Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen.


Reprint

Drei Arterner Namenregister kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung des Wappensteins der Arterner Saline (um 1730) erbeten!


Unstrutbuch

Seit 26. Mai 2017 wieder erhältlich: „Die Unstrut“ als Nachauflage!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Kalender 2018

Arterner (N)Ostalgie-Kalender für 2018 wirft bereits Schatten voraus!

Noch bis Ende des Jahres begleitet der aktuelle (N)-Ostalgie-Kalender 2017 hunderte Geschichtsfreunde und Heimatinteressierte in Artern und außerhalb mit Motiven aus der jüngeren Vergangenheit unser Stadt durch die Wochen und Monate. Und auch im kommenden Jahr soll es einen solchen Wandschmuck in gewohnter Art und Weise geben. Zum Zwiebelmarkt am 7. und 8. Oktober wird der begehrte Druck wiederum an einem Info-Stand in der Wasserstraße 12 angeboten. Satz und Layout dieses Kalenders mit dem Titel „Artern in den 60er bis 80er Jahren“ befinden sich derzeit bereits in den letzten Zügen. Mit Unterstützung von zwölf Bildgebern konnten dem Kalender erneut 24 bildliche Motive sowie weitere Fotos beigegeben werden. Folgende insgesamt 32 Abbildungen kommen bald zum Abdruck: Gärtnerei Gerlach mit Schlossstraße sowie Kirche und Rathaus als Titelblatt (unser Bild), Unstrut-Wehr, Kinderkrippe Leipziger Straße und Sündergasse auf der Vorwortseite, zudem Poliklinik und Veitskirche auf der Seite des Jahreskalenders 2018. Die vierzehntägig wechselnden Blätter zeigen: winterlicher Solebach, Rodelbahn auf dem Weinberg, Lastwagen am Geschwister-Scholl-Platz, Voigtstedter Straße, Blick von der Unstrut-Brücke, Vorfrühling im Talgebind, Sicht vom Kirchturm zum Weinberg, Frühlingsspaziergang durch die Saline, Schichtschluss in der Kyffhäuserhütte, Kinder im Sole-Schwimmbad, Altbauten in der westlichen Leipziger Straße, Abrisshaus am Geschwister-Scholl-Platz, Hotel von der Alten Poststraße aus, Marktplatz mit PKWs, obere Ritterstraße mit Getränkestützpunkt, Neubau „Flacon“ in der Ritterstraße, POS „Wilhelm Pieck“, Promenade, Erntedankfest, Saline mit Solebehältern und Altstadt, Metallkunstwerk im Kulturzentrum, Friedhof mit Quelle, Kinder auf dem Weinberg und Blick in die Marienkirche. Die Seite des Jahreskalenders 2018 zeigt die Superintendentur sowie das alte Hotel. – Der Heimatverein ARATORA hofft, dass auch diese bevorstehende Kalenderausgabe wiederum viele Freunde finden wird! Vor der Veröffentlichung zum Zwiebelmarkt wird rechtzeitig in der Presse an diese neue Publikation erinnert. Ab 9. Oktober bietet dann auch „Das Gute Buch“ Artern unseren neuen Kalender an. Bitte zu beachten: die Auflage ist nicht sehr hoch, die Nachfrage aber schon; eine Nachauflage, wie im vergangenen Jahr geschehen, wird es für die Ausgabe 2018 definitiv nicht geben! – Auch hinsichtlich des (N)-Ostalgie-Kalenders 2019 wurden sich bereits Gedanken gemacht. Zur dreißigsten Wiederkehr des politischen Zusammenbruchs des real existierenden Sozialismus in der DDR bzw. in Erinnerung an die sich anschließende Wiedervereingung wird an diese ereignisreiche, großartige und aufregende Zeit der jüngeren deutschen Geschichte erinnert. Mit dem Kalender „Ende und Anfang – Artern in der „Wende“-Zeit“ sollen dann Bilddokumente aus den Jahren 1989/1990 gezeigt werden, die Geschichtsfreunde aus Einbeck während ihrer zahlreichen Besuche in Artern vor mittlerweile drei Jahrzehnten gemacht haben.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere neuen Bücher!

Auch für unsere nächsten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fünfundzwanzig Jahren Publikationstätigkeit mit mehr als dreißig Büchern über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden mittlerweile zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Für unsere jüngsten Veröffentlichungen – die Chroniken "Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben" sowie „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert“, die "Beiträge zur Geschichte der Salinen in Artern vom 15. Jahrhundert bis 1928" und ganz besonders für "150 Jahre Kindergarten Magdalenenstraße in Artern 1865-2015" und "Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" – erhielt der Heimatverein ARATORA viele hunderte Bilddokumente aus privater Hand. Dafür unser besonders herzlicher Dank, und unsere Suche zur Sicherung und Publikation historischer Bilder geht weiter, so für die Ende 2017 geplante "Nachlese" unseres Unstrut-Buches. Dafür werden wiederum altes Bildmaterial und Fotomotive aus den Gemeinden zwischen diesen alten Unstrut-Burgen gesucht. Bitte helfen Sie auch hier bei der Motivfindung und stellen Sie uns die „Schätze“ aus Ihren Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen erhalten bleiben! – Den Spendern wird auf unserer Homepage sowie in den Veröffentlichungen namentlich gedankt, zudem werden deren Namen als Bildquelle bzw. Bildgeber veröffentlicht. – Trotzdem und aus leidiger Erfahrung nachstehend ein sehr ernstgemeinter Hinweis: alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. der Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie sind keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Onlinepräsenzen jedweder Art mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Ihre Kenntnisnahme!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: eine auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung gegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die gesamten Kosten für die komplette Sanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist der Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. Derzeit in Arbeit ist die Sanierung einer sog. Kirchen-Agenda von 1580, die Arterner Pfarrern als Leitlinie zur Umsetzung der lutherische Lehre und für das Gemeindeleben diente. Diverse handschriftliche Notizen früherer hiesiger Geistlicher zeugen vom regen Gebrauch, daraus resultierend auch der derzeitige Erhalt des Buches. Nach der voraussichtlichen Wiederherstellung im Herbst 2017 wird der Heimatverein ARATORA auch diese Agenda dem Pfarramt Artern als Schenkung überlassen. Weiterhin wird noch im Jahr des Reformationsjubiläums ein größerer Teil der Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern, vom Heimatverein ARATORA aus Privatbesitz aufgekauft und derzeit noch beim Vereinsvorstand befindlich, an das hiesige Pfarramt übergeben und wird somit Interessierten bald wieder zugänglich sein. Diesen Unterlagen beigefügt werden zwei kirchlich relevante Akten aus dem späten 17. Jahrhundert, verfasst nur wenige Jahre nach dem großen Arterner Stadtbrand von 1683, weiterhin drei wertvolle, gedruckte Bücher mit kirchlichen bzw. regionalgeschichtlichen Inhalten aus dem 18. Jahrhundert. All diese Akten und Druckwerke stammen aus dem vor vielen Jahrzehnten aufgelösten und seither verschollenen Archiv der damaligen Superintendentur in der Nordhäuser Straße.


Orgelweihe

Spendenaufruf: Statik bedroht Orgel in der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 200.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Maßen mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr in sich verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA über dessen Bankverbindung (siehe auf dieser Homepage unter VEREIN) oder gern auch in bar entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden jeweils umgehend der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Vielen herzlichen Dank dafür. Die Zeit drängt! – Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre anlässlich der Orgelweihe 1984 in Artern.


Jurassic Harz

Dienstag, 27. Juni 2017

Geologie und Paläontologie stehen in der hiesigen Heimatforschung zwar nicht unbedingt auf den vordersten Rängen, trotzdem ist die Beschäftigung mit diesen Themenblöcken stets erbaulich und informationsreich, zumal z. B. mit Fossilien aus dem Karbon, Muschelkalk und Zechstein (Kieselhölzer, Ammoniten, Seelilien und „Kupferheringe“) interessante Zeugnisse der vorzeitlichen Lebenswelt auch in unserer Gegend gefunden werden können. Die etwas überregionale Ausweitung dieses Arbeitsbereiches nach Norden hin gewährt schließlich sogar Einlass ins Reich der Dinosaurier. Darüber berichten eine aktuelle Ausstellung im Staatlichen Naturhistorischen Museum Braunschweig sowie die zugehörige Publikation „Jurassic Harz“ von Benjamin Englich et al. – Am 1. April 2017 öffnet die gleichnamige Sonderausstellung, in deren Fokus Geschichte und Lebensweise eines Zwerg-Dinos aus dem Harz stehen: Europasaurus holgeri, ein Sauropode (Langhals) im Miniformat (aber immerhin noch mit neun Meter Länge) aus dem Oberen Jura, dessen Überreste in den 1990er am Nordharz entdeckt worden sind. Zur Jurazeit war der Harz eine Insel im Binnenmeer, wo sich wegen des begrenzten Lebensraums die Dinos zu kleineren Exemplaren entwickelten. Mit einem Plateosaurus aus Halberstadt wird zudem ein triassischer, somit älterer Prosauropode als Komplett-Montage präsentiert. Als optische „Reißer“ werden in Braunschweig einige große Fauna-Vertreter aus der mit Europasaurus gleichaltrigen Morrison-Formation der USA gezeigt: das 27 Meter lange Originalskelett des Diplodocus „Arapahoe“ aus Wyoming, der Raubsaurier Allosaurus „Big Al II“ sowie der Stegosaurus „Sarah“. – Die zugehörige und reich bebilderte Publikation (ISBN: 3899372204) umfasst 108 Seiten. Das sehr empfehlenswerte Buch komplettiert die spektakuläre Ausstellung Harzer und zeitgleich lebender US-Dinos in eindrucksvoller Weise und bringt Forschungswege bzw. -möglichkeiten der modernen Paläontologie nahe, und das quasi vor der Haustür! Darüber hinaus wird aufgezeigt, dass die Saurier-Forschung immer wieder Überraschungen parat hat und besonders auch im Harzer „Jurassic Park“ immer wieder neue spektakuläre Bewohner entdeckt werden. – Die Sonderausstellung „Jurassic Harz. Dinosaurier von Oker bis Wyoming“ wird nur noch bis 23. Juli in der Ausstellungshalle in der Hamburger Straße 267 in Braunschweig gezeigt. Ab August wird dann mit „Eiszeit-Safari“ eine neue Sonderausstellung in der Welfenstadt präsentiert, deren Titel bereits Beziehungen auch nach jenseits (südlich) des Harzes erahnen lässt. Schließlich ist unsere Heimat erwiesenermaßen „Mammut-Land“ gewesen! – In obigen Zusammenhängen sei auf die regional-geologischen Abteilungen der Museen in Sangerhausen, Bad Frankehausen und Sondershausens hingewiesen, besonders aber auf die mittlerweile erweiterten Ausstellungsräume zur heimischen Erdkunde und Paläontologie des Fossilien-, Mineralien- und Bergbauvereins Steinthaleben e. V., ebendort in der Alten Schule, Kelbraer Straße.


Gartenzeit

Freitag, 20. Juni 2017

Die jüngste Schrift der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen nimmt sich auf 115 Seiten im handlichen A5-Format einem jahreszeitlich sehr aktuellen Thema an: „Gartenzeit – Was man sich vom (eigenen) Garten erzählt“ (unser Bild). Die Berichte dort datieren in jene nicht allzu ferne Zeit, als noch keine teils irrwitzigen und kleinkarierten Vorschriften des Bundeskleingartengesetzes Gültigkeit hatten und Gartenvorständen und/oder Mitgliedern graue Haare sprießen ließen! In siebzehn Artikeln berichten Autoren hier über ihre ganz persönlichen Erfahrungen, Ereignisse und Geschichten im und um den privaten Gartenbau in Thüringen. Sicherlich muss diese Art von Erlebnisniederschriften als eher leichte Lektüre bezeichnet werden, dennoch ist es wichtig, auch solche scheinbar banalen Geschehnisse aufzuzeichnen, um später einmal authentische Situationsbilder, hier überwiegend aus DDR-Zeiten, aus erster Hand nachlesen zu können. Über siebzig Fotos illustrieren die Neuerscheinung überwiegend in Farbe, aber auch historische Bilder wurden publiziert. Detailliert berichten die Verfasser, dass der Garten in der DDR vielmehr war als nur ein Ruhepol für gestresste Arbeiter und Angestellte in den Volkseigenen Betrieben und LPGs. Da wird vom Leben als Kleingärtner im Allgemeinen und Besonderen erzählt, vom Urbarmachen potentiellen Gartenlandes, vom Ungemach während der Errichtung einer Laube, von den gärtnerisch-individuellen Inspirationen bei der Gestaltung, auch über den Garten als Treffpunkt, sozialen Ort und Oase für Kinder usw. – Wer also wieder einmal richtig entspannt lesen möchte über die kleinen und großen Probleme, aber auch Annehmlichkeiten des privaten Gartenwesens im sozialistisch geprägten Umfeld, der möge 5,00 Euro für „Gartenzeit – Was man sich vom (eigenen) Garten erzählt“ ausgeben (ISSN 1619-5698). – Mit dem aktuellen kleinen Buch wird für den Leser erneut Volkskunde lebendig, greifbar und nachvollziehbar, auch wenn keine Gartengeschichte aus unserer unmittelbaren Umgebung veröffentlicht worden ist. Das sollte altgediente heimische Kleingärtner umso mehr anspornen, auch ihre Geschichte(n) aufs Papier zu bringen und damit der Nachwelt zu erhalten. Denn: wie stets in der Zeitgeschichts- und Volkskundeforschung gilt auch hier, wenn der letzte Zeitzeuge erst weg ist, dann ist es zu spät mit Informationen aus erster Hand, und zwar für immer! Daher ganz besonderen Dank für dieses nette Büchlein an die Autoren sowie vor allem an Dr. Gudrun Braune und Dr. Peter Fauser von der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle in Erfurt für die Zusammenstellung und Veröffentlichung von einigen Erinnerungen und Reminiszenzen rund um thüringische Laubenpieper, Kolonisten und Schrebergärtner. – Noch ein kurzer Hinweis in eigener Sache für die bevorstehende Urlaubszeit: während der Sommerferien in Thüringen, also ab nächster Woche und bis einschließlich der zweiten August-Woche 2017, werden die aktuellen Meldungen auf einen Bericht pro Woche reduziert. Danach erfolgt, wie gehabt, die Veröffentlichung heimatkundlicher Informationen aus Artern, der Umgebung und der Region wieder jeweils am Dienstag und Freitag!


Numburg-Heft

Dienstag, 20. Juni 2017

Eine neue heimatkundliche Broschüre im Format A5 aus der Feder von Dr. Wilfried Neumerkel nimmt sich auf 36 Seiten und illustriert mit knapp sechzig Fotos bzw. Repros unter dem Titel „Die Numburg bei Kelbra“ der 900jährigen Geschichte (1116-2016), der Gegend und Natur um die gleichnamige Burganlage, der kleinen Befestigung selbst, der Domäne sowie der dortigen Naturschutzstation am Nordwesthang des Kyffhäusers an (unser Bild). Ausgehend von der Beschreibung der natürlichen Gegebenheiten, von Geologie, Flora und Fauna sowie der nicht zugänglichen Numburg-Höhle zeigt der Verfasser aus Bendeleben zunächst archäologische Funde aus dem Umfeld auf. Es folgen einige genealogische und urkundliche Nachweise der Burgherren bzw. der Burg, zudem Gedanken über die ehemalige Wallfahrtskirche St. Peter und Paul ebendort sowie ein lokalhistorischer Überblick bis zur Reformation. Nach der Vorstellung von sagenhaften Überlieferungen und Berichten über die Numburg wird die Zeit der Zisterzienser und deren Wirken in der Goldenen Aue beleuchtet. Etwas mehr Platz wird dann der alten Saline Numburg bzw. der dort vorkommenden Salzflora eingeräumt, ehe recht ausführlich aus der Vergangenheit der Domäne bzw. des Vorwerks Numburg erzählt wird. Für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Errichtung des Helme-Stausees Kelbra 1968 in den Fokus gerückt, weiterhin die 1967 angelegte Naturschutzstation. Trotz nicht gerade üppiger historischer Aktenlage hat Dr. Wilfried Neumerkel eine lesenswerte und informative Schrift herausgebracht, versehen mit schönen aktuellen und historischen Abbildungen sowie einigen Reproduktionen alter Karten. – Nun ist jedoch die eher rare Situation eingetreten, dass eine weitere, fast zeitgleiche und thematisch ähnliche Druckschrift, herausgegeben vom Förderverein Numburg, veröffentlicht wurde. Der vorbehaltlose Heimat- und Naturfreund möge diese Dopplung mit wohlwollendem Opportunismus hinnehmen und sich um der Sache willen freuen, dass sich beide Publikationen inhaltlich gut ergänzen! Diese gleichfalls attraktive, fast durchweg farbig illustrierte A4-Broschüre mit dem Titel „50 Jahre Naturschutzstation Numburg“ umfasst 60 Seiten mit rund 100 Abbildungen, zwölf Autoren haben dafür Texte geliefert. Schwerpunkte sind Fauna, Flora und Erdgeschichte der Region um die Numburg. Beleuchtet werden 50 Jahre Naturschutzstation, die Naturschutzgebiete Schlossberg, Solwiesen, Badraer Lehde und Großer Eller, weiterhin die Pflanzenwelt um die Numburg, Fledermaus-Populationen in der Umgebung, die Schmetterlingsfauna der Numburg, das internationale Vogelschutzgebiet am Stausee Kelbra, Informationen zur Vogelberingung ebendort, Kraniche am Helme-Stausee, Kranichrastplätze sowie geführte Kranichwanderungen durch das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz, historische Eckdaten über die Numburgen und die gleichnamige Grangie, die Geschichte des Stausees bei Kelbra, die Entdeckung und Erforschung der Numburg-Höhle sowie Erkenntnisse aus geologischen Bohrungen im Umfeld. – Beide Neuveröffentlichungen bereichern die historische und naturkundliche Literatur der Kyffhäuser-Region und machen Lust, z. B. aus Schusters Rappen, die Region oberhalb des Stausees Kelbra mit ihrer Lebewelt und Geschichte selbst zu erkunden.


Sammlung Leibniz

Freitag, 16. Juni 2017

Eine unerwartet freudige Überraschung, die sich schließlich zu einer der Extraklasse mauserte, wurde dem Archiv des Heimatvereins ARATORA erst vor wenigen Tagen zuteil: eine umfangreiche Fotosammlung aus dem Jahr 1958 mit zahlreichen Aufnahmen aus Artern während der Zeit von ca. 1880 bis zur frühen DDR. Seit Jahrzehnten war diese reichhaltige Kollektion in Göttingen in Verwahrung, doch wollten die Besitzer nun, dass diese einmaligen Bilddokumente wieder in die alte Heimat zurückkehren, was jetzt geschehen ist. Bei der großzügigen Schenkung handelt sich um zwei dicke, zusammen ca. zehn Kilogramm schwere Folianten in Pappkarton-Schubern (unser Bild), die sich der vormals in der Leipziger Straße ansässig gewesene Buchbinder und -händler Wilhelm Leibniz für die private Nutzung und als zeitgeschichtliche Dokumentation zusammengestellt sowie eigens gebunden hatte. Die über 120 qualitativ überwiegend sehr hochwertigen, großformatigen Fotos sollen dem alten Meister, der 1970 von Artern nach Niedersachsen umgezogen war, bei der Überwindung seines Heimwehs geholfen haben. Bei den Bildern handelt es sich um Aufnahmen mit verschiedensten Motiven aus der Neu- und Altstadt, dem Industrieviertel mit Bahnhof sowie Westbahnhof der Kyffhäuser-Kleinbahn, von der Saline, dem Weinberg usw. Als bildliche Raritäten seien kurz einige wenige genannt: Grundsteinlegung zum neuen Rathaus, Altaustattung des Ratskellers, detaillierte Gesamtansichten von Betrieben und Bahnanlagen im Osten der Stadt, zahlreiche Straßenzüge mit Altbauten und vielen traditionsreichen Geschäften der Innenstadt, Goethe-Ahnenhaus in der Harzstraße noch als Fachwerkbau, Unstrut und Mühlgraben, Fernblicke auf Artern sowie Panorama-Aufnahmen. In den meisten Fällen sind kurze Bildunterschriften vorhanden. Als Zugabe gab es schließlich noch eine sehr anheimelnde Original-Radierung vom „Maler des alten Thüringen“ Arthur Rose (1891-1974) aus Neudietendorf, die Arterner Marienkirche sowie vormals südlich vorgebaute Fachwerk-Wohnhäuser darstellend. – Aufgrund der Einmaligkeit und Schönheit obiger Aufnahmen wäre es mehr als eine Überlegung wert, diese als zeitgeschichtliches Dokument in Buchform zu publizieren, und zwar so, wie sie sich einst Wilhelm Leibniz als Erinnerungs-Alben zusammengestellt hat, also 1:1 in Bildfolge und Größe. Dies als Ehrung des Urhebers und Würdigung von dessen Handwerk sowie zur Freude und Erbauung der heute in Artern Wohnhaften oder von hier Stammenden. – Ganz vorzüglicher Dank gebührt Marianne Kohl aus Göttingen, der Tochter von Wilhelm Leibniz, die als Schenkerin dieser Unikate auftrat. Nur durch solch wohlüberlegtes und vorbildliches Handeln ist es möglich, historische Schätze zu erhalten bzw. später der Allgemeinheit zugänglich zu machen! Möge diese löbliche Bildertransaktion von Niedersachsen nach Thüringen Ansporn und Erinnerung sein, Fotos, historische Dokumente und Heimatbelege jedweder Art nicht achtlos wegzuwerfen!


Beichte

Dienstag, 13. Juni 2017

Die hier bereits mehrfach besprochene „KirchenAgenda“ von 1580 aus dem Altbestand des längst aufgelösten Archivs der Superintendentur Artern ist definitiv ein erhaltenwertes Buch, nicht nur ihres Alters wegen, sondern vor allem, da es womöglich schon kurz nach Drucklegung von hiesigen Geistlichen zur Umsetzung der damals noch jungen lutherischen Lehre und zur Gestaltung des evangelischen Gemeindelebens als Leitfaden angewendet worden ist. Das theologische Werk hat die Maße 19 x 15,5 x 3 Zentimeter und umfasst rund 370 Druckseiten, zudem etliche alte, mit (inzwischen sehr aufgehellter) Tinte handschriftlich beschriebene Seiten. Besonders diese befinden sich in einem Zustand, der es kaum zulässt, die Blätter anzufassen. Der Buchumschlag besteht aus mittlerweile sehr speckigem Leder. – Als erster sanierungstechnisch nötiger Schritt wurde das bis dato teilweise arg ramponierte Buch nun einer Behandlung im Zentrum für Bucherhaltung Leipzig unterzogen. Zuvor waren weiße, rotbraune und schwarze Schimmelpartien festgestellt worden, weiterhin partielle Stockflecken und größere Nässe- bzw. Feuchtigkeitsschäden. In Leipzig wurden die Säuberung, Trocknung und Fleckenbeseitigung vorgenommen. So wurden Einband und Buchblock sorgfältig unter einer Reinen Werkbank (Gerät, das für eine bestimmte Reinheit der Luft im Arbeitsbereich sorgt) trockengereinigt. In diesem Zusammenhang wurden auch Stichprobenmessungen vorgenommen, um den Reinigungserfolg zu überprüfen. Hierbei wies keiner der gemessenen ATP/AMP-Werte (Analyse von Verunreinigungen bzw. Verschmutzungen) erhöhte Kontaminationen auf! Diese jetzt erledigten, notwendigen Arbeiten wurden großzügigerweise von unserem Vereinsmitglied Dr. Axel Römer aus Pulheim gesponsert, sind aber lediglich Voraussetzungen für die spätere Sanierung der Einzelseiten, des Buchblocks bzw. die schlussendliche Neueinbindung, die in einer renommierten Buchkunst-Werkstatt in Halle/S. erfolgen soll. Die Zeitplanung hierfür sieht den Herbst 2017 vor, sodass die Übergabe zum Verbleib des für die Kirchengeschichte Arterns einmaligen Buches in der hiesigen evangelischen Gemeinde vielleicht noch Ende dieses Jahres und somit noch im Rahmen des Reformations-Jubiläums vorgenommen könnte. Spenden bis dahin sind noch nötig und deshalb sehr willkommen! – Unser Bild zeigt einen Stich aus der „Agenda“ mit Darstellung der christlichen Taufe nach Luther und dem erklärenden Untertitel „Wie man die Einfeltigen sol leren Beichten“.


Hochwasser in Thüringen 2017

Freitag, 9. Juni 2017

Am vergangenen Mittwoch konnte in Jena im Rahmen einer sehr gut besuchten Informationsveranstaltung der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) eine neue Publikation der hauseigenen Schriftenreihe mit dem Titel „Hochwasser in Thüringen. Ursachen, Verlauf und Schäden extremer Abflussereignisse (1500-2015)“ vorgestellt werden. Bei dem von Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Prof. Dr. Karl-Heinz Pörtge (Göttingen/Nienstädt) erarbeiteten Werk handelt es sich um die dritte, stark erweiterte Auflage ihrer bereits 2002 bzw. 2003 vorgelegten und inzwischen längst vergriffenen Veröffentlichung „Hochwasserereignisse in Thüringen“. – Erneut ist es ein wichtiges Anliegen der Autoren, die Leserinnen und Leser über sehr schwere Hochwasser, die ab 1500 im Gebiet des heutigen Bundeslandes Thüringen abgelaufen sind, zu informieren. Dazu gehören sowohl die Flutkatastrophen vom Mai 1613 (die sog. „Thüringer Sintflut“) und November 1890 als auch die extremen Abflussereignisse in den Jahren 1981, 1994 und 2013. Wie die Ausführungen verdeutlichen, verursachten derartige Naturereignisse bei ungünstigen Ausgangsbedingungen (u. a. bei hoher Bodenfeuchte und ergiebigen, lange anhaltenden Niederschlägen) immer wieder extrem hohe Pegelstände bzw. Abflüsse. Die damit unweigerlich verbundenen Überschwemmungen führten u. a. auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sowie in den Siedlungsbereichen zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein stets zu außerordentlichen Schäden und Verlusten. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass bestimmte hydro-meteorologische Konstellationen, die in der Vergangenheit schwere Hochwasser verursachten, zukünftig nicht wieder auftreten! – Das 217 Seiten umfassende und mit 142 Abbildungen (Karten, Tabellen, Fotos etc.) reich illustrierte Buch gliedert sich in sechs Kapitel. Nach einer Einleitung sowie allgemeinen Angaben über Hochwasser und Hochwasserursachen gehen die Autoren auf die hydrologische Situation in Thüringen ein. Es folgen Ausführungen über Eingriffe des Menschen in das Abflussgeschehen sowie Erläuterungen zu verschiedenen Quellen, die im Rahmen historischer Hochwasserforschungen zu nutzen sind. Nach einer Chronologie herausragender Hochwasser in Thüringen ab 1500 werden im Hauptkapitel insgesamt 15 ausgewählte historische Abflussextreme näher vorgestellt. Zu nennen sind beispielsweise die Flutkatastrophen von 1799, 1871, 1946 und 1947, die auch im Raum Artern bedeutende Zerstörungen verursachten. Für heimatgeschichtlich interessierte Leser dürfte von Interesse sein, dass zum Hochwasser 1799 u. a. ein Bericht aus dem Schönfeld an der Unstrut zum Abdruck kam. Die neue Publikation von Dr. Deutsch und Prof. Pörtge schließt mit einem Glossar, in dem wichtige hydrologische bzw. wasserwirtschaftliche Fachbegriffe in Kurzform erläutert werden, sowie mit einem umfangreichen Quellen- und Literaturverzeichnis. – Seit dem 7. Juni 2017 kann die Publikation, welche nicht im Buchhandel erhältlich ist, zum Preis von 15 Euro (zuzüglich Versandkosten) direkt bei der TLUG Jena unter der Mail susanne.oberlaender@tlug.thueringen.de oder über die Telefonnummer 0361-573 942-000 bestellt werden. Natürlich ist es auch weiterhin möglich, die Bestellung postalisch aufzugeben. Die Anschrift hierfür lautet: TLUG Jena, Göschwitzer Straße 41, 07745 Jena.