationen sowie Bildmaterial zu erlangen. Diese Daten wurden geordnet und zusammengestellt, Texte sind geschrieben und zu einer volkstümlichen Druckpräsentation verdichtet worden. Auf 62 Seiten mit sage und schreibe rund 200 historischen und aktuellen Fotos kann nun ein größerer Teil der Geschichte der Arterner Siedlung mit Schwerpunkt auf der Gebrüder-Engelhardt-Straße in Wort und Bild nachvollzogen werden: vormalige Bewohner, ehemalige Straßennamen, erstes Siedlerfest, bauliche Veränderungen an Häusern und Grundstücken während der vergangenen Jahrzehnte, Gegenüberstellung von Wohnhäusern auf historischen und heutigen Aufnahmen usw. Besonderes Augenmerk verdienen natürlich die zahlreichen alten Fotos, die überwiegend mit sämtlichen hierzu nötigen Informationen versehen werden konnten (Zeitraum, Personen, Zugehörigkeiten, Anlässe usw.). Zusammenfassend kann resümiert werden, dass mit dem „Siedlungs-Anzeiger“ 2016 eine für die Stadt Artern unikale Zusammenstellung vorliegt, die chronistische, volkskundliche, familiengeschichtliche, personenkundliche und bauhistorische Aspekte beinhaltet. Leider ist die als Privatdruck einzustufende Veröffentlichung nicht frei verkäuflich, doch werden sicherlich auf Nachfrage bei den Initiatoren Möglichkeiten gefunden, für Interessenten Ausdrucke gegen Kostenerstattung erstellen zu können. Darüber hinaus bietet der Heimatverein ARATORA gern an, in das uns vorliegende Exemplar Einblick zu nehmen. – Im neuen Vereins-Bildband, der im Spätsommer (alternativ Ende November) 2017 erscheint, wird auch die Arterner Siedlung mit etlichen historischen Bildern vertreten sein, allerdings mit anderen Motiven als in eben besprochener Chronik!


Manfred Wirth am Thälmanndenkmal

Freitag, 24. März 2017

Ein historischer, ca. 1,50 Meter langer und aus Buntsandstein hergestellte Pfeiler, abgelagert auf dem Schuttplatz des Arterner Bauhofes, hat kürzlich unerwartete Interessenten gefunden. Für was dieses Element hergestellt worden war, denn das sich nach oben zu verjüngende Objekt mit verdicktem Fuß scheint recht alt zu sein, ist unbekannt. Jedenfalls ist die darauf gravierte Inschrift „ERNST THÄLMANN“ viel jüngeren Datums und zeugt wohl schon von einer zur frühen DDR-Zeiten sekundären Nutzung zum Zwecke des verordneten Hofierens dieses Berufsprotestlers, Parteianführers und Antidemokraten. (Thälmann-Denkmale sind in der DDR bekanntlich inflationär aufgestellt worden, um der später Unfehlbarkeit zugesprochenen Politkoryphäe postum als Legende des Kommunismus huldigen zu können. Dabei galt Thälmann viel mehr als die NSDAP ausgerechnet die Sozialdemokratie als politischer Hauptfeind, den er schon mal als „Sozialfaschismus“ betitelte. Staatlicherseits geflissentlich unter den Tisch gekehrt wurde in der DDR ebenso der feige Verrat des Massenmörders Stalin sowie der eigenen KPD-Kader an dem später mythenumrankten Funktionär und zum Märtyrer gestempelten "Teddy" Thälmann während dessen „Schutzhaft“!) – Zur Entdeckungsgeschichte kann gesagt werden, das der Thälmann-Stein erst während kürzlich durchgeführter Erdarbeiten des KAT zutage gekommen ist, bis dahin war dieser total von Gebüsch zugewachsen. Wann und warum der Stein ausgerechnet im Sumpf aufgestellt oder dort abgelagert wurde, ist unbekannt. Da seitens der Stadt Artern, als auch beim Heimatverein ARATORA kein Interesse bestand, einen Stein mit solch zweifelhafter Botschaft auffrischen zu lassen, trat dieser kürzlich seine vorletzte Reise an – zunächst nach Tilleda, danach soll er ins nahe Kyffhäusergebirge gebracht werden. Ebendort wird nämlich seit Herbst 1984 ein Kleindenkmal vermisst, das an Karl Friedrich Rose erinnerte. Dieser lebte in Tilleda, war Waldhüter und wurde durch einen Wilddieb am 22. Oktober 1884 erschossen. An der Mordstelle ist ein Denkmal errichtet worden. Nähere Umstände sind unbekannt, jedenfalls ist der Rose-Stein seit über drei Jahrzehnten weg! Durch die avisierte Umwidmung des Arterner Thälmann-Steins, der äußerlich zumindest annähernd an das vermisste Denkmal erinnert, wird das Andenken an den Waldhüter Karl Friedrich Rose bald schon erneuert werden. Mit nicht allzu großer Mühe sollten notwendige Veränderungen durch einen Steinmetz vorgenommen werden können. Nahe des Gietenkopfes wäre in hoffentlich absehbarer Zeit dann wieder ein neuer Rose-Stein zu sehen. Die Idee hierzu brachte Manfred Schröter aus Berga/Kyffh., engagierter Kleindenkmalforscher und langjähriger Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue, ein. Er schlug dem Heimatverein ARATORA diese Umnutzung vor, nachdem auf die Frage, was man heutzutage mit einem Thälmann-Denkmal anfangen solle, Schröter auch keine verbindliche Antwort wusste. Manfred Wirth aus Tilleda, ebenfalls seit Jahren in der Heimatforschung und im Denkmalschutz aktiv, besah sich umgehend den Stein in Artern (unser Bild) und befand diesen als Denkmalersatz für tauglich. Nun sind unsere Freunde vom Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue am Zuge! Wenn der neue Rose-Stein dann hoffentlich bald steht, mag vielleicht noch immer ein bisschen von „Thälmann ist niemals gefallen…“ mitschwingen. Doch im weiten Kyffhäuserwald hört das ohnehin niemand!


Lebenselixier Wasser

Dienstag, 21. März 2017

Passend zum Weltwassertag am morgigen Mittwoch, wozu der Heimatverein ARATORA und der KAT Artern um 17.00 Uhr in die Arterner Marienkirche mit einem Referat über "Wasser in der Kulturlandschaft" von Dr. Mathias Deutsch aus Erfurt einladen, soll eine Neuerscheinung vorgestellt werden. Mit 154 Seiten Umfang und reich bebildert ist kürzlich das Buch „Lebenselixier Wasser. Kultur – Alltag – Geschichte(n)“ als Schrift der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstele für Thüringen publiziert worden (unser Bild). Das überaus abwechslungsreiche und interessante Werk beinhaltet elf Aufsätze über Wasser und Wassernutzung in Thüringen. Regionalen Bezug erhält die Neuerscheinung, die auf Vorträgen des im Herbst 2015 in Tambach-Dietharz stattgefundenen Kolloquiums „Menschen und Wasser“ basiert, durch die Vorstellung des ausverkauften und zugleich für eine zweite, durchgesehene Auflage bereitstehenden Buches „Die Unstrut-Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“. Darüber hinaus werden Tambach-Dietharz als Talsperren-Ort und der Verein zur Förderung des Archivs zur Geschichte der Deutschen Wasserwirtschaft vorgestellt, zudem Formen der historischen Wassernutzung in Erfurt, die Entwicklung der modernen Wasserversorgung in Thüringen, Klein- und Flurdenkmale mit Bezügen zum Wasser, Interpretationen und Hintergründe über Brunnenfeste, das Wasser als Element in Märchen, die Wasserkünste in Gotha, der Brunnen auf der Leuchtenburg und die sog. Bornfege als dörfliches Fest. – Als besonders herausragend sei der Artikel von Frank Störzner, dem Thüringer „Steinkreuz-Papst“, erwähnt, der eine Vielzahl von Beispielen und Fotos bringt, wie mittelalterliche und (früh)neuzeitliche Kleindenkmale Gewässer-, Wetter- oder Klimageschichte dokumentieren. – Auch mit diesem sehr empfehlenswerten Buch ist es der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstele für Thüringen in Erfurt (Bestellung eben dort oder mit ISSN 1619-5698 im Buchhandel, Preis 6,00 Euro) gelungen, Fach- und Heimatforscher sowie Interessierte gleichsam über das schier unerschöpfliche Thema „Wasser“ gut zu informieren und vor allem zu begeistern. Darüber hinaus seien auch die anderen Schriften der Beratungsstelle wärmstens empfohlen, wie auch der Kontakt zur Thüringischen Vereinigung für Volkskunde e.V. sowie dem Volkskundemuseum in Erfurt Heimatfreunden Gewinn und neue Freude an ihrer Beschäftigung bringt.


ST. Vitus

Freitag, 17. März 2017

Der Heimatverein ARATORA als Gastgeber, das Museum Burg Querfurt sowie der Altertums- und Verkehrsverein Querfurt und Umgebung laden Geschichtsfreunde und Interessierte herzlich zum 24. Tag der Heimatpflege am Sonnabend, 1. April 2017 nach Artern ein. Die seit 1988 stattfindende Regionaltagung zählt zu den ältesten derartigen Veranstaltungen. Beginn ist 09.30 Uhr im Saal des Rathauses, Markt 14. Im Mittelpunkt stehen zwei Vorträge zu historischen Themen aus unserer Gegend. Zunächst widmet sich Andreas Schmölling vom Heimatverein ARATORA der Stadt Artern im Mittelalter und bezieht sich hierbei besonders auf die Zeit, als der Ort unter Herrschaft der Edelherren von Querfurt stand (unser Bild zeigt eine Zeichnung der St. Veitskirche als bedeutendstes mittelalterliches Baudenkmal in Artern). Danach spricht Dr. Mario Küßner, Fachreferent vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, über Funde und Erkenntnisse aus Grabungen bei Hachelbich im Kyffhäuserkreis, wo ein römisches Marschlager aus der Zeit zwischen dem ersten bis zweiten Jahrhundert u. Z. entdeckt worden ist. Grabungen hierzu fanden 2010, 2014 und erneut seit 2017 statt. Derartige Marschlager waren oft nur einen oder wenige Tage in Nutzung, ehe die Armeen dann weiterzogen. Zumeist wurden die Überbleibsel von der damals heimischen Bevölkerung geplündert. Trotzdem waren noch genügend Anhaltspunkte vorhanden, um dieses Lager archäologisch einzuordnen und auswerten zu können. Weitere römische Marschlager in der Umgebung (ca. 20 Kilometer im Umkreis) sind zu erwarten, da die Legionen in unbekannte Richtung von Hachelbich weitermarschierten! – In einer Kaffeepause zwischen obigen Referaten und während des Mittagessens bleibt genügend Zeit für Gespräche, ehe ab ca. 13.30 Uhr zu einem gemeinsamen Stadtrundgang eingeladen wird. – Bereits zehn Tage zuvor, am Mittwoch, 22. März 2017, finden in Artern schon historische Vorträge statt: anlässlich des Weltwassertages referiert um 17.00 Uhr der Umwelthistoriker Dr. Mathias Deutsch aus Erfurt über „Wasser in der Kulturlandschaft“, danach spricht Andreas Schmölling vom Heimatverein ARATORA kurz über die historische Trink- und Nutzwassersituation in Artern. Zu dieser eintrittsfreien Veranstaltung des Heimatvereins ARATORA und des Kyffhäuser Abwasser- und Trinkwasserverbandes Artern wird herzlich in den Gemeinderaum der Marienkirche Artern eingeladen.


HW 1947 Sachsenburg

Dienstag, 14. März 2017

Unser langjähriges und sehr aktives Vereinsmitglied Dr. Mathias Deutsch, Umwelthistoriker aus Erfurt, erinnert mit nachstehendem Text an eine Naturkatastrophe, an die sich noch viele Ältere erinnern werden: Vor siebzig Jahren, zwischen dem 12. und 20. März 1947, wurden Teile Mitteldeutschlands – darunter auch Gebiete an der Unstrut – von einer schweren Überschwemmung heimgesucht. Nach dem kalten und schneereichen Winter 1946/47 setzte Anfang März starkes Tauwetter ein und bald darauf traten die Fließgewässer über ihre Ufer. Standen zunächst nur kleinere Wiesen- und Ackerflächen unter Wasser, spitzte sich im Raum Artern die Lage aufgrund ergiebiger Regenfälle am 13. März immer mehr zu. Viele Dörfer, so zum Beispiel Sachsenburg, Oldisleben, Schönfeld und Ritteburg, waren in Teilen von einer Überflutung bedroht. Hier – wie auch in anderen Ortschaften des Unstrut-Tals – mussten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren und Polizisten zum Einsatz kommen, um die Einwohner bei der Evakuierung von Tieren, Hausrat und Futtermitteln zu unterstützen. Zudem waren Deiche zu sichern. Doch nicht immer gelang es, ein Überströmen zu verhindern. Vor allem am späten Abend des 13. März sowie im Verlauf des Folgetags mussten sich vielerorts die Helfer von den Deichen zurückziehen und verzweifelt mit ansehen, wie sich die Wassermassen über den Deich ergossen und schließlich in bewohnte Gebiete vordrangen. Aber auch an den Unstrut-Wehren sowie an Stegen und Brücken kamen Helfer mit langen Stangen, Haken und Beilen zum Einsatz, um den freien Wasserabfluss zu gewährleisten. Oftmals gestaltete sich die Arbeit sehr gefährlich, weil vor allem der starke Eisgang auf der Unstrut Probleme bereitete. Nicht immer gelang es, die in sich verkeilten Schollen vor den Brücken zu lösen und es kam zum Rückstau bzw. Einsturz der Bauwerke. In Schönfeld beschädigten beispielsweise große, bis zu einem halben Meter dicke Eisschollen drei sog. „Eisbrecher“ an der Brücke. Glücklicherweise hielt sie dem Druck der anströmenden Wasser-Eis-Massen stand. – Nachdem sich die Hochwasserlage am 21./22. März 1947 langsam entspannt hatte, setzten die Aufräumarbeiten ein. In den Dörfern mussten in Hunderten Häusern Schlamm und Unrat aus den Wohnräumen transportiert werden. Außerdem waren die vom Eis und Wasser stark beschädigten Scheunen und Ställe bis zur umfassenden Sanierung notdürftig zu sichern. Manche Häuser konnte man jedoch nicht mehr retten. Waren sie nicht bereits unmittelbar beim Hochwasser eingestürzt (wie z. B. drei Wohngebäude in Schönewerda, darunter das Haus von Schuhmacher Karl Schatz), verfügten die Ämter aus baupolizeilichen Gründen bis Ende Mai 1947 den Abriss. – Neben den großen Schäden und Verlusten in Wohn- und Wirtschaftsgebäuden fiel auch die Schadensbilanz im Bereich der Landwirtschaft katastrophal aus. Viele Bauern verloren aufgrund überschwemmter Scheunen fast die gesamten Futter- und Saatgutvorräte. Im Unstrut-Tal standen ihre Wiesen- und Ackerflächen tief im Wasser. Somit bestand für die Landwirte keine Chance, die Wintersaat zu retten. Mieten, in denen Kartoffeln, Rüben und andere Futtermittel lagerten, hatte die Flut z. T. fortgeschwemmt. Wie hoch das Wasser Mitte März 1947 in der Unstrut-Aue stand, zeigt eine Markierung am sog. "Wasserstein" an der Straße Ritteburg-Gehofen. Zusammen mit Kennzeichnungen für die Flutkatastrophen von 1871 und 1946 mahnt das Kleindenkmal, stets respektvoll mit dem Element Wasser umzugehen. – Unser Bild zeigt Müller Fritz Bechstedt senior während des Hochwassers vom März 1947 bei der Prüfung der Höhe des Wasserspiegels in der Mühle Sachsenburg an der Unstrut (Sammlung Ingrid Noack, Heldrungen).


HW-Marke SGH

Freitag, 10. März 2017

Die Vereinten Nationen haben 1992 den 22. März eines jeden Jahres zum Weltwassertag ausgerufen. Ziel ist es, an diesem Tag auf das global bedeutsame Thema „Wasser“ u. a. mit Pressemitteilungen, Berichten sowie öffentlichen Vorträgen hinzuweisen. – Zum diesjährigen Weltwassertag am Mittwoch, 22. März 2017, laden der Heimatverein ARATORA und der Kyffhäuser Abwasser- und Trinkwasserband Artern herzlich ein. Aus gegebenem Anlass hält der Erfurter Umwelthistoriker Dr. Mathias Deutsch um 17.00 Uhr im Gemeinderaum der evangelischen Marienkirche Artern einen regionalhistorischen Vortrag (Eintritt frei!) zum Thema „Wasser in der Kulturlandschaft“. Dabei wird auch an das große Hochwasser vom März 1947, also vor 70 Jahren, erinnert, das die Unstrut und ihre Nebenflüsse exorbitant anschwellen ließ. Unser Bild zeigt die Frühjahr 2016 sanierte und wieder an ihren Altstandort eingesetzte Hochwassermarke, die an dieses Ereignis in der Sangerhäuser Bahnhofstraße erinnert, als die Gonna aus ihrem Bett trat. – In einem Kurzvortrag wird anschließend Andreas Schmölling vom Heimatverein ARATORA in Wort und Bild über die Trink- und Abwasser-Versorgung bzw. die Wassernutzung in Artern während vergangener Zeiten anhand ausgewählter Beispiele berichten. – Passend zum diesjährigen Motto des Weltwassertages „Abwasser“ öffnet der Kyffhäuser Abwasser- und Trinkwasserband am 22. März 2017 zwischen 9.00 Uhr und 12.00 Uhr nachstehende Kläranlagen für Interessierte: Artern (Am Westbahnhof), Bad Frankenhausen (Seehäuser Straße) und Roßleben (Wendelsteiner Straße).


GV SGH Heft 24

Dienstag, 7. März 2017

Mit 113 Seiten Umfang wartet die soeben erschienene Ausgabe Nr. 24 der Mitteilungen des Vereins für Geschichte von Sangerhausen und Umgebung e.V. (unser Bild) auf und tangiert diesmal Themen vom Mittelalter bis in die jüngere Vergangenheit der Rosenstadt und ihrer Umgebung bzw. Ortsteile mit insgesamt neun abwechslungsreichen Artikeln. Nach dem voranstehenden, obligatorischen Vereinsbericht schließt sich die Abhandlung „Juden in Sangerhausen“ an, die als „Annäherung an den Forschungsstand“ deklariert ist. Schwerpunkt ist die Zeit des Mittelalters; entsprechend schmal fallen die Nachrichten zu diesem Thema aus, wobei über Namensnennungen hinaus kaum greifbare Informationen vorliegen und daher oft mit Indizien und Rückschlüssen gearbeitet werden musste. „Sangerhausen im 1. Weltkrieg“ als nächster Bericht beinhaltet diverse Erlebnisse, Geschichten, Retrospektiven und Bildbelege aus der Zeit zwischen 1914 und 1918, aus der Heimat sowie von der Front. Eine ähnliche Thematik folgt mit „Erinnerungskultur – Kriegsgräber und Erinnerungskultur in Sangerhausen“, wobei Denkmale, Tafeln und Grabanlagen in Sangerhausen vorgestellt bzw. beschrieben werden, die an Kriegs- und Gewaltopfer erinnern. Mit der Biographie über Franz Heymann (1875-1944) schließt sich die Würdigung des Lebenswerkes eines Sozialdemokraten und Kommunalpolitikers in Sangerhausen an. Eine weitere Biografie widmet sich den Lebensstationen von August Reich (†1954), gleichfalls SPD-Mitglied, kommunalpolitisch aktiv und Funktionär. Ein Bericht über die Gedenkveranstaltung in Sangerhausen zum Ende des Zweiten Weltkrieges gibt die Rede des Vorsitzenden des Geschichtsvereins wieder, ehe als Fortsetzungsbericht über Geschehnisse aus der Zeit um 1945 in und um Großleinungen erzählt wird. Zum dritten Male wird es dann biographisch, wenn Richard Wensch im Mittelpunkt steht, der z. B. Anteil an der kampflosen Übergabe der Stadt Sangerhausen im Frühjahr 1945 an US-Truppen hatte. Ein Vortrag von Adolf Spengler widmet sich danach den Ursprüngen und der Historie des Geschichtsvereins Sangerhausen und schweift ab zu diversen anderen Themen des Heimatgedankens in unserer Region. Beschlossen wird die druckfrische Zeitschrift mit einem attraktiven historischen Bilderbogen (acht farbige Lithografien aus der Zeit um 1900), einer kleinen Bücherschau über Neuerscheinungen sowie der aktuellen Mitgliederliste. – Erneut gilt dem Geschichtsverein Sangerhausen Dank für die Bereicherung des regionalhistorischen Bücherangebotes. Der neue Jahresband kann beim Verein bestellt bzw. im „Guten Buch“ in Sangerhausen erworben werden.